Gegen den Lagerkoller

Wie das Auto gegen die Corona-Langeweile hilft

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Die Reifen kann man schnell selbst wechseln.

Droht der Quarantäne-Koller? Vielleicht ist dann die richtige Zeit, sich mal wieder ums Auto zu kümmern. Fünf Dinge, die man leicht selbst machen kann.

  • Moderne Autos mit ihrer komplexen Elektronik lassen sich nicht mehr ohne weiteres mit einem einfachen Schraubenschlüssel reparieren.
  • Einige Dinge kann man aber immer noch selbst erledigen.
  • Wir haben fünf Vorschläge, wie Ihnen das Auto bei der Coronavirus-Langeweile helfen kann.

Auto auf Vordermann bringen: Kratzer wegpolieren

Kleinere Lackschäden lassen sich häufig einfach wegpolieren. Oberflächlichen Abrieb – etwa von der Karosserie des Unfallgegners – entfernt man vorsichtig mit etwas Zahnpaste und einem weichen Tuch. Gibt es tiefer gehende Schäden, hilft ein Lackstift* in der exakten Karosseriefarbe – hierfür sollte man die genaue Bezeichnung des Autoherstellers kennen. Achtung: Ist im Kratzer bereits Rost zu erkennen, muss dieser entfernt werden, ansonsten rostet es unter der reparierten Stelle munter weiter. Keine Sorge, wenn das Ergebnis der Do-it-yourself-Reparatur optisch nicht ganz perfekt ist. Auch wenn die Stelle bei genauem Hinschauen noch zu sehen sein sollte – immerhin schützt die neue Lackschicht vor Korrosion.

Neues Autoradio einbauen

Die Optimierung des Soundsystems ist ein der klassischen Tuner-Disziplinen. Doch auch wer nicht gleich meterweise Kabel ziehen und Bassboxen einbauen will, kann Klangqualität oder Bedienkomfort seiner Bord-Audioanlage verbessern. Zumindest bei Autos, bei denen das Radio noch im klassischen DIN-Schacht sitzt und nicht Teil des Hersteller-Infotainment-Systems ist. Erster Schritt ist der vorsichtige Ausbau des alten Geräts und das anschließende Abkabeln. In der Regel hängt das Radio an zwei genormten ISO-Steckern sowie einem Antennenstecker. Auch die Geräte bieten meist diese Anschlüsse. Notfalls hilft ein Adapter.

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Scheibenfolie kleben

Abgedunkelte Fenster sehen bei einem Auto nicht nur gut aus, sondern schützen die Insassen auch vor der Sonnenhitze. Wer die Option nicht schon beim Neuwagenkauf gezogen hat, findet zahlreiche Nachrüstprodukte im Internet, teilweise schon für das jeweilige Fahrzeugmodell zugeschnitten. Wichtig ist, dass sie über eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) verfügen. Das Papier muss auf Verlangen der Polizei vorgezeigt werden. Erlaubt ist zudem lediglich das Bekleben der Fenster hinter der B-Säule. Windschutzscheibe, Fahrer- und Beifahrerfenster müssen in Deutschland frei bleiben. Für das Anbringen von Scheibenfolien* selbst benötigt man nur Geschick, eine Sprühflasche mit Spüli-Wasser und einen kleinen Schaber, die sogenannte Rakel.

Langeweile in Quarantäne? Filter austauschen

Im Auto gibt es eine ganze Reihe von Filtern. Zwei davon lassen sich problemlos selbst tauschen: der Luftfilter des Motors und der Innenraumfilter. Ersterer reinigt die von außen angesaugte Luft, die beispielsweise Staub und Reifenabrieb enthalten kann. Der regelmäßige Wechsel erhöht die Lebensdauer des Antriebs. Der Innenraumfilter sorgt für saubere Luft im Fahrzeug selbst, verhindert, dass Staub und Pollen eindringen. Wo die Filter in einem individuellen Auto sitzen, weiß die Betriebsanleitung oder bei gängigen Modellen auch das Internet. In der Regel müssen nur ein paar Klammern per Hand gelöst, der Alter Filter entnommen und der neue eingelegt werden.

Reifen wechseln statt Corona-Lagerkoller

Ab Ostern sind beim Pkw Sommerreifen angesagt, rät eine Faustformel. Zumindest im Flachland dürfte man mit der Regel meist richtig fahren. Wer selbst wechselt, darf nicht vergessen, zunächst einen Gang (bei Automatikgetriebe "P") einzulegen und die Handbremse zu ziehen. Dann werden die Radmuttern aller Räder über Kreuz etwas gelöst, bevor der Wagenheber zum Einsatz kommt. Anschließend bockt man den Wagen hoch, demontiert die alten Pneus und schraubt die neuen fest, idealerweise mit einem Drehmomentschlüssel, an dem die notwendige Kraft eingestellt werden kann. Vorsicht: Die meisten Reifen sind laufrichtungsgebunden, was durch entsprechende Pfeile auf der Flanke angegeben ist. Nach 50 bis 100 Kilometern Fahrt empfiehlt sich, die Festigkeit der Schrauben noch einmal zu prüfen.

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Holger Holzer/SP-X

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

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