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Chef feiert runden Geburtstag: Polizei löst Firmenfeier mit 20 Menschen auf - Gastgeber nur „mäßig einsichtig“

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Von: Katarina Amtmann

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In Nürnberg wurde eine Firmenfeier von der Polizei aufgelöst. (Archivbild) © Peter Endig/dpa/dpa-Bildfunk

In Nürnberg löste die Polizei eine unerlaubte Firmenfeier auf, der Chef hatte runden Geburtstag. Coronabedingt sind solche Treffen allerdings nicht erlaubt.

Nürnberg - Am Mittwochnachmittag (27. Januar) löste die Nürnberger Polizei* eine größere unerlaubte Firmenfeier in Nürnberg*-Langwasser auf. Der Veranstalter und die Gäste müssen nun mit empfindlichen Bußgeldern rechnen, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund der Corona*-Krise sind solche Feiern derzeit nicht erlaubt.

Trotz Corona-Lockdown: Nürnberger Firmenchef feiert runden Geburtstag - keiner trägt Maske

Nach einer anonymen Mitteilung auf eine unerlaubte Firmenveranstaltung fuhren zunächst Zivilkräfte gegen 14 Uhr die genannte Adresse in der Thomas-Mann-Straße an. „Bereits von außen ergaben sich Anhaltspunkte darauf, dass offensichtlich Vorbereitungen für eine Feier getroffen wurden. Beispielsweise standen diverse Getränkeflaschen auf dem Fensterbrett; Warmhaltebehälter für Speisen standen bereit“, wie die Polizei mitteilte.

Nach Betreten des frei zugänglichen Firmenanwesens stellten die Beamten in der Küche circa 20 Personen fest. Der Firmeninhaber, der einen runden Geburtstag feierte, war ebenfalls anwesend. Keine der anwesenden Personen trug zu diesem Zeitpunkt eine Mund-Nase-Bedeckung. Ein Buffet war vorbereitet, diverse alkoholische Getränke sowie ein Geschenketisch bekräftigen den Eindruck einer Geburtstagsfeier.

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Nürnberg: Geburtstagsfeier trotz Corona-Lockdown - Gäste und Veranstalter nur „mäßig einsichtig“

Die Identität der anwesenden Personen wurde festgestellt, „weiterhin wurden sie auf die geltenden rechtlichen Bestimmungen gemäß dem Infektionsschutzgesetz hingewiesen und als Betroffene im Ordnungswidrigkeitenverfahren belehrt“, heißt es. Die angetroffenen Personen und insbesondere der Veranstalter der Party zeigten sich der Polizei gegenüber nur „mäßig einsichtig“, wie die Beamten mitteilten.

„Gegen den Veranstalter und die angetroffenen 20 Personen in der Küche wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Die Regelsätze nach dem Bußgeldkatalog sehen hier 5000 Euro für den Veranstalter und 500 Euro für die jeweiligen Teilnehmer vor“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. (kam) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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