Allianz mit Renault und Nissan

Ford plant übergreifende Plattform für künftige Mobilität

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Der CEO von Ford, James Hackett, kündigt auf der CES eine Plattform an, die Robotertaxis, Fahrdienste und den öffentlichen Nahverkehr verknüpft. Foto: Jae C. Hong/AP/dpa

Es geht um mehr als nur Fahrzeuge: Der US-Autoriese Ford will mit einer auch für andere offenen Mobilitätsplattform den Wandel der Branche mit anführen.

Las Vegas (dpa) - Ford will seine Zukunft durch eine Schlüsselrolle bei der Neugestaltung der Mobilität sichern. Der US-Autokonzern richtet eine Plattform ein, die verschiedene Robotertaxis, Fahrdienste sowie öffentlichen Nahverkehr und die Infrastruktur der Städte verknüpfen soll.

Die Plattform binde auch Navigations- und Bezahldienste ein und stehe anderen Herstellern offen, betonte Fords Mobilität-Chefin Marcy Klevorn auf der Technik-Messe CES(9. bis 12. Januar)in Las Vegas.

Die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi will in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Dollar in Start-ups investieren. Der erste Partner ist Ionic Materials, eine US-Firma, die Materialien für Feststoff-Batterien ohne Kobalt entwickelt. Für das erste Jahr seien 200 Millionen Dollar veranschlagt, sagte in Las Vegas Renault-Chef Carlos Ghosn, der auch die Allianz anführt. Die Idee sei, eine Plattform zu schaffen, über die Start-ups mit allen drei Unternehmen der Allianz gleichzeitig ins Geschäft kommen können. Der jährliche Investitionsrahmen sei nicht in Stein gemeißelt: Vielleicht werde man ihn im ersten Jahr auch gar nicht ausschöpfen, möglicherweise aber auch für das zweite Jahr erhöhen müssen.

Ghosn rechnet damit, dass zum Jahr 2024 Robotertaxis im Alltag unterwegs sein werden. Es gebe verschiedene Level der Autonomie von intelligenten Assistenzsystemen bis hin zu komplett fahrerlosen Autos. "Und in den nächsten Jahren werden wir alles davon erleben", sagte Ghosn auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Es müsse allerdings zunächst rechtliche Voraussetzungen dafür geben.

Zusammen mit der Einführung selbstfahrender Autos müssten auch die Städte bewusst umgestaltet werden, sagte Ford-Chef Jim Hackett auf der CES. Das Auto habe zwar die Gesellschaft verändert, aber das habe seinen Preis gehabt. "Autostraßen haben die Straßen zum Leben verdrängt." Ford wolle den technologischen Wandel nutzen, um wieder eine "lebendige Straße" zurückzubringen. "Das ist kein Traum."

Erstmals seit einem Jahrhundert gebe es in dem Geschäft eine Technologie, die das Bestehende nicht nur verbessern, sondern komplett umkrempeln könne. Und die Branche könne sich nicht mehr wie bisher nur auf das Auto selbst beschränken. "Wir fangen erst an, zu begreifen, was die Technologie alles ermöglichen wird." Ford wolle diesen Wandel mit anführen.

Blogeintrag von Ford

Technik-Messe CES

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