News-Ticker für den Freistaat

Bundestagswahl: Hochrechnungen für Bayern da! Söder deutet nach CSU-Debakel erste Folgen an

In unserem Ticker verfolgen Sie die Bundestagswahl 2021 in Bayern am Wahltag live. Mit allen News rund um die Abstimmung und allen Ergebnissen.

  • Am 26. September* wählen die Bayern ihren Anteil der Abgeordneten im Bundestag. Einer ersten Hochrechnung zufolge muss die CSU um Markus Söder deutliche Verluste hinnehmen. Der CSU-Chef deutete bereits Folgen an (Update von 19.05 Uhr).
  • Hubert Aiwanger veröffentlichte vorab geheime Zahlen und sorgte so für einen Skandal (siehe Update von 16.35 Uhr). Alle News und Ergebnisse der Bundestagswahl 2021* in Bayern finden Sie auf Merkur.de/bayern.
  • Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie rund um die Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus dem Freistaat – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Bayern.

+++ Update vom 27. September, 6.40 Uhr: Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen finden Sie in unserem neuen Bayern-Ticker zur Bundestagswahl, unter anderem mit einem Überblick des Endergebnisses. +++

Update von 23.17 Uhr: Die vorläufigen Ergebnisse für München: Bei den Zweitstimmen sind die Grünen stärkste Kraft, gefolgt von CSU und SPD. Drei der vier Direktmandate gehen an die CSU. Im Süden beschert Jamila Schäfer den Grünen das erste Direktmandat in Bayern.

Update von 22.45 Uhr: Der ehemalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat in seinem oberbayerischen Wahlkreis Traunstein sein Direktmandat verteidigt, musste aber einen zweistelligen Einbruch hinnehmen. Er bekam nach Auszählung aller Gebiete 36,6 Prozent der Erststimmen, das sind 13,7 Prozentpunkte weniger als noch 2017. Damals hatte er 50,3 Prozent geholt. Bei den Zweitstimmen verloren die Christsozialen ähnlich stark von 44,6 auf 31,5 Prozent.

Bundestagswahl: Söder äußert sich zu CSU-Ergebnis - und kritisiert Aiwanger gleich doppelt

Generell musste die CSU in Bayern Verluste hinnehmen. Dazu hat sich auch bereits Parteichef Markus Söder geäußert (siehe Update von 21.53 Uhr). Ein BR-Interview nutzte Söder auch für eine doppelte Kritik an Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger. Zum einen kritisierte der bayerische Ministerpräsident seinen Stellvertreter, weil dieser noch während der laufenden Stimmabgabe Zahlen aus einer Nachwahlbefragung der Forschungsgruppe Wahlen auf Twitter verbreitet hatte - zusammen mit dem Aufruf, die „letzten Stimmen“ den Freien Wählern zu geben. Der Tweet war nach kurzer Zeit wieder gelöscht worden.

„Das geht überhaupt nicht“, so Söder. „Da muss man auch nochmal drüber reden, wie das da weitergeht.“ Er forderte von Aiwanger außerdem eine „Rückkehr zur Sacharbeit“ und wieder einen Stil, der den Regierungsämtern, die man habe, gerecht werde. Die Regierungsarbeit in Bayern habe unter den Bundestagswahlkampf-Ideen der Freien Wähler gelitten, kritisierte Söder. „Das muss jetzt auch ein Ende finden.“

Außerdem machte der CSU-Chef die Freien Wähler für die möglicherweise schwierige Regierungsbildung mitverantwortlich: „Hätten die Freien Wähler nicht so kandidiert, wie sie kandidiert haben, hätte es jetzt schon eine klare Mehrheit für ein bürgerliches Bündnis gegeben“, sagte er. „Das geht leider jetzt, diese Verzögerung, auf das Konto der Freien Wähler.“

Bundestagswahl 2021: Holt Jamila Schäfer (Grüne) das Direktmandat?

Update von 22.33 Uhr: Es fehlen nur noch einige wenige Bezirke - dann steht fest, welche Kandidaten aus München direkt in den Bundestag ziehen werden. 918 von 926 Bezirken sind bereits ausgezählt. Im Norden, Westen und Osten kann sich die CSU behaupten. Nur der Süden könnte an die Grünen gehen.* Damit wäre Jamila Schäfer die erste Direktkandidatin der Partei in der Landeshauptstadt. Sie führt mit 27,4 Prozent vor ihrem Konkurrenten, Michael Kuffer, von der CSU.

