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Vignette für Fahrräder: Müssen sich Radfahrer bald an den Kosten des Infrastruktur-Ausbaus beteiligen?

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Von: Sophie Waldner

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Fahrradfahrer auf einem ausgezeichneten Fahrradweg (Symbolbild)
Müssen sich Fahrradfahrer bald eine Vignette kaufen? (Symbolbild) © Uli Deck/dpa

Autofahren wird immer teurer: steigende Spritpreise, höhere Parkgebühren und Kfz-Steuern. Radfahrer kommen bisher kostenlos davon. Doch damit könnte bald Schluss sein.

Wer dieser Tage mit dem Auto unterwegs ist, muss ordentlich blechen. Nicht nur die Kfz-Steuern und Parkgebühren sind teurer geworden – auch Sprit ist immer noch über zwei Euro pro Liter*. Viele Autofahrer steigen nun auf das Fahrrad um. Immerhin ist das beinahe kostenlos. Zumindest werden mit dem Rad keine Parkgebühren, Steuern oder hohen Spritkosten fällig. Was die Steuern angeht, so könnten die Fahrradfahrer aber möglicherweise bald zur Kasse gebeten werden. Wir erklären die Details.

Vignette für Fahrräder: Die Schweiz macht den Anfang

Die Idee einer Vignette für Fahrräder stammt ursprünglich aus der Schweiz. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) stellte dort das Modell „Vignette für Fahrräder“ vor. Demnach sollen 20 Franken pro Jahr und Rad fällig werden. Wie genau das Modell umgesetzt werden soll, stünde aber noch nicht fest, weiß das Magazin SAZ Bike: „Noch ist nicht genau geklärt, wie die geplante Abgabe erhoben werden soll. In der Diskussion ist eine Velo-Vignette, analog zur Schweizer Autobahn-Vignette.“ Dadurch könnte man jährlich etwa 100 Millionen Franken einnehmen. „Hinzu kämen Abgaben für E-Bikes und von Velo-Sharing-Anbietern wie PubliBike“, so SAZ Bike.

So steht es um die Vignette für Fahrräder in Deutschland

Auch in Deutschland wird über ein solches Vorhaben diskutiert. Hintergrund ist der Ausbau der Straßen, damit befahrbare Radwege, Fahrrad-Parkhäuser und Ladestadtionen für E-Bikes vorhanden sind. Ein solches Projekt bringt allerdings immense Kosten mit sich. Um die Finanzen abfangen zu können, steht die Diskussion im Raum, auch Fahrradfahrer am Infrastruktur-Ausbau zu beteiligen.

Wie die Neue Presse berichtet, hat die FDP in Coburg bereits einen Antrag gestellt. Darin heißt es: „Wir stellen uns einen jährlichen Betrag von zunächst etwa zehn Euro vor.“ Zudem steht in dem Antrag: „Die nummerierte Vignette sollte ein ansprechendes Design haben und sich so am Rahmen befestigen lassen, dass sie die Optik des Rades nicht stört, ähnlich den Plaketten der Fahrradgeschäfte.“ Konkrete Pläne zur Umsetzung sind derzeit noch nicht bekannt. (swa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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