Autofahrer aufgepasst

So berechnen Sie den Bremsweg – was Autofahrer bei Schnee und Eis beachten sollten

Schnee auf den Straßen
+
Auf schneebedeckter Straße verlängert sich der Bremsweg entsprechend.

Die Faustformel für den Brems- und Anhalteweg sollte jeder Autofahrer kennen. Was Sie außerdem beim Bremsvorgang speziell im Winter beachten sollten.

An diese Prüfungsfrage aus der Fahrschule werden sich viele Autofahrer noch erinnern: Beim Bremsvorgang kommt es nicht nur auf den reinen Bremsweg an, sprich die bloße Strecke, die das Auto vom Tritt auf die Bremse bis zum Stillstand zurücklegt. Sondern auch auf die Reaktionszeit. Um den Anhalteweg zu berechnen, sprich die realistische Strecke, die ein Auto bis zum Stillstand noch fährt, empfehlen Fahrlehrer deshalb die Faustformel Anhalteweg ist gleich Reaktionsweg plus Bremsweg.

Wie berechnet sich der Anhalteweg? Faustformel für Autofahrer

Der Anhalteweg für einen normalen Bremsvorgang errechnet sich laut Formel konkret so, wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Thema heißt: (Geschwindigkeit ÷ 10) x 3 ergibt den Reaktionswert. Diesen addiert man mit dem Bremsweg: (Geschwindigkeit ÷ 10) x (Geschwindigkeit ÷ 10). Am Beispiel einer Geschwindigkeit von 30 km/h ergibt das jeweils 9 Meter für den Bremsweg und den Reaktionsweg, zusammen also einen Anhalteweg von 18 Metern.

Bei einer Geschwindigkeit* von 50 km/h errechnet sich somit ein Anhalteweg von 40 Metern Länge, bei 100 km/h sind es bereits 130 Meter - jeweils normale Straßenverhältnisse vorausgesetzt.

Lesen Sie zudem: Sind Parkausweis oder Parkscheibe im eingeschneiten Auto gültig oder droht ein Strafzettel?

Schnee und Eis auf der Fahrbahn – wie verlängert sich der Bremsweg?

Im Winter kommen für Autofahrer erschwerend oft schneebedeckte Fahrbahnen oder gar eisglatte Stellen dazu, die den Bremsweg deutlich verlängern. Aber auch abgefahrene Reifen oder verschlissene Bremsscheiben können dazu beitragen. Autofahrer sollten also ums umsichtiger sein und ihr Tempo entsprechend anpassen. Gerade im Winter heißt es: Unbedingt genügend Abstand zum Vordermann einhalten.

So erhöht sich der Bremsweg bei schneebedeckten Straßen

Denn: Bei Schneefahrbahn beträgt die Bremsverzögerung „jedoch nur mehr ca. 2,0 bis max. 3,0 m/s²“, wie das Portal autorevue.at vorrechnet. Auf schneebedeckter Straße erhöhe sich somit auch der Bremsweg um das etwa Vierfache, sprich auf rund 100 Meter, wenn man von einem Bremsweg von 25 Metern bei trockener Fahrbahn (bei Tempo 50) ausgeht. Der gesamte Anhalteweg läge somit schon bei etwa 115 Metern (abhängig auch vom Zustand des Schnees: festgefahren, griffig oder matschig), wie das Portal außerdem vorrechnet.

Bei Glatteis erhöhe sich der Anhalteweg bei der angenommenen Geschwindigkeit von 50 km/h „nochmals dramatisch“, und zwar auf bis zu 265 Meter (abhängig unter anderem von der Eistemperatur liege der Bremsverzögerungswert dann bei ca. 0,5 bis max. 2,0 m/s².), schreibt das Portal.

Lesen Sie zudem: Autoscheibe von innen gefroren: Mit diesem einfachen Trick haben Sie wieder freie Sicht

Faustformel für Anhalteweg bei Schnee oder Eis

Also Faustregel können sich Autofahrer bei solchen winterlichen Bedingungen dem Bericht nach Folgendes merken: Bei einer Schneefahrbahn verlängere sich der gesamte Anhalteweg auf das Dreifache im Vergleich zu einer trockenen Fahrbahn. Bei Glatteis müsse man zudem mit einem bis zu siebenfachen Weg bis zum Stillstand des Fahrzeuges rechnen.

Vorsichtig sein sollten Autofahrer gerade im Winter zum Beispiel auch bei Brücken, Kuppen, Unterführungen und Waldschneisen. Auch hier könnten die Straßen vereist sein. (ahu) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: Mehr als ein Geheimtipp: Darum wird in Niederbayern Gurkenwasser auf die Straße geschüttet

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Auch interessant:

Kommentare