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Wurde Mathias Vieth "regelrecht hingerichtet"?

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Die Mörder des 41 Jahre alten Polizisten Mathias Vieth in Augsburg sollen nach einem Zeitungsbericht brutaler vorgegangen sein als bisher bekannt. © dapd

Augsburg - Die Mörder des 41 Jahre alten Polizisten Mathias Vieth in Augsburg sollen nach einem Zeitungsbericht weitaus brutaler vorgegangen sein als bisher bekannt.

Die Täter hätten ihr Opfer mit einer “Maschinenpistolen-Salve“ getötet, schrieb die “Augsburger Allgemeine“ (Samstagsausgabe).

Den Informationen der Zeitung zufolge sei das Opfer “regelrecht hingerichtet“ worden. Ein Sprecher der Augsburger Polizei wollte ausdrücklich nicht von einer “Hinrichtung“ sprechen. Er bestätigte am Samstag aber, dass auf den Polizisten mehrere Schüsse abgebeben wurden, obwohl dieser bereits schwer verletzt am Boden lag. Die Staatsanwaltschaft Augsburg äußerte sich am Samstag nicht zu dem Bericht.

Polizistenmord in Augsburg

Am Donnerstag waren Tatverdächtige festgenommen worden, zwei 56 und 58 Jahre alte Brüder. Die Polizei sprach am Freitag von zahlreichen Indizien und einer DNA-Übereinstimmung, die den dringenden Tatverdacht gegen die Brüder untermauerten. Der hauptverdächtige jüngere Bruder sei zudem wegen eines Polizistenmordes aus dem Jahr 1975 zu lebenslanger Haft verurteilt und nach 19 Jahren entlassen worden. Sein älterer Bruder hinterließ am Tatort nach Ermittlerangaben den genetischen Fingerabdruck.

Der Polizist war am 28. Oktober bei einer Verfolgungsjagd erschossen worden, seine Kollegin wurde verletzt. Vieth wurde in Hals, Kopf und Unterleib getroffen und verblutete. Seine Kollegin ist bis heute dienstunfähig.

dpa

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