Neue Hochrechnung für Bayern: CSU bei 32,5 Prozent - AfD verliert

Update von 21.57 Uhr: Neue Zahlen für Bayern: Der neuesten Hochrechnung (Infratest-dimap-Zahlen des Bayerischen Rundfunks) zufolge liegt die CSU bei 32,5, die SPD kommt auf 17,5 Prozent. Die Grünen liegen bei 13,9 Prozent, die FDP erreicht 10,8 Prozent. Die AfD ist im Vergleich zur letzten Hochrechnung nicht mehr zweistellig und kommt auf 9,4 Prozent. Die Freien Wähler erreichen 6,9 Prozent, die Linke 2,8.

CSUSPDGrüneFDPAfDFreie WählerLinkeAndere
Hochrechnung32,517,513,910,89,46,92,86,2

CSU fährt bei Bundestagswahl schlechtes Ergebnis ein: Söder äußert sich - Seitenhieb auf Freie Wähler

Update von 21.53 Uhr: Die CSU fährt ersten Hochrechnungen zufolge das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl seit 1949 ein. Woran lags? "Wir haben uns nicht ganz vom Bundestrend abkoppeln können", sagte Markus Söder im BR mit Blick auf die CDU. Bei den Direktmandaten habe man in Bayern aber wieder fast alles gewonnen. Man sei im Freistaat auf über 30 Prozent und national über 5 gekommen, das sei gut. In der Kleinanalyse sehe man aber, dass man bei den Jungen und Frauen viel Nachholbedarf habe.

"Ich würde es gerne aufarbeiten", sagte Söder weiter und möchte auch mit der Basis darüber reden. Die vielen Gespräche vor Ort würden coronabedingt fehlen. Hätte man einen eigenen Kandidaten gehabt, hätte man wahrscheinlich einen "Heimbonus" gehabt. Als Kritik an Armin Laschet solle das aber nicht gesehen werden. Das sei "Schnee von gestern." Doch wäre es mit dem CSU-Chef als Kanzlerkandidat womöglich besser gelaufen? "Das sind alles so 'Was wäre wenn-Fragen, die keiner weiß'", so Söder. "Es schmerzt mich nicht. Das Ding ist schon so lange abgehakt", sagte er mit Blick auf die verpasste Kanzlerkandidatur. Er findet, dass Laschet im Wahlkampf unfair behandelt worden sei.

Bundestagswahl: Söder mit Seitenhieb gegen Aiwangers Freie Wähler

Einen Kommentar zu den Freien Wählern konnte sich Söder im BR-Interview nicht verkneifen. Alice Weidel habe erst vorhin gesagt, die AfD habe mit den Freien Wählern konkurriert, das sei bemerkenswert. Corinna Miazga, Landesvorsitzende der AfD in Bayern räumte ein, dass die AfD das Ziel stärker zu werden, nicht erreicht habe. Ein Faktor: Hubert Aiwanger habe das wichtige AfD-Thema Corona besetzt und sich "groß als Impfskeptiker inszeniert." Ersten Erkenntnissen zufolge habe das in Bayern etwa sechs Prozent der Klientel gekostet, die dieses Mal die Freien Wähler gewählt haben "und ihre Stimme damit in den Mülleimer geworfen haben". Doch auch die Kampagne der Union, vor Rot-Rot-Grün zu warnen, habe Wähler gekostet. Einige seien zur Union umgeschwenkt, um diese Konstellation zu verhindern.

Bundestagswahl: Scheuer holt Direktmandat - muss aber herbe Verluste hinnehmen

Im Wahlkreis Passau sind mittlerweile alle 271 Stimmbezirke ausgezählt und den Ergebnissen nach liegt die CSU weiterhin an der Spitze mit 32,50 Prozent. Darauf folgen die SPD (17,56 Prozent), die Freien Wähler (12,11 Prozent) und die AfD (11,78 Prozent). Verkehrsminister Andreas Scheuer holte sich erneut das Direktmandat (30,65 Prozent), hat aber einen satten Verlust im Vergleich zu 2017 von etwa 16 Prozent hinnehmen müssen. 

