Carport in Brand gesteckt

Kinder (4 und 6) schnappen sich Gasbrenner - und verwüsten halben Ort

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In dem oberfränkischen Kulmbach richteten zwei kleine Brüder großen Schaden an

Eine Schneise der Verwüstung haben zwei Brüder (4 und 6) im oberfränkischen Kulmbach hinterlassen. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 15.000 Euro. Die Mutter ist schockiert. 

Update 13. August, 16.20 Uhr: Zwei Brüder (4 und 6) haben mit ihren „Streichen“ im oberfränkischen Kulmbach nicht nur die Nachbarschaft terrorisiert, sondern auch ordentlich Sachschaden verursacht. 

Nach neuen Erkenntnissen der Polizei verschütteten die Brüder bei ihrem Streifzug zunächst einen Kanister Öl am Boden eines Carports und zündeten ihn anschließend mit einem Bunsenbrenner an. Die beiden Gegenstände hatten sie vorher auf dem Grundstück entdeckt. 

„Es war ein Doppelkanister mit Öl und Benzin für eine Motorsäge. Zum Glück haben sie nicht das Benzin verschüttet, das wäre dann anders ausgegangen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. 

Kulmbach: Kinder sorgen für Verwüstung - Polizei gibt neue Details bekannt

Den zwei Jungs ist dann vermutlich das Ausmaß ihrer Tat aufgefallen, denn sie versuchten die kleinen Flammen zu löschen. Auf der Suche nach Wasser öffneten sie einen Keller und fanden dort einen Gartenschlauch. Der war jedoch zu kurz.   

„Die Brüder waren verärgert und haben einfach einen Filter am Wasseranschluss rausgeschraubt“, schilderte der Polizeisprecher. Kurze Zeit später hat der ganze Keller unter Wasser gestanden.

Brüder zündeln, klauen und zerstören - Nachbarin schnappt schließlich die Buben

Das war jedoch noch nicht das Ende, der Streifzug der kleinen Kriminellen ging weiter. Nachdem sie mit einer geklauten Spraydose mit weißem Lack zwei Autos, ein Garagentor und eine Haustür besprühten, spielten sie den Nachbarn im Ortsteil Ziegelhütten noch Klingelstreiche. Dabei wurden sie von einer Anwohnerin erwischt und von ihr bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. 

Der Schaden beläuft sich derzeit auf etwa 15.000 Euro, es könnte jedoch noch mehr werden. „Wir wissen noch nicht genau, was die Brüder bei ihren Streichen womöglich noch so alles angestellt haben“, sagte der Sprecher. Er bezweifelt, dass die Versicherung für den Schaden aufkommt. Die Familie wollte sich nach Angaben der Polizei nicht dazu äußern.

Zwei Brüder aus Kulmbach hinterlassen eine Schneise der Verwüstung

Erstmeldung 13. August 2019: Kulmbach - Mit so jungen Straftätern haben die Beamten bei ihrem Einsatz am Montagnachmittag vermutlich nicht gerechnet. Keine Erwachsenen, sondern zwei kleine Brüder im Alter von nur vier und sechs Jahren hinterließen nach einem Streifzug im oberfränkischen Kulmbach eine regelrechte Schneise der Verwüstung. Die alleinerziehende Mutter hatte keine Ahnung, was ihre Söhne vorhaben. Denn die Jungs hatten die Frau laut Polizei „ausgetrickst“. Dann seien die beiden von zu Hause „ausgebüxt“ und hätten Dinge von Grundstücken geklaut. 

Kulmbach: Brüder zünden Carport an und fluten Keller - Anwohner rufen die Polizei

Mit einem Gasbrenner und brennbaren Flüssigkeiten haben die Jungs zunächst einen Carport angezündet. Auf der Suche nach Löschwasser öffneten sie anschließend einen Keller in der Nachbarschaft „und setzen den geöffneten Keller unter Wasser“. 

Dann bewaffneten sich die Brüder „mit den unterschiedlichsten Werkzeugen, die sie in der Nachbarschaft an sich nehmen konnten“, wie die Polizei mitteilte - darunter auch eine Spraydose mit weißem Lack.

Oberfranken: Brüder zünden Carport an und fluten Keller - Mutter total geschockt

Mit ihr besprühten sie ein Garagentor, eine Haustür und zwei Autos. Den Sachschaden, den die Brüder bei ihrem Streifzug verursachten, schätzte die Polizei auf 15.000 Euro. 

Die Anwohner im Ortsteil Ziegelhütten im Landkreis Kulmbach alarmierten am Montagnachmittag schließlich die Polizei, die die Kinder mit Hilfe des Jugendamtes „an ihre hellauf begeisterte Mutter“ übergab, wie es hieß. Die hatte ihre beiden Jungs schon gesucht und sei „total geschockt“ gewesen, sagte ein Polizeisprecher Merkur.de*. Die beiden Brüder seien bislang nicht negativ aufgefallen. 

Eine Schneise der Verwüstung hat auch eine Autofahrein (75) in Gernlinden hinterlassen. Sie richtete Schaden von rund 23.000 Euro an. Eine Serie von Einbrüchen gepaart mit Vandalismus beschäftigt die Polizei in Gröbenzell. Insgesamt schlugen die Täter am Wochenende an acht Orten zu. In Regensburg hat ein Mann am Dienstagvormittag eine Stunde lang eine Kirche verwüstet und ist dann oben ohne vom Tatort geflohen.

Video: Promis werden Vandalismus-Opfer: Was steckt dahinter?

dpa/svw

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks. 

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