Mit Tempo 125

Stromausfälle und Unfälle: Sturmtief „Thomas“ fegt über Bayern hinweg

Bayern/München - Sturmtief „Thomas“ hat den Freistaat gehörig durcheinandergewirbelt. 

UPDATE: 13.40 Uhr:

Sturmtief „Thomas“ sorgt für Hunderte Einsätze in Bayern. Verletzte bei Verkehrsunfällen, umgestürzte Bäume und Stromausfall in vielen Gemeinden sind die Folge. Auch das Rotorblatt eines Windrades hielt dem Sturm nicht stand.

München (dpa/lby) - Tief „Thomas“ ist in der Nacht zum Freitag mit heftigen Sturmböen über den Freistaat hinweggezogen. Besonders betroffen waren Franken sowie die mittlere und nördliche Oberpfalz. Hier verzeichnete die Polizei rund 350 Einsätze. Bei Unfällen wurden mehrere Menschen verletzt. „Auch für eine Sturmnacht waren es bemerkenswert viele Einsätze. Glücklicherweise verliefen die meisten aber glimpflich“, sagte am Freitag Fabian Hench vom Polizeipräsidium Unterfranken. Trotzdem kam es zu zahlreichen Stromausfällen durch umgestürzte Bäume. Auch verwehte Baustellenzäune sorgten für Verkehrsbehinderungen.

Schwer verletzt wurde eine Frau im oberpfälzischen Freihung (Landkreis Amberg-Sulzbach), als ihr Ehemann einen auf die Fahrbahn gestürzten Baum übersah und frontal in diesen hineinfuhr. Besonders viel Glück hatte ein Autofahrer auf der Bundesstraße 19 in Unterfranken: Auf Höhe der Reichenberger Brücke war der Anhänger eines Lastwagens von einer Windböe auf die Gegenfahrbahn gedrückt worden. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen, wurde bei dem Zusammenstoß aber nur leicht verletzt.

In Dutzenden Gemeinden in Franken und der Oberpfalz mussten die Menschen für einige Stunden ohne Strom auskommen. Zumeist waren Bäume auf Leitungen gestürzt und hatten für Ausfälle gesorgt, wie der Energieversorger Bayernwerk AG am Freitag mitteilte. Betroffen waren im Einzugsgebiet von Bayernwerk etwa 20 000 Menschen.

Im oberfränkischen Münchberg (Landkreis Hof) knickten die Rotorblätter eines Windrades unter dem Druck des Sturms ein. „Der Mast blieb aber glücklicherweise stehen“, betonte ein Polizeisprecher. In München wehte der starke Wind ein Baugerüst um, auf dem sich ein Arbeiter befand. Der 36-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Auf den Bergen habe es sogar Orkanböen gegeben, teilte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in München mit. Mit Tempo 125 sei der Sturm über die Zugspitze und über den Großen Arber im Bayerischen Wald hinweggebraust - Windstärke 12. „Da ging es schon ordentlich zur Sache.“ Im oberfränkischen Wunsiedel wurden Windböen mit Tempo 100 gemessen, das war immerhin noch Windstärke 10.

Mit dem Sturm gab es auch einen mächtigen Temperatursturz. Noch am Donnerstag waren in Rosenheim frühlingshafte 21,5 Grad gemessen worden, am Vormittag danach waren es nur noch mickrige fünf Grad. Noch frischer war es in München: Nach 19 Grad am Donnerstag waren es am Freitag nur noch vier Grad. Immerhin sorgten die gesunkenen Temperaturen dafür, dass sich die Lawinenlage in den bayerischen Alpen entspannte. Am Wochenende soll es mit den Temperaturen aber nach und nach wieder nach oben gehen.

Erstmeldung 11.50 Uhr:

Vor allem auf den Bergen habe es sogar Orkanböen gegeben, teilte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Freitag in München mit. Mit Tempo 125 sei der Sturm über die Zugspitze und über den Großen Arber im Bayerischen Wald hinweggebraust - Windstärke 12. „Da ging es schon ordentlich zur Sache.“ Im oberfränkischen Wunsiedel wurden Windböen mit Tempo 100 gemessen, das war immerhin noch Windstärke 10.

Mit dem Sturm gab es auch einen mächtigen Temperatursturz. Noch am Donnerstag waren in Rosenheim frühlingshafte 21,5 Grad gemessen worden, am Vormittag danach waren es nur noch mickrige fünf Grad. Noch frischer war es in München: Nach 19 Grad am Donnerstag waren es am Freitag nur noch vier Grad. Am Wochenende soll es mit den Temperaturen aber nach und nach wieder nach oben gehen.

(dpa/lby)

Rubriklistenbild: © picture alliance / Armin Weigel/

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