„Am besten noch im Mai“

Vor Impf-Gipfel mit Kanzlerin Merkel: Söder prescht vor - und äußert Forderungen

Markus Söder vor dem CSU-Logo
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Markus Söder will Corona-Impfungen für alle freigeben.

Am Montag findet ein Impf-Gipfel mit Kanzlerin Merkel und den Länderchefs statt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußert in Bezug auf Corona-Impfungen schon vorab eine Forderung.

München - Markus Söder* drückt aufs Gas. Vor dem Impf-Gipfel der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel* am Montag (26. April), forderte er, Impfungen* gegen das Coronavirus* für alle freizugeben.

Vor Impf-Gipfel mit Merkel - Söder mit klarer Forderung: „Wir müssen die starre Priorisierung schneller auflösen“

Der Bild am Sonntag sagte Bayerns Ministerpräsident: „Wir müssen die starre Priorisierung schneller auflösen. Nach dem Abarbeiten von bereits vereinbarten Impfterminen* sollten alle Impfstoffe für jeden komplett freigegeben werden. Das sollte am besten noch im Mai erfolgen.“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU*) hatte bereits letzte Woche erklärt, dass frühestens im Juni die Priorisierung aufgehoben werden könne, „aber nicht Anfang des Monats.“

CSU*-Chef Söder will jetzt sogar Jugendliche impfen lassen. Der Bild am Sonntag sagte er: „Wir sollten bei ausreichendem Impfstoff auch Schüler ab 16 Jahren vermehrt impfen. Gerade hier ist die Inzidenz* am höchsten.“ Beim Impfen sollten sie behandelt werden wie Erwachsene. Für Kinder brauche es außerdem rasch einen Impfstoff, denn dann könne man auch in Schulen und Kitas impfen.

Corona in Deutschland: Spahn zur Aufhebung der Impfpriorisierung im Juni

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Impf-Gipfel mit Merkel und den Ministerpräsidenten: Wird es Erleichterungen geben?

Beim Impf-Gipfel am Montag geht es auch um die Rechte für Geimpfte. Gibt es für sie Erleichterungen? Bekommen Sie ihre Grundrechte zurück? In einem Eckpunktepapier, das am Samstag an die Öffentlichkeit gelangte, heißt es: „Für vollständig gegen Covid-19 Geimpfte und für Genesene soll es nach Auffassung der Bundesregierung gewisse Ausnahmen von den geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen geben.“

Menschen, die geimpft oder genesen seien, sollten in Bezug auf Einreiseregelungen, Zugang zu Ladengeschäften und bestimmten Dienstleistungen Ausnahmen eingeräumt werden, heißt es in dem Papier weiter. Jedoch würden Abstandsregeln und Maskenpflicht auch weiter für sie gelten. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD*) unterstützt diesen Vorschlag. Sie sagte dem Handelsblatt: „Wenn feststeht, dass eine Impfung* nicht nur vor einer Erkrankung schützt, sondern auch die weitere Übertragung des Virus verhindern kann, muss das bei den Maßnahmen berücksichtigt werden.“ Dies sei kein Privileg für Geimpfte, sondern ein Gebot der Verfassung.

Corona in Bayern: Söder fordert Impf-Turbo und Perspektive für Jüngere

Geimpfte und Genesene sollen laut Bild dieselben Rechte bekommen, die auch für Getestete (PCR-Test) gelten - allerdings nur, wenn die Inzidenz es zulässt. Gesonderte Öffnungen von Läden, Theatern, Kinos, Restaurants oder Schwimmbädern wird es also auch für Geimpfte vorerst nicht geben, wie es in dem Bericht weiter heißt.

Söder erklärte immer wieder, dass das Impfen in Deutschland zu langsam vorangeht. In einem Interview mit Antenne Bayern Anfang März sagte er: „Wir können nicht den Menschen sagen, bis Mitte oder Ende des Jahres kann jeder geimpft werden. Das muss in den nächsten zwei bis drei Monaten massiv verbessert werden.“ Der CSU-Chef forderte schon damals eine Abkehr von der starren Impf-Reihenfolge, sobald mehr Impfstoff da sei. „Wir müssen dann – neben den Älteren – auch den Jüngeren eine Perspektive geben. Für sie ist es eine sehr belastende Situation und deshalb brauchen auch sie ein Angebot.“ Das Impfen solle nicht nach starren Kategorien, sondern flexibel nach Infektionsgeschehen und ärztlichem Ermessen ablaufen. (kam)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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