Bundestagswahl 2021 in Bayern - Söder wird deutlich: „Uns gefällt das Ergebnis nicht“

Update von 20.45 Uhr: „Ja unser Ergebnis ist nicht ausreichend“, gab Söder am Sonntagabend in der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF zu. Das liege auch ein Stück weit an den Freien Wählern, die stärker geworden sind. „Uns gefällt das Ergebnis nicht“, man habe aber in den letzten Wochen Tempo gemacht. „Wir tragen immer alle gemeinsam die Verantwortung“, sagte er allgemein mit Blick auf die Verantwortlichkeit von Wahlergebnissen.

In den vorläufigen Ergebnissen der Bundestagswahl sieht der CSU-Chef ein Misstrauensvotum gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Denn: Eine mögliche Koalition aus SPD, Linken und Grünen habe „eine Klatsche“ bekommen. „Die Deutschen möchten nicht Rot-Rot-Grün.“ Dies sei indirekt auch ein Misstrauen gegen Scholz, weil er diese Idee favorisiert habe, so Söder.

Es brauche kein Bündnis des Gestern, sondern eine Idee, wie Deutschland stabil bleibe und man es erneuern könne. „Ich glaube, dass wir diesen Anspruch gut mit Armin Laschet dokumentieren können, vielleicht mit der FDP und mit den Grünen zusammen, weil ich glaube, da ist der größte Wunsch nach Veränderung da.“

Auf die Frage, ob die Union mit ihm als Kanzlerkandidaten besser abgeschnitten hätte, sagte Söder: „Das ist wirklich Schnee von gestern.“ Die Union habe einen tollen Schlussspurt hingelegt. „Ich habe großen Respekt vor Armin Laschet.“ Ihm sei im Wahlkampf viel Unrecht getan worden. Auch von Söder? „Was man schon als Wähler wahrgenommen hat, ist, dass Markus Söder lange Zeit gestichelt hat wie ein chinesischer Akupunkteur, dass einem der Armins Laschet schon durchpikst und durchstochen leidtun konnte.“ Das sagte Münchens früherer Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) im Bayerischen Fernsehen.

Bundestagswahl: Nächste Hochrechnung für Bayern da - CSU verliert im Vergleich zu 2017

Update von 19.40 Uhr: Neue Hochrechnung für Bayern: Nach Infratest-dimap-Zahlen des Bayerischen Rundfunks (Stand 19.34 Uhr) kommt die CSU auf 32,5 Prozent, die SPD folgt mit 17 Prozent. Die Grünen erreichen 13,7 Prozent. Die FDP liegt bei 10,7, die AfD bei 10,5. Die Freien Wähler um Hubert Aiwanger erreichen 6,3 Prozent, die Linken kommen auf 2,7.

CSUSPDGrüneFDPAfDFreie WählerLinkeAndere
Hochrechnung32,517,013,710,710,56,32,76,6

Trotz des schlechten CSU-Ergebnisses in Bayern gewinnt die Partei wohl dennoch die meisten der 46 Direktmandate im Freistaat. Zumindest im Landkreis Ebersberg-Erding scheint dies recht deutlich der Fall zu sein.* Ersten Hochrechnungen zufolge gewinnt Andreas Lenz hier erneut das Mandat mit knapp über 41 Prozent der Erststimmen. Ebenso Alexander Dobrindt, der als Direktkandidat des Wahlkreises in Weilheim-Schongau/Garmisch-Partenkirchen* ins Rennen ging. Auch er knackt in beiden Landkreisen* die 40-Prozent-Marke.

