News-Ticker für die Frankenmetropole

Corona in Nürnberg: Inzidenz überschreitet nächste Grenze - Testpflicht in Schulen und Einzelhandel

Söder beschließt neue Corona-Regelungen für Schulen und Einzelhandel. Nürnbergs Inzidenz überschreitet 200er-Marke. Alle News der Frankenmetropole im Ticker.

  • Nürnberger Sieben-Tage-Inzidenz übersteigt 200er-Marke (Update vom 12. April, 10.15 Uhr)
  • Neue Corona-Regelungen in Bayern gelten nach den Osterferien - Testpflicht an Schulen und im Einzelhandel (Update vom 12. April, 10.05 Uhr)
  • Nürnberg erweitert Testangebot - Neue Schnelltestzentren eröffnen am 12. April. (Update vom 9. April, 12.35 Uhr)
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Update vom 12. April, 10.15 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nürnberg* ist am Wochenende weiter gestiegen und überschreitet erstmals seit Monaten die 200er-Marke. Laut RKI liegt der Wert am 12. April bei 206,4. In den letzten 24-Stunden haben sich 166 Personen neu mit dem Coronavirus infiziert. Die Stadt Nürnberg meldet einen leichten Rückgang der Patienten auf den Intensiv- und Normalstationen. Auf den Intensivstationen befinden sich 42 Corona-Patienten und auf den Normalstationen der Nürnberger Krankenhäuser werden 99 Infizierte behandelt.

Neue Corona-Regelungen in Bayern gelten nach den Osterferien

Update vom 12. April, 10.05 Uhr: Seit heute (12. April) gelten neue Corona-Regelungen in Bayern. Ministerpräsident Markus Söder* (CSU) stellte auf einer Pressekonferenz klar, alle Lockerungen und Modell-Projekte in Bayern werden erst einmal bis Ende April auf Eis gelegt. Mögliche Lockerungen sind bis zum 26. April ausgesetzt. Einige Regelungen haben sich dennoch nach den zwei Oster-Wochen in Bayern geändert. Die neuen Regeln betreffen zum Beispiel den Einzelhandel. Inzidenzunabhängig dürfen in Bayern nur noch etwa der Lebensmittelhandel und Drogerien öffnen. Blumenläden, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte und Buchhandlungen werden künftig wie alle anderen Geschäfte inzidenzabhängig gehandhabt.

Das bedeutet: Zwischen einer Inzidenz von 50 und 100 bleibt es bei Click & Meet ohne Test. Zwischen 100 und 200 dürfen Geschäfte Click & Meet anbieten, jedoch nur mit negativem Corona-Test*. Auch in Schulen gilt nun eine Testpflicht für alle Schüler und Lehrer, die in den Präsenzunterricht gehen - unabhängig vom jeweiligen Inzidenzwert. Bislang galt eine Testpflicht nur in Regionen mit einer Inzidenz von über 100. Wer den Test verweigert oder in Quarantäne muss, erhält Distanzunterricht. So läuft der Betrieb an Nürnberger Schulen nach Ostern ab.

Corona in Nürnberg: Inzidenzwert steigt wieder an

Update vom 9. April, 12.45 Uhr: Der Inzidenzwert in Nürnberg ist im Vergleich zum Vortrag wieder etwas gestiegen. Laut RKI liegt der Wert heute bei 162,2. Die Zahl der Neuinfektionen in den letzten 24-Stunden liegt bei 216. Drei Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Eine Erstimpfung bekamen 2261 Personen. Somit kommt Nürnberg auf eine Gesamtzahl von 97.486 Geimpften, wie die Stadt auf ihrer Homepage mitteilt.

Nürnberg erweitert Testangebot - Neue Schnelltestzentren eröffnen am 12. April

Update vom 9. April, 12.45 Uhr: Die Stadt Nürnberg erweitert ihr Testangebot um zwei Schnelltestzentren in der Stadt. Weitere Zentren in Röthenbach und Langwasser sollen folgen. Auch die Öffnungszeiten werden im Kampf gegen die Corona*-Pandemie ausgeweitet, wie die Stadt in einer Mitteilung bekannt gab. Zudem seien ab Freitag (9. April) auch Online-Terminreservierungen möglich sowie eine digitale Übermittlung der Testergebnisse. „Unser bisher schon umfangreiches Angebot wird ausgebaut, sodass sich viele Menschen ganz unkompliziert auf Covid-19 testen lassen können. Ich hoffe, viele Nürnbergerinnen und Nürnberger machen von dieser Möglichkeit Gebrauch“, so Oberbürgermeister Marcus König.

