Coronavirus Bayern

Oberbürgermeister posiert für Mannschaftsfoto mit Würzburger Kickers und hält Mindestabstand nicht ein - Anzeige!

Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) spricht auf der Pressekonferenz über die aktuelle Lage der Stadt und des Landkreises Würzburg in Bezug auf die Verbreitung des Coronavirus.
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Bayern Coronavirus: Christian Schuchardt, Oberbürgermeister von Würzburg.

Der Oberbürgermeister von Würzburg muss sich mit einer Anzeige auseinandersetzen. Der Grund? Er hielt sich nicht an den durch Corona bedingten Mindestabstand von 1,5 Meter.

  • Durch das Coronavirus in Bayern müssen bestimmte Verordnungen eingehalten werden. In der Öffentlichkeit gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen.
  • Bei einem Foto mit den Würzburger Kickers hielt Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) den Abstand nicht ein.
  • Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Verordnungen kassiert der Politiker eine Anzeige. Das bestätigte ein Sprecher der Regierung von Unterfranken.

Würzburg - Aufgrund des Coronavirus in Bayern müssen bestimmte Verordnungen zum Infektionsschutz eingehalten werden. Neben der Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr gilt die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit. Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) hielt sich bei einem Bild mit den Würzburger Kickers nicht an den Abstand. Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Verordnungen handelte sich der Politiker eine Anzeige ein.

Ein Sprecher der Regierung von Unterfranken bestätigte am Freitag, dass die Polizei eine entsprechende Anzeige an die Regierung weitergeleitet habe, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Zuvor habe bereits die Main Post über den Vorfall berichtet. „Wir haben die Stadt dazu angehört und werden uns in den kommenden Tagen dazu äußern“, sagte der Regierungssprecher nach Angaben der dpa.

Coronavirus Bayern: Gruppenbild sorgte schon im Vorfeld für Ärger in den sozialen Medien

Das Gruppenfoto des Oberbürgermeisters mit der Fußballmannschaft habe nach Angaben der dpa bereits im Vorfeld für Ärger in den sozialen Medien gesorgt. Das Bild „konterkariert leider unsere vielen Überlegungen in Sachen Corona-Schutz“, sagte Rathaus-Sprecher Georg Wagenbrenner in der Main Post. Nach Angaben der Zeitung bedauere Oberbürgermeister Schuchardt den Fehler, wie er in einem Fernsehinterview sagte. Er habe den Fehler „gleich zu Beginn der Affäre“ eingeräumt, sagte ein Sprecher der Stadt. Aus solchen Fehlern gelte es zu lernen. Die Anzeige wurde nach Angaben der Stadt bereits am 9. Juli erstattet.

Christian Schuchardt ist nicht der erste bayerische Politiker, der wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Verordnungen in der Kritik steht. Auch Bambergs Oberbürgermeister steht in der Kritik und bittet um Verständnis. Andreas Starke (SPD), der Oberbürgermeister von Bamberg war ohne Maske auf einem Selfie mit mehreren Personen zu sehen. Auch der Mindestabstand wurde von der Gruppe nicht eingehalten. Eine Sprecherin der Stadt habe zwar erklärt, das Bild sei auf keiner öffentlichen Veranstaltung entstanden, der Politiker soll jedoch laut einem Video auch einem hochrangigen Mitglied des türkischen Generalkonsulats die Hand gereicht haben.

Coronavirus Bayern: Infektionszahlen in Niederbayern steigen nach Ausbruch unter Erntehelfern weiter

Nach einem Coronavirus-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming in Niederbayern steigen die Infektionszahlen in Niederbayern weiter. Die Krankenhäuser in Bayern sehen sich für künftige Corona-Ausbrüche gut gerüstet. „Wir haben zwar vereinzelt noch Corona-Patienten, aber die Situation ist absolut beherrschbar und kein Vergleich zum Frühjahr“, wie der Chef der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Siegfried Hasenbein, gegenüber dem Münchner Merkur sagte.

Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Montag sein Kabinett zusammen. In der Sitzung soll es um den Ausbruch in Mamming, aber auch um die bundesweit gestiegenen Zahlen durch Urlaubsrückkehrer gehen.

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