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Bayerischer Betrieb zahlt Mitarbeitern ungewöhnlich hohe Prämie – wenn sie sich gegen Corona impfen lassen

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Von: Katarina Amtmann

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Impfung
Ein bayerischer Betrieb zahlt den Mitarbeitern 500 Euro, wenn sie sich gegen Corona impfen lassen (Symbolbild). © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Die Impfkampagne in Deutschland ist ins Stocken geraten. Ein Betrieb aus Bayern bietet seinen Mitarbeitern nun eine hohe Prämie, wenn sie sich gegen Corona impfen lassen.

Waldstetten - Die Corona*-Impfkampagne ist in Deutschland ins Stocken gekommen. Der Chef der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, rief deshalb erneut zur Corona-Impfung* auf. „Nehmen Sie Ihre Rechte in unserer Gesellschaft und Demokratie so wahr, dass sie nicht zu einer Gefahr für andere werden“, so sein Appell. Immer wieder gibt es aufgrund des langsameren Impftempos besondere Aktionen - beispielsweise in Regensburg. Impfwillige können sich dort kommendes Wochenende bei einer Sonderimpfaktion auf einen Burger des Sternekochs Anton Schmaus freuen. Er sponsert rund 400 Burger.

Bayerischer Betrieb bietet Mitarbeitern hohe Prämie - wenn sie sich gegen Corona impfen lassen

In Schwaben erhalten Mitarbeiter einer Chemiefabrik 500 Euro Prämie, wenn sie sich gegen Corona* impfen lassen. Die Chemische Fabrik Karl Bucher in Waldstetten (Landkreis Günzburg*) will mit der Aktion vor allem Mitarbeiter zur Impfung* motivieren, die bisher unentschlossen waren.

Da sich die Politik bei einem so sensiblen Thema schwer tue, habe sich das Unternehmen zu dem Angebot entschieden, sagte Geschäftsführer Stefan Bucher am Mittwoch. Es reiche nicht, wenn sich die Wirtschaft mit Forderungen an die Politik bemerkbar mache. Zunächst hatte die Augsburger Allgemeine über die Prämie berichtet.

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Impfprämie: Bayerischer Betrieb bietet Mitarbeitern 500 Euro für Corona-Impfung

In Deutschland sind Impfprämien für Mitarbeiter noch relativ unüblich. In anderen Staaten wie beispielsweise den USA werden solche Zahlungen eher angeboten. Vereinzelt haben zwar auch Unternehmen in der Bundesrepublik bereits Impfprämien angekündigt, die 500 Euro der schwäbischen Chemiefabrik sind allerdings ungewöhnlich hoch.

Durch den Betrag von 500 Euro solle ein hoher Anreiz geschaffen werden, dass sich nicht geimpfte Beschäftigte mit dem Thema fachlich befassen oder auch ärztliche Beratung in Anspruch nehmen. Das erklärte der Chef des Familienunternehmens, das rund 130 Mitarbeiter hat, weiter. „Die Impfprämie sehen wir nicht nur als gute Investition in die Gesundheit unserer Mitarbeiter, sondern auch in eine Risikominimierung zur Aufrechterhaltung der Produktionsfähigkeit.“ Eine Infektionsquelle innerhalb des Betriebs könne für Tage und Wochen zu stillstehenden Anlagen führen. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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