Bundestagswahl: Verkehrsminister Scheuer äußert sich und äußert Kritik

Update von 19.31 Uhr: Auch Andreas Scheuer (CSU) hat sich mittlerweile geäußert. Er hätte sich zum Geburtstag vielleicht bessere Zahlen gewünscht, gab sich im BR aber gelassen: „Die Ergebnisse sind im ganz normalen Trend.“ In seinem eigenen Wahlkreis hätte es aber viele Stimmen für die AfD gegeben, das besorge den Verkehrsminister. Man hätte einen Wahlkampf „Alle gegen Einen“ gesehen, so Scheuer. Einige hätten es fair gestaltet, andere nicht, so eine Kritik. Der Verkehrsminister sprach auch über sich selbst: „Ich hatte 3 1/2 brutal harte Jahre und wurde auch von der Opposition ziemlich unsanft angepackt.“

Bundestagswahl 2021: Hochrechnung für Bayern da! Debakel für Söders CSU

Update von 19.05 Uhr: Nun ist auch die erste Hochrechnung für den Freistaat da. Nach Infratest-dimap-Zahlen des Bayerischen Rundfunks kommt die CSU auf 32,8 Prozent (minus sechs Prozent im Vergleich zu 2017). Die SPD erreicht 16,5, die Grünen kommen auf 13,7. Es folgen die AfD mit 10,9 und die FDP mit 10,7. Die Freien Wähler erreichen 6,1 Prozent, die Linke kommt auf 2,7.

CSUSPDGrüneAfDFDPFreie WählerLinkeAndere
Hochrechnung32,816,513,710,910,76,12,76,6

Mittlerweile hat auch Markus Söder reagiert und mögliche Folgen angedeutet: „Alle müssen raus aus ihrer Komfortzone. Es muss ein Bündnis der Vernunft sein“, sagte er mit Blick auf die Bundesregierung. Man sei bereit zu Gesprächen, sagte er in seinem ersten Statement - mit dem Ziel den „Führungsauftrag für die Union zu definieren“. Sein Wunsch sei es, dass Laschet Kanzler werde. Auch das CSU-Ergebnis in Bayern sprach er an: „Unser Ergebnis in Bayern gefällt uns nicht, ganz im Gegenteil.“ Es liege aber über dem Bundesdurchschnitt. Wichtig sei es außerdem gewesen in Bayern über 30 Prozent und bundesweit über 5 zu liegen.

Bundestagswahl: CSU fährt möglicherweise schlechtestes Ergebnis seit 1949 ein

Update von 18.43 Uhr: Alexander Dobrindt, Spitzenkandidat der CSU, hat sich im BR geäußert. "Es ist das erwartbare knappe Ergebnis", sagte er zur ersten Prognose der Bundestagswahl in Deutschland. "Wir werden sehen, welche Möglichkeiten sich daraus jetzt ergeben." Angesprochen auf die herben Verluste für die Union gab er zu: "Das Ergebnis ist eins, das man sich so nicht wünscht. Es ist ein Ergebnis, das stärker sein könnte und stärker sein sollte". Allerdings habe man in Bayern gezeigt, dass man deutlich über der Union insgesamt liege. Man habe vermutlich das stärkste Ergebnis einer Unionspartei in einem der Bundesländer eingefahren. Ein Seitenhieb auf die von Laschet angeführte CDU?

In der ARD hatte ein überzeugter CSU-Wähler noch vor der ersten Prognose erklärt, dass er in Bayern klar für die CSU sei. Bei dieser Wahl gehe es aber um Deutschland. Und in Deutschland sei Laschet der Kandidat „und mit diesem Mann kann ich mich einfach nicht anfreunden.“ Ist Laschet also möglicherweise ein Grund für die Verluste der CSU in Bayern? Immerhin stürzte die Partei von Markus Söder von 38,8 Prozent bei der Wahl 2017 auf - ersten Prognosen zufolge - 32,5 bei der aktuellen Bundestagswahl.

„Was das CSU-Ergebnis betrifft, so sind das natürlich Zahlen, die können in absoluter Höhe nicht zufriedenstellen“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume im BR. Schlechter abgeschnitten hatte die Partei lediglich bei der ersten Bundestagswahl 1949. Blume betonte jedoch, dass manche Umfrage im Vorfeld nun „eines Besseren belehrt“ worden sei. Ein Linksrutsch in Deutschland habe „in diesem Ausmaß“ nicht stattgefunden.

