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ID. 2all – der Spießer feiert sein Comeback: Volkswagen beendet Design-Experiment

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Von: Simon Mones

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Volkswagen setzt voll auf das Elektroauto, traf mit dem Design der ID-Familie aber nicht den Geschmack der Kunden. Die Studie ID. 2all kehrt daher zurück zum Spießertum.

VW will zurück zu seinen Wurzeln und auch für die Generation E wieder einen Volkswagen bauen. Das hat Markenchef Thomas Schäfer angekündigt und den ID. 2all enthüllt. Die Studie, die 2025 in Serie gehen soll, ist das erste Modell des neuen Chef-Designers Andreas Mindt – aber schon wieder ein echter Volkswagen.

Mit dem ID. 2all orientiert sich VW nicht nur bei der Positionierung an alten Werten, sondern auch bei der Form. Denn der Hoffnungsträger weicht von der Designsprache der bisherigen Elektroautos ab, der man beim neuen ID.3 noch treu geblieben war. Stattdessen kehrt das Spießertum zurück nach Wolfsburg.

ID. 2all: Volkswagen beendet Design-Experiment – der Spießer kommt zurück

Die Studie setzt wieder auf die klassischen, schnörkel- und zeitlosen Elemente des bekannten VW-Stils. Wenig verwunderlich also, dass der ID. 2all optisch an Golf und Polo erinnert. Doch auch andere Modelle sollen sich künftig an der neuen, alten Designsprache orientieren. So wird auch das beleuchtete Logo am Heck künftig bei anderen Modellen eingesetzt. Erstmals ist das beim Tuareg der Fall.

VW-Studie ID.2
Gestalterische Anleihen beim Golf: Der ID.2 soll die Elektromobilität erschwinglicher machen. © Ingo Barenschee/Volkswagen AG/dpa-tmn

Mit einer Länge von 4,05 Metern ist die Studie ID. 2all nur wenig kürzer als ein Polo. Weil der Radstand aber auf 2,60 Meter gestreckt wurde und die gesamte Technik im Wagenboden verschwindet, verspricht VW innen mehr Platz als in der Kompaktklasse. In der Breite wächst das Elektroauto im Vergleich zum Polo um sechs Zentimeter auf 1,81 Meter. In der Höhe legt er um zehn Zentimeter auf 1,53 Meter zu.

ID. 2all: Keine Experimente im Innenraum – VW setzt lieber auf Qualität

Außerdem bekommt der ID. 2all einen mit 490 Litern überdurchschnittlich großen Kofferraum, der selbst unter dem Ladeboden noch zwei Getränkekisten fasst. Und weil es wieder nicht für einen Frunk – also einen zweiten Kofferraum vorn – reicht, gibt es für Ladekabel und Verbandskasten ein spezielles Staufach unter der aufstellbaren Rückbank.

Anders als bei ID.3 & Co ist das Bedienkonzept: Es bleibt bei einem kleinen Bildschirm hinter dem Lenkrad und einem jetzt noch größeren daneben. Aber es gibt laut VW wieder einen Wählschalter für die Fahrtrichtung auf dem Mitteltunnel, Walzen statt Sensorfelder im Lenkrad und feste Tasten für die Klimaregelung, die jetzt auch wieder beleuchtet sind. Statt Experimenten sind ein klares Design, hoher Qualitätsanspruch, einfache Bedienung wichtig.

ID. 2all: Volkswagen plant mit Einstiegspreis von unter 25.000 Euro

Technisch nutzt der ID. 2all die modifizierte Architektur der anderen ID-Modelle. Sie trägt künftig den Namen MEB Entry und wurde für das neue Segment auf Frontantrieb umgestellt. Der Motor hat laut VW 166 kW/226 PS, soll den Kleinwagen in weniger als sieben Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und 160 km/h Spitze ermöglichen.

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Gespeist wird er aus einer Batterie mit rund 60 kWh, für die VW eine Normreichweite von 450 Kilometern und eine Ladezeit von weniger als 20 Minuten für die ersten 80 Prozent ankündigt. Der Einstiegspreis für den ID. 2all – der beim Marktstart womöglich ID. Golf heißen könnte – liegt bei unter 25.000 Euro. Möglich wird das, weil der Strom im Seat-Werk in Matorell vom Band rollt. Dort soll auch der sportliche Crossover Cupra UrbanRebel gebaut werden. In Pamplona sollen zudem zwei kleine Elektro-SUV von Škoda und VW gebaut werden. Diese sollen preislich jedoch über den 25.000 Euro des ID. 2all liegen.

Ursprünglich hatte Volkswagen bei der ersten Studie – mit dem Namen ID. Life – sogar einen Preis von weniger als 20.000 Euro angepeilt. In Wolfsburg erhofft man sich, mit einem niedrigen Einstiegspreis ein breiteres Publikum von dem neuen Elektroauto begeistern zu können. Ein Plan, der aufzugehen scheint, wie einige Reaktionen in den Sozialen Medien zeigen:

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