Prozess in Coburg

Bordellbetreiber umgebracht: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

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Die Angeklagten wurden wegen Totschlags verurteilt, nicht, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert, wegen Mordes. Die legt nun Revision ein.

Coburg - Die Coburger Staatsanwaltschaft hat gegen das Urteil im Fall eines getöteten Bordellbetreibers Revision eingelegt. Vor einer Woche hatte das Landgericht Coburg auf Totschlag entschieden - und nicht auf Mord, wie von der Staatsanwaltschaft gefordert.

Der Leitende Oberstaatsanwalt Anton Lohneis teilte die Revision am Freitag mit.  

Nach Auffassung der Strafkammer wurde der 66 Jahre alte Mann Ende 2013 von zwei Schlägern in seiner Wohnung totgeprügelt- sie hatten von der Freundin des Opfers und deren Noch-Ehemann den Auftrag erhalten, dem Bordellbesitzer eine Abreibung zu erteilen. Einen Mordauftrag, so argumentierte die Kammer, habe man nicht nachweisen können.

Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage wegen Mordes erhoben und eine lebenslange Haftstrafe für die 45 und 23 Jahre alten Haupttäter verlangt. Das Gericht entschied auf dreizehneinhalb Jahre Haft wegen Totschlags. Die Freundin des Opfers und ihr Mann sollen für je sieben Jahre hinter Gitter.

dpa

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