War es Mord?

Bordellbetreiber erschlagen: Coburger Prozess wird neu aufgerollt

Coburg - Der gewaltsame Tod eines Coburger Bordellbetreibers muss neu verhandelt werden. Die Staatsanwaltschaft plädiert auf Mord.

 Anfang 2015 waren zwei Männer vom Landgericht wegen Totschlags verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte aber mit ihrer Revision Erfolg: Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Nun muss eine andere Schwurgerichtskammer des Coburger Gerichts den Fall erneut verhandeln. Wie ein Justizsprecher am Freitag mitteilte, beginnt der Prozess am 7. April. Ein Urteil wird im Mai erwartet.

Der Bordellbetreiber war Ende 2013 in seiner Wohnung totgeprügelt worden. Zwei Haupttäter wurden wegen Totschlags zu je dreizehneinhalb Jahren Haft verurteilt - die Staatsanwaltschaft hatte dagegen auf Mord plädiert. Nach Ermittlungen der Polizei hatten die beiden Täter im Auftrag der Freundin des Opfers und deren Noch-Ehemanns gehandelt. Die beiden Anstifter wurden zu je sieben Jahre Gefängnis verurteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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