Bloß nicht nachmachen

"Swerve the car": So gefährlich ist dieser Trend aus Großbritannien

Ständig gibt es neue Trends unter Jugendlichen, die eher schlecht als recht sind - oder geradezu lebensgefährlich. So wie dieser Trend aus Großbritannien.

"Swerve the car" heißt der Trend, der momentan in Großbritannien sehr beliebt unter Jugendlichen zu sein scheint. Dabei geht es darum, auf dem Fahrrad gefährlich nahe an fahrende Autos heranzukommen, um dann im letzten Moment noch einmal auszuweichen.

Die Teenager lassen sich obendrein auch noch bei ihren Versuchen filmen, um ihren höchst zweifelhaften Erfolg hinterher auf sozialen Netzwerken zu teilen. Dass solche Aktionen gehörig nach hinten losgehen können, scheint ihnen dabei egal zu sein. Obwohl dies in zahlreichen Fällen auch zutraf.

Mutter schockiert über gefährlichen Trend - so warnt sie davor

So berichtet eine entsetzte Mutter aus der Grafschaft Hertfortshire nördlich von London von dem "dämlichen" Versuch ihres Sohnes Paul bei dem Trend mitzumachen. Denn anstatt dem anvisierten Auto in letzter Sekunde ausweichen zu können, kollidierte er mit dem Wagen.

Mit großem Glück kam er relativ unbeschadet davon - sein Fahrrad ist jedoch nicht mehr zu gebrauchen und der Schaden am Auto beträgt rund 1.350 Euro. Dafür muss nun die Mutter aufkommen. "Die Auswirkungen dieses bescheuerten Spiels hätte in so vielen Fällen der Verlust eines Lebens bedeuten können", erklärt die Frau laut dem Online-Portal DailyMail.

Auch interessant: Was nach diesem Unfall passiert, ist ein Wunder.

Auch Sergeant Leah McDermott vom Team für sichere Nachbarschaft in Borehamwood warnt vor dem Trend: "Dieses sogenannte 'Spiel' macht überhaupt keinen Sinn. Diejenigen, die es versuchen, bringen nicht nur sich selbst in echte Gefahr, sondern auch die Insassen des Fahrzeugs. Das ist kein Spiel, das du spielen willst. Du gegen ein Auto - da hast du einfach schlechte Karten. Dein Schädel ist wie eine Eierschale, die einfach zerbricht."

Nun will die Polizei über diesen gefährlichen Trend aufklären und veröffentlicht Videos von zahlreichen Versuchen von Jugendlichen auf den Zug aufzuspringen. Auch der britische Sender BBC warnt in folgendem Video vor "Swerve the car":

Da kann man nur hoffen, dass dieser Trend nicht auch nach Deutschland kommt.

Horror-Crash: Dieser Mann entgeht gleich zweimal dem Tod.

