Bergwacht appelliert eindringlich

Wanderer in den Alpen von Schnee und Nebel überrascht - Hubschrauber muss mehrfach raus

Bayern/Hoher Göll: Wanderer an Pfingsten von Schnee und Nebel überrascht - Helikopter-Einsatz
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Die Bergrettung Berchtesgaden rückte an Pfingsten aus, um Wanderer am Hohen Göll zu retten.

Die Bergwacht Berchtesgaden war am Pfingstwochenende gefordert: Am Hohen Göll steckten Wanderer aufgrund von Schneefeldern und Nebel fest - nicht nur einmal.

  • Einiges zu tun gab es am Pfingstwochenende für die Bergwacht Berchtesgaden.
  • An mehreren Tagen mussten Wanderer in Not gerettet werden - von nahezu gleichen Stelle.
  • Der Helikopter „Christoph 14“ war im Einsatz.

Update, 3. Juni, 9.33 Uhr: Wieder war die Bergwacht Berchtesgaden auf der Schusterroute gefordert. Diesmal mit tödlichem Ausgang.

Ursprüngliche Meldung von 1. Juni: Berchtesgaden - Gleich zweimal hob ein Rettungshelikopter der Bergwacht Berchtesgaden am Pfingstwochenende ab, um Wanderer in Not zu retten - von der nahezu selben Stelle. 

Bayern: Wanderer aus München an Pfingsten von Schnee und Nebel überrascht - Einsatz am Hohen Göll

Der erste Notruf ging laut Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes am Pfingstsamstag (30. Mai) gegen 16.15 Uhr ein: Ein Ehepaar aus München hing auf der Nordostseite des Hohen Göll in rund 2000 Metern unter anderem wegen absturzgefährlicher Schneefelder fest. 

Am Pfingstsamstag rückte die Bergwacht Berchtesgaden zur Rettung eines Ehepaares aus München aus.

Wegen Nebels konnte der Hubschrauber zunächst nicht starten, Rettungskräfte erreichten die Wanderer erstmal zu Fuß. Nach einer Wetterbesserung konnte der Helikopter doch noch abheben und flog die beiden samt Retter unverletzt ins Tal. Insgesamt neun Bergretter waren mehrere Stunden lang im Einsatz.

Die Bergwacht Marktschellenberg musste zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz ausrücken. Ein Salzburger (55) war zuvor in „absturzgefähliches Gelände“ geraten.

Wanderer aus Franken in den Alpen von Schnee überrascht - Rettungshelikopter und Bergwacht im Einsatz

Am Sonntag (31. Mai) startete der HelikopterChristoph 14“ dann erneut in Richtung Hoher Göll, weil ein Alleingeher aus Franken ebenfalls wegen Schneefeldern nicht mehr weiterkam. 

Diesmal brachte der Helikopter die Rettungsgruppe zwar nach oben, konnte aber wegen des Nebels nicht landen. Insgesamt vier Bergretter brachten den Mann schließlich zu Fuß ins Tal - auch er blieb unverletzt.

Wie die Bergwacht mitteilt, hatten die drei geretteten Bergsteiger „Glück im Unglück“. Aufgrund des Altschnees im Hochgebirge und in schattigen Nordlagen auch tiefer, „sind viele Bergtouren derzeit noch ein alpines Unternehmen mit Absturzgefahr“, so die Bergwacht in einer Mitteilung. Erforderlich sind „wesentlich höheren Anforderungen an Orientierungssinn, Kondition und Ausrüstung“. 

dpa/nema

Eine Urlauberin aus NRW stürzte am Predigtstuhl in Bayern und verletzte sich schwer am Unterschenkel. Ihre beiden minderjährigen Kinder reagierten vorbildlich.

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