Bei der Befragung ergaben sich Widersprüche

Angriff erfunden: Polizei ermittelt gegen zwei Männer

Estenfeld - Er sei überfallen und ausgeraubt worden - diese Lüge tischte ein 22-jähriger Pizzabote der Polizei auf. Doch die Beamten kamen ihm und seinem mutmaßlichen Helfer auf die Schliche.  

Gemeinsam mit seinem mutmaßlichen Komplizen hat ein Pizzabote (22) in Unterfranken einen Angriff vorgetäuscht. Wie die Beamten mitteilen, hatte der Mann Ende Dezember bei der Polizei einen Raub angezeigt. 

Zwei unbekannte Männer hätten ihn gezielt zu einem Kinderspielplatz in Estenfeld (Landkreis Würzburg) gelockt, erzählte er. Dann hätten sie ihm seine Geldbörse weggenommen. Er sei dabei sogar leicht verletzt worden. 

Als die Beamten die Spuren am Tatort sicherten und Zeugen befragten, ergaben sich allerdings schnell Widersprüche am Tatablauf, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Letzten Endes räumten der Pizzabote und sein 19 Jahre alter mutmaßlicher Komplize ein, den Raubüberfall frei erfunden zu haben. Das entwendete Geld haben die beiden Männer den Beamten zufolge verspielt. Um wie viel Geld es genau ging, blieb allerdings unklar.

Aufgrund des Verdachts der Vortäuschung einer Straftat müssen die Männer nun entweder mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen. 

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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