Von Franziska Kaindl

Vorsicht: In diesen Ländern sind die gefährlichsten Straßen

In Mosambik sind Autofahrer nicht nur ungeduldig, sondern der generell schlechte Zustand der Straßen sorgt für viele Verkehrsunfälle - und dementsprechend eine hohe Zahl an Verkehrstoten. 31,6 von 100.000 Einwohnern sterben im Straßenverkehr.
In Mosambik sind Autofahrer nicht nur ungeduldig, sondern der generell schlechte Zustand der Straßen sorgt für viele Verkehrsunfälle - und dementsprechend eine hohe Zahl an Verkehrstoten. 31,6 von 100.000 Einwohnern sterben im Straßenverkehr. © picture alliance / dpa / Jeronimo Muianga
Verkehrsregeln spielen in Ruanda auch nur unterschwellig eine Rolle. 32,1 Menschen (von 100.000) verlieren auf den Straßen ihr Leben durch Verkehrsunfälle.
Verkehrsregeln spielen in Ruanda auch nur unterschwellig eine Rolle. 32,1 Menschen (von 100.000) verlieren auf den Straßen ihr Leben durch Verkehrsunfälle. © pixabay / 12019
Schlechter Straßenbau, ungehaltene Autofahrer und keine Anschnallpflicht für Kinder sorgen im Iran ebenfalls für 32,1 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner.
Schlechter Straßenbau, ungehaltene Autofahrer und keine Anschnallpflicht für Kinder sorgen im Iran ebenfalls für 32,1 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Michael Kappeler
Ähnlich wie in den vorangegangen Ländern sind auch in Zentralafrika die Straßen in äußerst schlechtem Zustand. Hier trifft es im Schnitt 32,4 Einwohner.
Ähnlich wie in den vorangegangen Ländern sind auch in Zentralafrika die Straßen in äußerst schlechtem Zustand. Hier trifft es im Schnitt 32,4 Einwohner. © pixabay / jeanvdmeulen
In Tansania sollten Sie sich ebenfalls von den Straßen fernhalten: Es gelten so gut wie keine Verkehrsregeln, mit Führerscheinprüfungen nimmt man es nicht so genau und die Straßen sind schlecht ausgebaut. 32,9 Verkehrstote zählt man hier pro 100.000 Einwohner.
In Tansania sollten Sie sich ebenfalls von den Straßen fernhalten: Es gelten so gut wie keine Verkehrsregeln, mit Führerscheinprüfungen nimmt man es nicht so genau und die Straßen sind schlecht ausgebaut. 32,9 Verkehrstote zählt man hier pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Carola Frentzen
In der Demokratischen Republik Kongo hat man stark mit dem Wetter zu kämpfen - das sorgt für riesige Schlammlöcher und marode Straßen. Außerdem zählen zur Statistik - 33,2 Verkehrstote - auch noch Autodiebstähle und Entführungen mit Todesfolge.
In der Demokratischen Republik Kongo hat man stark mit dem Wetter zu kämpfen - das sorgt für riesige Schlammlöcher und marode Straßen. Außerdem zählen zur Statistik - 33,2 Verkehrstote - auch noch Autodiebstähle und Entführungen mit Todesfolge. © picture alliance / Jürgen Bätz
33,7 Verkehrstote gibt es in Liberia im Schnitt. Das liegt sowohl an den schlechten Straßen als auch an gefährlichen Diebstählen. Besonders nachts sollten Sie sich von den Straßen fernhalten.
33,7 Verkehrstote gibt es in Liberia im Schnitt. Das liegt sowohl an den schlechten Straßen als auch an gefährlichen Diebstählen. Besonders nachts sollten Sie sich von den Straßen fernhalten. © picture alliance / dpa / Karl Nietfeld
In Malawi machen den Autofahrern eine fehlende Beleuchtung, Riesenschlaglöcher und Hindernisse auf den Straßen zu schaffen. Auch bewaffnete Überfälle sind nicht selten - deshalb zählt WHO 35 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner.
In Malawi machen den Autofahrern eine fehlende Beleuchtung, Riesenschlaglöcher und Hindernisse auf den Straßen zu schaffen. Auch bewaffnete Überfälle sind nicht selten - deshalb zählt WHO 35 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner. © pixabay / 12019
Vorsicht in Thailand: 36,2 Verkehrsteilnehmer lassen hier im Schnitt ihr Leben. Zu hohen Geschwindigkeiten und Verkehrsregeln, die nicht eingehalten werden, kommt noch die Trunkenheit am Steuer zu den Gefahren im Straßenverkehr hinzu.
Vorsicht in Thailand: 36,2 Verkehrsteilnehmer lassen hier im Schnitt ihr Leben. Zu hohen Geschwindigkeiten und Verkehrsregeln, die nicht eingehalten werden, kommt noch die Trunkenheit am Steuer zu den Gefahren im Straßenverkehr hinzu. © pixabay / 12019
Verkehrsunfälle, die tödlich enden, belegen in Libyen den dritten Platz der häufigsten Todesursachen. Alkohol am Steuer zählt ebenso zu den Gründen wie eine mangelnde Kontrolle der Verkehrsregeln. Außerdem bringen Sandstürme die Autofahrer in Gefahr. Deshalb trifft es in Libyen 73,4 Menschen pro 100.000 Einwohner.
Verkehrsunfälle, die tödlich enden, belegen in Libyen den dritten Platz der häufigsten Todesursachen. Alkohol am Steuer zählt ebenso zu den Gründen wie eine mangelnde Kontrolle der Verkehrsregeln. Außerdem bringen Sandstürme die Autofahrer in Gefahr. Deshalb trifft es in Libyen 73,4 Menschen pro 100.000 Einwohner. © picture alliance / dpa / Anne-Beatrice Clasmann

Rubriklistenbild: © Facebook/BBC News

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