Ab Montag (12. April) können sich die Nürnberger:innen in zwei neuen Schnelltestzentren auf das Coronavirus testen lassen. Einmal im städtischen Schnelltestzentrum im City Point, das Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr geöffnet hat. Es ersetzt das bislang betriebene Schnelltestzentrum im Baumeisterhaus, das am 9. April das letzte Mal geöffnet hat. Ein neues Schnelltestzentrum gibt es auch im Nachbarschaftshaus Gostenhof, in der Adam-Klein-Straße 6. Dort kann man sich Montag bis Samstag von 12 bis 20 Uhr testen lassen.

Sprunghaftes Verhalten des Inzidenzwertes in Nürnberg - Wert sinkt enorm

Update vom 8. April, 9.35 Uhr: Nürnbergs Inzidenzwert hat wieder einen enormen Sprung gemacht. Diesmal nach unten. Laut Robert-Koch-Institut* (RKI) sank der Wert um fast 30 Punkte im Vergleich zum Vortrag. Er liegt heute bei 151,1. Die Werte sind wegen der Osterfeiertage immer noch mit Vorsicht zu genießen. Die versetze Übermittlung der Daten an die Gesundheitsämter kann einer der Gründe für das sprunghafte Verhalten des Wertes sein. In den letzen 24-Stunden haben sich 111 Personen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit kommt Nürnberg auf eine Gesamtzahl von 27.836. Trotz der hohen Impfdosen-Lieferung werde aktuell weniger geimpft als noch in der vergangenen Woche. Im Vergleich zum Vortrag bekamen 966 Personen eine Erstimpfung und 364 ihre Zweitimpfung.

Corona in Nürnberg: Stadt Nürnberg erhält so viele Impfdosen wie nie zuvor

Update vom 7. April, 15.55 Uhr: Die Stadt Nürnberg gab in einer Pressemitteilung Informationen zu den Schutzimpfungen gegen das Coronavirus bekannt. Am heutigen Mittwoch (7. April) habe die Stadt, für die Verimpfung binnen einer Woche, insgesamt 18.000 Impfdosen erhalten. Das sei so viel Impfstoff wie nie zuvor. Davon sind 12.000 Impfdosen von BionTech/Pfizer*, 2400 Dosen von Moderna/Lonza sowie 3500 Impfdosen vom Hersteller Astrazeneca*. Es seien vor allem noch über tausend nicht gebuchte Impftermine mit dem Vakzin von Astrazeneca im Stadtgebiet Nürnberg über das Bayerische Impfportal verfügbar.

Es werde dringend darum gebeten, Impftermine im persönlichen BayIMCO-Profil zeitnah zu buchen, wenn sie angeboten werden. Die Software des Bayerischen Impfportals sei inzwischen so weit angepasst worden, dass ab sofort eine Auswahl zwischen dem Impfzentrum in der NürnbergMesse Halle 3C, dem City-Point in der Innenstadt, sowie der alten Kfz-Zulassung in Großreuth erfolgen kann. Zudem wird überlegt, die dezentralen Schutzimpfungen in Katzwang im ARSV-Sportzentrum fortzusetzen. Auch die Hausärzten werden ab sofort die Bayerische Impfstrategie ergänzen.

Patienten-Anstieg auf Nürnberger Intensivstationen - Ist die britische Mutation Schuld?

Update vom 7. April, 15.05 Uhr: Laut nordbayern.de sind die Ärzte am Klinikum Nürnberg besorgt, da in den vergangenen zwei Wochen die Zahl der Corona-Patienten dort um ein Viertel gestiegen ist. Der Vorstandsvorsitzende Achim Jockwig ist in Sorge. „Wir befürchten nach einem Jahr Corona eine gewisse Müdigkeit der Menschen beim Einhalten der Hygieneregeln“, sagt er gegenüber nordbayern.de. Er will die Leute ermahnen, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei und sie nichts sei „was nur Alte betrifft“. Das Alter der Corona-Infizierten auf den Intensivstationen werde immer niedriger, davor hatten die Mediziner in Nürnberg schon vor zwei Wochen gewarnt.