Bundestagswahl 2021: Prognose für Bayern da! Debakel für Söders CSU - dahinter wird‘s eng

Update von 18.12 Uhr: Die CSU von Ministerpräsident Söder muss einer ersten Prognose zufolge deutliche Verluste hinnehmen. Nach ersten Infratest-dimap-Zahlen des Bayerischen Rundfunks landet die CSU nur noch bei 33 Prozent. Das wäre das schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl seit 1949 - damals wurde mit 29,2 Prozent das bislang schlechteste Ergebnis der Geschichte erzielt. 2017 war die CSU - nach einem Absturz um mehr als zehn Prozentpunkte - auf 38,8 Prozent gekommen.

Erste Prognose zur Bundestagswahl: SPD kommt in Bayern auf 16,5 Prozent, Grüne auf 14 Prozent

Die SPD kann der BR-Prognose zufolge in Bayern mit 16,5 Prozent rechnen, die Grünen landen bei 14 Prozent. Die FDP erreicht laut der Prognose 11 Prozent, die AfD kommt auf 10 Prozent. Die Freien Wähler können den Zahlen von 18 Uhr zufolge mit 6 Prozent rechnen, die Linke mit 3 Prozent.

Im Freistaat waren rund 9,4 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl des neuen Deutschen Bundestages aufgerufen. Viele von ihnen hatten ihre Stimme auch schon vorab per Briefwahl abgegeben - laut BR-Zahlen zeichnete sich ein Briefwahl-Anteil von rund 62 Prozent ab.

Bundestagswahl: CSU muss Verlust von Direktmandaten fürchten

Die CSU muss erstmals seit Jahren den Verlust von Direktmandaten fürchten: Insbesondere in München und Nürnberg machen sich SPD und Grüne Hoffnungen, der CSU einen oder mehrere der insgesamt 46 Wahlkreise im Freistaat abzujagen. Bei der Bundestagswahl 2005 hatte die CSU letztmals nicht alle Direktmandate in Bayern holen können - damals war der Wahlkreis München-Nord an die SPD gegangen.

Die Ergebnisse von 2017 zum Vergleich: Die SPD war damals in Bayern auf 15,3 Prozent gekommen. Die Grünen holten 9,8 Prozent, die FDP erreichte 10,2 Prozent, die AfD 12,4 Prozent, die Linke 6,1 Prozent, und die Freien Wähler kamen auf 2,7 Prozent.

Bundestagswahl 2021: Prognose für Bayern da! Söders CSU droht Debakel - Aiwanger sorgt für Skandal

Update von 18 Uhr: Die Wahllokale in Bayern sind geschlossen. In einer ersten Prognose kommt die CSU von Parteichef Söder auf 33 Prozent, die SPD auf 16,5. Die Grünen liegen bei 14 Prozent, die FDP bei 11, die AfD bei 10. Die Freien Wähler von Parteichef Hubert Aiwanger kommen demnach auf 6 Prozent.

Für die CSU ist es das zweitschlechteste Ergebnis. 1949 erreichte die Partei 29,2 Prozent. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren kam die Partei noch auf 38,8 Prozent.

CSUSPDDie GrünenFDPAfDLinkeFreie Wähler
Prognose3316.514111036

Andere Parteien kommen auf sieben Prozent.

Update von 17.45 Uhr: Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Kurz darauf werden dann die ersten Hochrechnungen erhofft.

Update vom 17.19 Uhr: Bei der CSU-Wahlparty gibt es Prosecco-Aperol und Paulaner. Und sehr angespannte Gesichter, wie von dort übermittelt wird. Ein Ergebnis im Bund hinter der SPD und in Bayern unter 30 wäre ein Desaster - auch für die CSU. Hinter den Kulissen beraten im Moment CSU-Chef Markus Söder in Berlin und sein Generalsekretär Markus Blume in München über die Reaktionen nach 18 Uhr.

Bundestagswahl 2021 in Bayern: Aiwanger sorgt für Skandal - „Unglaublicher Fall von Wahlmanipulation“

Update von 16.35 Uhr: Hubert Aiwanger rief auf Twitter die Bayern auf, für die Freien Wähler zu stimmen. Dazu postete er Exit Polls (Forschungsgruppe Wahlen). Bei Exit Polls werden Leute am Wahltag zu ihrer Stimmabgabe befragt. Mittlerweile ist der Tweet gelöscht. Christian Deutschländer, Ressortleiter Politik beim Münchner Merkur, hat allerdings einen Screenshot gemacht. Als „eherne“ Regel gilt, dass Exit Polls erst veröffentlicht werden dürfen, wenn die Wahllokale geschlossen sind. Festgehalten ist das auch im Bundeswahlgesetz.* Die Rede ist von einer Ordnungswidrigkeit, die mit einer Strafe von bis zu 50.000 Euro belegt werden kann.

