Von der Landeshauptstadt aus

Kliniken droht Kollaps: Luftwaffe holt Corona-Patienten in München - mit Ziel Norden

Luftwaffe hält zwei Flugzeuge bereit für Corona-Hilfe
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Die Luftwaffe verlegt mit ihrer sogenannten „fliegenden Intensivstation“, dem Airbus A310 MedEvac, Corona-Patienten aus Bayern nach Nordrhein-Westfalen.

Bevor in einigen bayerischen Kliniken nichts mehr geht, hilft nun die Luftwaffe: Ein Airbus fliegt von München aus schwer kranke Covid-Patienten in andere Bundesländer.

Update vom 28. November, 11.37 Uhr: Am Sonntag ist ein zweiter Einsatz der Luftwaffe zur Verlegung von Corona-Patienten gestartet. Nach Bundeswehr-Angaben flog ein Sanitätsflugzeug am Vormittag vom Heimatflughafen Köln aus nach München.
Dort sollen Patienten an Bord genommen und nach Hamburg geflogen werden.

Verlegung von Corona-Patienten: Bundeswehr-Flugzeug landet in München

Den ersten Einsatz der Luftwaffe hatte es bereits am Freitag gegeben (siehe Update vom 26. November). Dort flog eine MedEvac-Maschine ins bayerische Memmingen, um von dort sechs schwer Erkrankte nach Nordrhein-Westfalen zu bringen. Damit sollen die Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Kranken entlastet werden. Bayern ist eines der am stärksten betroffenen
Bundesländer.

Grundlage für den Einsatz ist das sogenannte Kleeblatt-System für eine bundesweite Verteilung von Patienten aus einzelnen Regionen, in denen der Kollaps von Krankenhäusern droht.

Update vom 26. November, 16.30 Uhr: Der Airbus A310 MedEvac ist inzwischen am Freitagnachmittag am Flughafen Memmingen gelandet und soll nun schwerkranke Covid-19-Patienten zum Flughafen Münster-Osnabrück bringen. Die Ankunft der Maschine war für den frühen Abend geplant.

Geplant ist, dass sechs Patienten mitfliegen. Am Nachmittag kamen in Memmingen Krankenwagen in Begleitung von Notfallseelsorgern an. Bereits in der Nacht zum Freitag waren zwei Patienten per Intensivtransporter nach Fulda in Hessen gebracht worden. Insgesamt sollen 50 bayerische Patienten in andere Bundesländer verlegt werden, rund 30 davon bis Sonntag.

Update vom 26. November, 13.42 Uhr: Bereits in der Nacht zum Freitag sind die ersten beiden Intensivpatienten im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Konzepts von Bayern nach Hessen gebracht worden. Covid-19-Patienten aus Erding und Straubing seien mit einem Intensivtransportwagen nach Fulda gefahren worden, sagte eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums am Freitag.

Kleeblatt-Patientenverlegungen aus Bayern: Auch Patienten aus Erding und Straubing dabei

Ursprünglicher Artikel vom 26. November: Memmingen - Wegen der drohenden Überlastung des Gesundheitswesens in einigen Regionen hilft nun die Luftwaffe bei der innerdeutschen Verteilung von Patienten. Das ist eine neue Stufe in der Corona-Amtshilfe.

Ab Memmingen: Airbus fliegt Corona-Patienten nach NRW

Die Luftwaffe wird sich von Freitagnachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie beteiligen. Ein Airbus A310 MedEvac sollte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen* landen und schwer am Coronavirus* Erkrankte nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen. Die Ankunft der Maschine wurde für den frühen Abend geplant. In NRW sollen auch planbare Operationen* verschoben werden, um genug Kapazitäten zu haben, um die Fälle aus Bayern behandeln zu können, schreibt wa.de.

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Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen eingesetzt werden, um Intensivpatienten bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern* in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können.

„Fliegende Intensivstation“ der Luftwaffe transportiert Covid-Patienten aus Bayern in andere Bundesländer

Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs dieser Behandlungsplätze, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH („offener Himmel“). In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung* eingebaut worden. In Wunstorf (Niedersachsen) ist zudem ein A400M MedEvac stationiert.

Im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Systems sollen Covid-19-Patienten auch bundesweit verteilt werden können, wenn in einzelnen Regionen der Kollaps von Krankenhäusern droht. Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist laut eines Kriterienkatalogs der Intensivmedizinervereinigung Divi nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Das Konzept war im Frühjahr 2020 unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen worden.*Merkur.de/bayern und wa.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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