Vor allem die Corona-Mutationen bereiten den Ärzten weiterhin große Sorgen. Die aggressive britische Variante breite sich rasend schnell aus, wie der Leiter des Instituts für Klinikhygiene Jörg Steinmann nordbayern.de erklärt. Mitte März waren es noch 30 Prozent der im Krankenhaus liegenden Patienten gewesen, die sich mit der britischen Virusvariante B.1.1.7 infiziert haben. „Aber seit zwei Wochen sind wir bei über 90 Prozent.“ Immerhin seien rund 5000 von 7000 Mitarbeitern des Klinikums inzwischen geimpft. Das sei auch nötig, so Steinmann.

Corona in Nürnberg: Inzidenzwert stieg nach den Osterfeiertagen wieder deutlich an

Update vom 7. April, 9.35 Uhr: Über die Feiertage sank der Inzidenzwert der Stadt Nürnberg um 26 Punkte. Das Robert-Koch-Institut* (RKI) warnte jedoch vor einer Interpretation dieser Werte, da über die Feiertage weniger Corona-Fälle gemeldet würden. Heute (7. April) liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 182,3. Das sind 16 Punkte mehr als noch am Vortrag. 170 Personen haben sich neu mit dem Coronavirus infiziert. Eine Person ist im Zusammenhang mit dem Virus in den letzten 24-Stunden verstorben. Nürnberg kommt somit auf eine Gesamtzahl von 857 Toten. Laut den Angaben der Stadt auf ihrer Homepage sind fünf Infizierte mehr auf Intensivstationen gekommen. Somit befinden sich 42 Patienten momentan auf Intensivstationen und 103 Corona-Patienten auf Normalstationen in den Nürnberger Krankenhäusern.

Inzidenz sinkt über Ostern - RKI warnt vor Interpretation der Fallzahlen über die Feiertage

Erstmeldung vom 6. April: Nürnberg - Da die Sieben-Tage-Inzidenz* der Stadt seit über drei Wochen konstant weit über 100 liegt, gelten seit dem 16. März in Nürnberg die verschärften Corona-Regeln. Seit den Osterfeiertagen befindet sich der Inzidenzwert erstmals wieder auf einem Abwärtskurs. In den letzten Tagen ist der Wert von 192,9 (Stand RKI: 3. April) auf den heutigen Wert von 166,5 (Stand RKI: 6. April) gesunken. Neu infiziert haben sich in den letzten 24 Stunden 100 Personen.

Allerdings gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) einen wichtigen Hinweis: „Rund um die Osterfeiertage ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.Es bleibt also abzuwarten, wie sich der Inzidenzwert entwickelt, sobald nach den Feiertagen alle Daten übermittelt werden konnten.

Corona in Nürnberg: Querdenker-Demo bei Graupelschauer beschäftigt Polizei

Wie jeden Montag demonstrierten auch gestern (5. April) wieder zahlreiche Anhänger der Querdenker-Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen - trotz Feiertag und ungemütlichen Wetter. Laut nordbayern.de waren es zunächst 100 Teilnehmer, die sich auf dem Jakobsplatz trafen. Im Laufe des Umzugs stieg die Zahl der Demonstranten auf 250 an.

Mit Trommelwirbel, Ratschen und lauten Tröten wollten die Aktivisten auf sich aufmerksam machen. Die Polizei Mittelfranken* zeigte sich mit Einsatzkräften von einer USK-Einheit bis zu Verkehrspolizisten auf Motorrädern gut gerüstet, wie nordbayern.de berichtet. Auch Beobachter des Staatsschutz und der Stadtverwaltung waren vertreten. Mehrmals wiesen die Polizeibeamten auf die Einhaltung der Mindestabstände und die Maskenpflicht hin. Größere Verkehrsprobleme gab es laut Polizei nicht. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte

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