CSU-Generalsekretär Markus Blume griff Aiwanger mittlerweile scharf an und forderte Konsequenzen. „Hubert Aiwanger verbreitet vor 18 Uhr Prognoseergebnisse und verbindet sie mit einem Wahlaufruf“, schrieb Blume auf Twitter und fügte hinzu: „Ein unglaublicher Fall von Wahlmanipulation und Wählerbeeinflussung. Das ist zutiefst undemokratisch und muss Konsequenzen haben!“

Bundestagswahl läuft: In Bayern zeichnet sich womöglich höhere Wahlbeteiligung ab

Update von 15 Uhr: Noch drei Stunden können die Bayern im Rahmen der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben. In diesem Jahr zeichnet sich im Freistaat womöglich eine höhere Wahlbeteiligung ab. In München hatten bis 13 Uhr schon deutlich mehr als 60 Prozent ihre Stimme abgegeben. Der Anteil der Briefwähl ist schon mit eingerechnet. Zum Vergleich: Bei der letzten Bundestagswahl 2017 war ein ähnlicher Wert erst zwischen 15 und 16 Uhr erreicht worden.

Ähnlich sah es in Würzburg aus. Das Wahlamt der Stadt meldete bis 10 Uhr etwa 9 Prozent Beteiligung in den Wahllokalen - zusätzlich zu 54 Prozent Briefwählern. Damit lag die Beteiligung nach Angaben eines Sprechers dort insgesamt am Vormittag schon deutlich über 60 Prozent.

Bundestagswahl: Höhere Wahlbeteiligung in Nürnberg im Vergleich zur letzten Wahl vor vier Jahren

In der Frankenmetropole Nürnberg wählten bis 12 Uhr nach Angaben einer Sprecherin des Wahlamtes 31 Prozent - zwei Prozentpunkte mehr als 2017 um diese Zeit. In Nürnberg werden die Briefwahlstimmen - anders als in München und Würzburg - nach und nach „anteilig eingerechnet“, wie der Sprecher sagte.

Die Regensburger Wahllokale meldeten bis 12 Uhr eine Wahlbeteiligung von 12,6 Prozent, die Briefwähler mit eingerechnet waren es aber schon 62,6 Prozent. In Ingolstadt waren es um 10 Uhr 18,6 Prozent - ohne Briefwahl, wie ein Sprecher des dortigen Wahlamtes betonte.

In Augsburg waren es bei den Vor-Ort-Wählern bis 12 Uhr 25,4 Prozent - und damit weniger als 2017. Damals lag die Beteiligung bei 29,4 Prozent. Allerdings ist auch in Augsburg der Anteil der - zunächst noch nicht eingerechneten - Briefwähler sehr hoch. 79.000 der 187.000 Wahlberechtigten hätten dort die Briefwahl beantragt.

Bundestagswahl: Droht Söders CSU ein Negativ-Rekord?

Abgesehen vom bundesweiten Wahlergebnis wird im Freistaat mit Spannung erwartet, wie die CSU abschneidet. Umfragen hatten die Christsozialen zuletzt unter der 30-Prozent-Marke gesehen. Damit droht der CSU unter Parteichef Markus Söder ein Negativ-Rekord. Der bisherige Tiefstand lag bei 29,2 Prozent bei der Wahl 1949.

Bundestagswahl: Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber gibt Stimme ab

Update, 13.31 Uhr: Gut 40 Kilometer südlich von München, hat inzwischen auch das prominenteste Ehepaar Wolfratshausens gewählt: Dr. Edmund Stoiber und Frau Karin haben ihre Kreuze in der Grundschule gemacht. Ein gut gelaunter Ex-Ministerpräsident plauschte noch mit den Wahlhelfern und ließ sich für das Fernsehen interviewen, bevor er mit seiner Gattin nach Hause spazierte.

