Seehofer, Dobrindt und Grube

Bahngipfel: Zweite Stammstrecke und Barrierefreiheit

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Ministerpräsident Horst Seehofer, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bahnchef Rüdiger Grube haben sich am Mittwoch zum Bahngipfel getroffen.

München - Ministerpräsident Horst Seehofer, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und Bahnchef Rüdiger Grube haben sich am Mittwoch zum Bahngipfel getroffen. Thema war auch die zweite Stammstrecke. 

Vertreter der Staats- und Bundesregierung sowie der Deutschen Bahn haben am Mittwoch über die Münchner S-Bahn und weitere Bahn-Themen im Freistaat gesprochen. Ministerpräsident Horst Seehofer, die Parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär (beide CSU), Bahnchef Rüdiger Grube und andere Teilnehmer diskutierten dabei über die Finanzierung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in der Landeshauptstadt. Nach der Einigung über die prinzipielle Aufteilung der Kosten von gut 3,8 Milliarden Euro will der Freistaat eine Finanzierungserklärung abgeben. Bär vertrat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), der kurzfristig absagte, wie die Staatskanzlei am Nachmittag mitteilte.

Außerdem war der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe Thema. Etwa 60 Prozent der Bahnhöfe im Freistaat sind nicht barrierefrei - also nicht für Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen problemlos zugänglich. Bis 2021 sollen 82 Prozent der Fahrgäste in Bayern barrierefrei ein- und aussteigen können.

Während die Grünen die zweite Stammstrecke nicht zuletzt wegen der hohen Kosten kritisch sehen und einen Ausbau des Südrings statt einer zweiten Innenstadtstrecke favorisieren, ist die SPD für den Ausbau. „Wegen des starken Wachstums von München um 30.000 Einwohner pro Jahr brauchen wir die zweite Stammstrecke auf jeden Fall“, sagte der SPD-Landstagsabgeordnete Florian von Brunn. Der Ausbau der Stammstrecke alleine reiche allerdings nicht. „Wir brauchen auch den Ausbau der Außenäste, und wir brauchen auch den Südring.“ Entscheidend sei, dass andere Verkehrsprojekte nicht leiden dürften.

In Bayern gibt es eine ganze Reihe weiterer Baustellen im Bahnverkehr, etwa der überfällige Ausbau mehrerer Bahnstrecken sowie die bislang fehlende Planung der Zubringerstrecken zum Brennerbasistunnel.

dpa

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