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Bayerns Strafgerichte verurteilen immer weniger Menschen

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Akten liegen vor einem Prozess in einem Landgericht auf dem Tisch. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

Wer sich über die geltenden Gesetze hinwegsetzt und erwischt wird, der findet sich schnell auf der Anklagebank wieder. Ein Blick in die Statistik offenbart dabei eine interessante Entwicklung.

München - In Bayern wurden im vergangenen Jahr von den Strafgerichten deutlich weniger Personen verurteilt als noch 2020. „Bayerns Strafgerichte haben im vergangenen Jahr etwa 109.00 Personen verurteilt“, sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) mit Blick auf die Strafverfolgungsstatistik 2021, die er am Mittwoch (10.00 Uhr) in München vorstellen will.

2020 waren fast 117.000 Menschen rechtskräftig in Bayern verurteilt worden, darunter mehr als 82 Prozent Männer. 2019 lag die Zahl der Verurteilten sogar noch höher bei 121.250.

„Bei der Strafverfolgungsstatistik fällt auf, dass im zweiten Jahr der Pandemie die Zahl der Straftaten auf der Straße gesunken ist, Straftaten im Internet hingegen deutlich zugenommen haben“, sagte Eisenreich vorab der Deutschen Presse-Agentur in München. Das Risiko, in Bayern Opfer einer schweren Straftat zu werden, sei gering.

„Polizei und Justiz setzen sich mit aller Kraft dafür ein, dass dies so bleibt. Gleichzeitig erwarte ich vom Bundesjustizminister, dass er wichtige Reformen zeitnah angeht“, betonte Eisenreich. dpa

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