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Bayern: Gastronom veranstaltet Imbiss und Glühweinverkauf - ohne jegliche Corona-Regel

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Von: Thomas Eldersch

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Ein Augsburger Gastronom betreibt auf seiner Terrasse einen Glühweinverkauf mit Imbissbetrieb ohne Maskenpflicht und 2G.
Ein Augsburger Gastronom betreibt auf seiner Terrasse einen Glühweinverkauf mit Imbissbetrieb ohne Maskenpflicht und 2G. © Barbara Gindl/dpa/Symbolbild

Glühwein in gemütlicher Runde trotz Weihnachtsmarkt-Verbot. Ein Wirt in Augsburg bietet das an - aber ohne 2G und anderer Regeln. Das rief sogar die Polizei auf den Plan.

Augsburg - Seit knapp einer Woche gilt in Bayern die Regel, dass in der Gastronomie nur noch 2G erlaubt ist. Also nur noch Geimpfte und Genesene dürfen ins Restaurant. Im Freien gestaltet sich die Lage anscheinend etwas schwieriger. Dies nutzte jetzt ein Gastronom in Augsburg* aus. Der als „Corona-Rebell“ bekannte Wirt, Bernhard Spielberger, veranstaltete auf der Terrasse seines Restaurants einen Imbiss samt Glühweinverkauf. Dabei verzichtete er bewusst auf die gängigen Corona-Regeln.

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Augsburger Wirt betreibt Glühwein-Verkauf - bis zu 500 Gäste vor Ort

Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, herrschte vor dem Restaurant Palladio im Augsburger Stadtteil Kriegshaber am Wochenende reges Treiben. Es ging wohl recht eng zu, heißt es. Rund 500 Gäste sollen allein am Freitagabend vor Ort gewesen sein. Und Spielberger empfing ausdrücklich jeden, der kommen wollte. Auf seiner Einladung hieß es, dass Ungeimpfte und Geimpfte gleichermaßen willkommen seien. Auf 2G, Maskenpflicht oder Abstandsregel wurde auf der Terrasse verzichtet. Das rief sogar die Polizei* auf den Plan. Die rückte mit drei Mannschaftsbussen an, musste aber unverrichteter Dinge abziehen, weil es wohl keine Rechtsgrundlage gebe, den Betrieb einzuschränken, heißt es bei der Tageszeitung weiter.

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Wirt Spielberger fiel in Vergangenheit besonders damit auf, dass er Maßnahmen der Staats- und Stadtregierung häufig als sinnlos erachtete und gegen sie gerichtlich vorging. „Ich bin kein Corona-Leugner“, sagt er selbst über sich. Das wäre auch schwer möglich, da er selbst schon mit dem Virus infiziert war. Seitdem gilt er als Genesen. Nun wurde eine Klage von ihm eingestellt, in der er gegen den Statusverlust als Genesener nach sechs Monaten vorgehen wollte. Er selbst lasse sich regelmäßig testen und habe noch genug Antikörper. Bei Geimpften werde das nicht kontrolliert, so die Augsburger Allgemeine weiter.

Augsburger Wirt will auch bei einem Lockdown weiter machen

Der aufmüpfige Gastronom verteidigt derweil seine Aktion weiter. Weil die Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, wollte er den Menschen einen Ersatz anbieten. „Man kann endlich mal über andere Dinge wie Corona* reden und sieht sich auch wieder gegenseitig ins Gesicht“, sagt der Wirt der Augsburger Allgemeinen. Er finde auch, dass es so gut wie kein Risiko im Freien gibt, obwohl bewiesen ist, dass Menschen sich auch im Freien im dichten Gedränge durch Tröpfcheninfektion anstecken können.

Spielberger wolle auch weiter machen, sollte Augsburg zu einem Corona-Hotspot werden und eine Inzidenz über 1000 erreichen (Stand am 29. November, 544,6). Dann müssten gastronomische Betriebe komplett schließen. Nur ein To-go-Verkauf wäre noch zulässig. Für den Wirt kein Problem. Dann dürften sich die Menschen eben zum Verzehr auf einer benachbarten Wiese treffen. Diese gehört Spielberger auch. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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