Peinlich, peinlich!

Seltenster Porsche der Welt wird versteigert - doch es wird zum Reinfall des Jahrhunderts

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Während der Auktion für den ältesten Porsche aller Zeiten kam es zu einem Eklat. (Symbolbild)

Diese Auktion werden die Gäste wohl nicht so schnell vergessen: Ein begehrter Oldtimer wurde bei Sotheby's versteigert. Doch der Preis sorgte für Gelächter.

Peinlich, peinlich, was kürzlich bei einer Auto-Auktion von Sotheby's geschehen ist. Das renommierte Auktionshaus hat sich jetzt einen der größten Schnitzer erlaubt, den es je bei solch einer exklusiven Veranstaltung gab. Doch was war genau passiert?

Rekord-Verkauf? Ältester Porsche aller Zeiten soll versteigert werden - doch Auktionshaus patzt

Im vergangenen Mai wurde verkündet, dass der älteste erhaltene Porsche aller Zeiten versteigert werden soll. Dabei handelte es sich um einen Porsche Typ 64 aus dem Jahre 1939, einem Vorgänger des Modells 356. Es war nicht nur der erste Porsche, der gebaut wurde, sondern auch der eigene Wagen von Gründer Ferdinand und Sohn Ferry Porsche.

Den Besuchern wurde das seltene Stück als "das bedeutendste Stück der Porsche-Ingenieurskunst und Design-Geschichte" präsentiert und wurde bereits vor der Auktion, die im kalifornischen Monterey stattfand, für satte 18 Millionen Euro gehandelt. Doch am Ende ging es völlig in die Hose!

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63 Millionen Euro für einen seltenen Porsche - doch am Ende buht die Menge

So berichtet das US-Nachrichtenportal Bloomberg, dass das "Nazi-Auto, das Ferdinand Porsche gebaut hatte, sich nicht verkaufen wollte". Der Grund war ein großer Fehler, der dem Auktionshaus unterlief. So gab der Moderator an diesem Abend bekannt, dass das Startgebot 27 Millionen Euro wäre. Diese Summe wurde zudem auf einem Bildschirm vorne angezeigt, damit es alle Anwesenden sehen konnten. Doch diese reagierten daraufhin teils belustigt, teils ungläubig. Manche klatschten sogar. Schnell erhöhte sich das Gebot auf bis zu 63 Millionen Euro.

Was wie ein neuer Allzeitrekord-Preis für ein seltenes Auto aussah, war es im Grunde aber gar nicht. Schließlich erkannte der Moderator seinen Fehler und erklärte, dass nicht 63, sondern "nur" 15 Millionen Euro gemeint wären. Anscheinend hatte man ihn schon zu Beginn der Auktion missverstanden. Anstatt also des Startangebots von 27 Millionen, waren es in Wirklichkeit nur zwölf Millionen Euro.

Als die Menge das hörte, buhte sie ihn aus, manche riefen ärgerlich dazwischen und andere wiederum verließen sogar den Raum. Am Ende musste die Auktion abgebrochen werden - und das bedeutet: Der einzigartige Porsche steht immer noch zum Verkauf.

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jp

Der Porsche 917 feiert 50. Geburtstag

Rennlegende: Der 917 ist einer der bekanntesten Rennwagen von Porsche, auch durch seine Rolle im Film "Le Mans" (1971) mit Steve McQueen. Foto: Porsche AG
Rennlegende: Der 917 ist einer der bekanntesten Rennwagen von Porsche, auch durch seine Rolle im Film "Le Mans" (1971) mit Steve McQueen. Foto: Porsche AG © Porsche AG
Renn-Rudel: Für die erforderliche Zulassung durch die Motorsportbehörde musste Porsche mindestens 25 Exemplare vom 917 bauen. Foto: Porsche AG
Renn-Rudel: Für die erforderliche Zulassung durch die Motorsportbehörde musste Porsche mindestens 25 Exemplare vom 917 bauen. Foto: Porsche AG © Porsche AG
Herzstück: Seine Kraft schöpft der legendäre Rennwagen aus einem Motor mit zwölf Zylindern. Foto: Porsche AG
Herzstück: Seine Kraft schöpft der legendäre Rennwagen aus einem Motor mit zwölf Zylindern. Foto: Porsche AG © Porsche AG
Rustikal und reduziert: Aus Gründen der Gewichtsersparnis verzichtet auch das Cockpit des 917 rennwagentypisch auf alles, was nicht absolut erforderlich ist. Foto: Porsche AG
Rustikal und reduziert: Aus Gründen der Gewichtsersparnis verzichtet auch das Cockpit des 917 rennwagentypisch auf alles, was nicht absolut erforderlich ist. Foto: Porsche AG © Porsche AG
Auto-Puzzle: Den zum Double des Le-Mans-Siegers von 1970 umgebauten 917 (Bild) rüstete Porsche wieder in seinen Ursprungszustand zurück. Foto: Porsche AG
Auto-Puzzle: Den zum Double des Le-Mans-Siegers von 1970 umgebauten 917 (Bild) rüstete Porsche wieder in seinen Ursprungszustand zurück. Foto: Porsche AG © Porsche AG
Entwicklerstolz: Der für den 917 verantwortliche Ingenieur, Porsche-Enkel und spätere VW-Chef Ferdinand Piëch (rechts) betrachtet auf dem Genfer Autosalon 1969 sein rennfertiges Werk. Foto: Porsche AG
Entwicklerstolz: Der für den 917 verantwortliche Ingenieur, Porsche-Enkel und spätere VW-Chef Ferdinand Piëch (rechts) betrachtet auf dem Genfer Autosalon 1969 sein rennfertiges Werk. Foto: Porsche AG © Porsche AG
Lang gemacht: Porsche hat diesen 917 anlässlich des Jubiläums wieder in die ursprüngliche Langheckvariante zurückgebaut. Foto: Porsche AG
Lang gemacht: Porsche hat diesen 917 anlässlich des Jubiläums wieder in die ursprüngliche Langheckvariante zurückgebaut. Foto: Porsche AG © Porsche AG

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