Über 500 Teilnehmer geprüft

Ausländische Ärzte in Bayern: Gut die Hälfte fällt durch Sprachtest 

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Krankenhäuser und Praxis-Chefs sollen ausländische Kollegen bei der sprachlichen Qualifizierung unterstützen.  

Rund 500 Ärzte aus dem nicht-deutschsprachigen Raum, die in Bayern arbeiten wollen, haben im vergangenen Jahr einen Deutschtest gemacht. Über die Hälfte hat diesen nicht bestanden.

München - Mehr als die Hälfte der ausländischen Ärzte, die in Bayern neu arbeiten wollen, spricht dafür nicht gut genug Deutsch. Im vergangenen Jahr haben von insgesamt 510 Prüfungsteilnehmern aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland 52 Prozent den Sprachtest nicht bestanden, berichtete die bayerische Landesärztekammer am Montag. Vor allem die medizinische Fachsprache sei ein Problem für Zuwanderer, sagte der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Max Kaplan. Viele Prüfungsteilnehmer hätten beträchtliche Schwierigkeiten, ihren Befund so zu formulieren, dass andere Mediziner ihn richtig verstehen. Doch auch Patienten hätten „ein Recht darauf, ihren Arzt zu verstehen“, erklärte Kaplan.

In Bayern arbeiten derzeit rund 7700 Ärzte, die keinen deutschen Pass haben. Das sind etwa 12 Prozent aller berufstätigen Mediziner im Freistaat. Seit April 2017 führt die Ärztekammer Sprachtests durch, die schwerer zu bestehen sind als frühere Prüfungsverfahren. Ein Vergleich der Bestehensquoten sei nicht möglich, hieß es von der Kammer. Vor der Einführung des neuen Prüfverfahrens seien aber „sicher auch Ärzte ins System gekommen, die nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen“, sagte Kaplan. Er forderte Krankenhäuser und Praxis-Chefs auf, „Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland bei der sprachlichen Qualifizierung zu unterstützen“.

dpa

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