Update, 11.47 Uhr: Bereits jetzt zeigt sich: In der Bundestagswahl zeichnet sich in diesem Jahr in Bayerns größten Städten eine höhere Wahlbeteiligung ab. In der Landeshauptstadt München hatten bis 11 Uhr am Sonntagvormittag schon knapp 60 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben. Vor allem der Anteil der Briefwähler ist in der Landeshauptstadt besonders hoch. Zum Vergleich: Ein ähnlicher Wert war bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 erst gegen 14 Uhr erreicht.

Bundestagswahl in Bayern: Hohe Wahlbeteiligung - Neuer Rekord in München

In Nürnberg wählten bis 11 Uhr nach Angaben eines Sprechers des Wahlamtes 14,4 Prozent. Das sind gut zwei Prozentpunkte mehr als am Wahlsonntag 2017 um diese Zeit. In der Frankenmetropole werden die Briefwahlstimmen - anders als in München - nach und nach „anteilig eingerechnet“, wie der Sprecher erklärte.

Update, 11.03 Uhr: Auch Ministerpräsident Markus Söder hat in seiner Heimatstadt Nürnberg - an der Seite von Ehefrau Karin Baumüller - bereits seine Stimme für die Bundestagswahl abgegeben.

Bundestagswahl in Bayern: Söder wählt in Nürnberg - und rechnet mit knappem Ergebnis

Er sei angesichts des Wahlausgangs nicht nervös, aber etwas angespannt, äußerte sich der CSU-Chef im Wahllokal im Nürnberger Stadtteil Mögeldorf. „Es gibt schönere Tage“, fügte er hinzu. „Es gibt keinen schwierigeren Tag als den Wahltag, weil man wartet und wartet und wartet und hofft, irgendein gutes Signal zu bekommen“, betonte er.

Seine weiteren Pläne für den Sonntag hat Söder ebenfalls verraten: Er werde die Geburtstagsfeier von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) besuchen und dann nach Berlin fahren, beschrieb er seinen Tagesablauf. „Ich hoffe, dass Armin Laschet den Regierungsauftrag bekommt.“ Aber es werde sicher knapp und daher spannend.

Update, 9.24 Uhr: Im Freistaat sind heute rund 9,4 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl des neuen Deutschen Bundestages aufgerufen. Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen. Die Zweitstimme entscheidet über die Zusammensetzung des Bundestages. Mit der Erststimme wird in jedem der 46 Wahlkreise im Freistaat ein Direktkandidat gewählt.

Bundestagswahl in Bayern: Droht CSU unter Söder neuer Negativ-Rekord?

Abgesehen vom bundesweiten Wahlergebnis wird im Freistaat mit Spannung erwartet, wie die CSU am Ende abschneidet. Umfragen hatten die Christsozialen zuletzt unter der 30-Prozent-Marke gesehen. Konkret bedeutet das: Damit droht der CSU unter Parteichef Söder ein neuer Negativ-Rekord. Auch dass die Partei die 5-Prozent-Hürde verpasst, ist nicht ausgeschlossen.

Um es in den Bundestag zu schaffen, braucht eine Partei deutschlandweit mindestens 5 Prozent der Zweitstimmen. Falls die CSU diese Hürde nicht überspringt, kann ihr der Einzug in den Bundestag aber trotzdem gelingen: Dazu müsste sie mindestens drei Direktmandate gewinnen. Insofern besitzt diese Regelung ein Stück weit auch symbolischen Charakter. Bisheriger Tiefststand der CSU waren bis dato übrigens 29,2 Prozent bei der Wahl 1949.

Bundestagwahl in Bayern: Freie Wähler hoffen auf Einzug in Bundestag

Ebenfalls richtet sich am heutigen Sonntag der Blick auf die Freien Wähler mit ihrem Vorsitzenden Hubert Aiwanger. Die Partei hofft auf den erstmaligen Einzug in den Bundestag. Umfragen hatten sie jedoch in den vergangenen Wochen stets unter der Fünf-Prozent-Hürde gesehen. Mit einem satten Plus können bundesweit - und auch im Freistaat - vor allem die Grünen rechnen.

Die CSU muss erstmals seit Jahren auch den Verlust von Direktmandaten fürchten: Insbesondere in München und Nürnberg machen sich SPD und Grüne Hoffnungen, der CSU einen oder mehrere Wahlkreise abzujagen.

Bundestagswahl in Bayern: Alle Ergebnisse für den Freistaat auf Merkur.de

Wahlsonntag, 8.54 Uhr: Guten Morgen! Schon gewählt? Nein? Dann aber los. Wir begleiten Sie heute durch den Wahltag im Freistaat.

Ursprüngliche Meldung:

München - Der Tag der Bundestagswahl* ist gekommen. Am 26. September wählen die Bürger die Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Diese wiederum stimmen über den zukünftigen Bundeskanzler oder die zukünftige Bundeskanzlerin ab. Nach 16 Jahren an der Spitze tritt Angela Merkel* (CDU*) ab. Abgelöst wird sie entweder von Annalena Baerbock* (Bündnis 90/Die Grünen*), Olaf Scholz* (SPD*) oder Armin Laschet* (CDU).

Bundestagswahl 2021: Wahllokale schließen um 18 Uhr - Kurz darauf gibt es eine Prognose

Um 18 Uhr schließen am heutigen Sonntag die Wahllokale. Auf Merkur.de finden Sie dann eine erste deutschlandweite Prognose. Zeitgleich zählen freiwillige Wahlhelfer in jedem Wahlbüro die Stimmen. Zunächst werden die am Wahltag abgegebenen Stimmen gezählt, danach sind die der Briefwähler* an der Reihe. Lokale Ergebnisse gibt es auf Gemeindeebene und - sobald alle Gemeinden ausgezählt sind - auf Wahlkreisebene.

46 Wahlkreise liegen in Bayern, in welchen die jeweiligen Wahlberechtigten über eine Liste und einen Direktkandidaten abstimmen. Es wird demnach über 92 der regulär insgesamt 598 Bundestagsabgeordneten in Bayern entschieden. Dazu kommen die Überhangmandate.

Bundestagswahl: Söder warnt vor Rot-Rot-Grün - doch CSU mit schlechten Umfragewerten

Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder* warb kräftig für seine Partei und warnte kurz vor der Wahl auf Twitter: „Rot-Rot-Grün würde für Millionen Menschen in Bayern eine Verschlechterung der Lebenssituation bedeuten.“ Doch die CSU wies zuletzt schlechte Umfragewerte auf. Kürzlich rutschte die Partei im Freistaat sogar unter die 30-Prozent-Marke, im Juli lag sie noch bei 35 Prozent. Es bleibt also spannend.

Bundestagswahl: Wie wählen die Bayern? Alle Ergebnisse auf Merkur.de

Apropos Zahlen und Fakten: Alle News zum Thema finden Sie auf unserer großen Bundestagswahl-Themenseite. Und wenn Sie keine Bayern-spezifische News mehr verpassen wollen, abonnieren Sie am besten unseren Bayern-Newsletter, mit allen wichtigen Themen des Tages von Ihrer Merkur.de-Bayernredaktion.

Bundestagswahl: Wie wählt Bayern? Ergebnisse für Oberbayern, Nürnberg, Regensburg, Passau und Augsburg

Am Wahltag selbst und in den Tagen danach (nicht alle Ergebnisse werden bereits am Sonntagabend verfügbar sein) finden Sie alle regionalen Wahlergebnisse der Bundestagswahl in unserem Daten-Tool (siehe oben). Außerdem informieren wir Sie in rund 15 regionalen News-Tickern aus fast allen Landkreisen in Oberbayern sowie aus Nürnberg*, Regensburg*, Passau* und Augsburg* über die Entwicklungen am Wahltag und am Tag danach.

Weitere Zahlen und Daten zur Bundestagswahl 2021 finden Sie in unserer großen Bundestagswahl-Daten-Übersicht für Deutschland. Eine exakte Aufschlüsselung für München mit seinen Stadtteilen finden Sie hier. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

(Übrigens: Unser Nürnberg-Newsletter informiert Sie rund um die Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus der Franken-Metropole – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Nürnberg.)

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa/dpa-Bildfunk

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