Inzidenz eigentlich noch höher

Zu viele Corona-Neuinfektionen: Gesundheitsamt in Nürnberg kommt nicht hinterher

Corona-Tests
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Immer mehr Menschen infizieren sich momentan in Nürnberg mit dem Coronavirus. (Symbolbild)

Die Inzidenzen in Bayern steigen. In Nürnberg kommt das Gesundheitsamt nicht mit der Bearbeitung der Fälle hinterher. Das wirkt sich auch auf die Betroffenen aus.

Nürnberg - Innerhalb von knapp zwei Wochen hat sich die 7-Tage-Inzidenz* in der Frankenmetropole beinahe verdoppelt. Am 18. Oktober wies sie einen Wert von 129,2 auf, am Freitag (29. Oktober) lag sie schon bei 223,8. Aufgrund des sprunghaften Anstiegs von Corona*-Neuinfektionen kommt die Stadt Nürnberg* derzeit mit der Bearbeitung nicht hinterher. Mehrere Hundert Fälle seien noch nicht vom Gesundheitsamt registriert, teilte die Stadt am Sonntag (31. Oktober) mit. Es komme daher zu Verzögerungen bei der Kontaktaufnahme mit den Betroffenen.

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Corona-Lage in Nürnberg: RKI-Fallzahlen bilden nicht die reale Situation ab

Dies habe auch Auswirkungen auf die Fallzahlen, die an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gemeldet wurden. Diese bilden die Basis für die veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts* (RKI). Die auf Nürnberg bezogenen Meldungen des RKI würden daher an den kommenden Tagen nicht die reale Situation abbilden, sondern deutlich unter den eigentlichen Zahlen liegen, hieß es.

Das Gesundheitsamt hat daher das Team, welches die Meldungen bearbeitet, bereits kurzfristig soweit wie möglich verstärkt. Dennoch verzögere sich die Kontaktaufnahme zu infizierten Personen aktuell.

Corona-Neuinfizierte sollen Kontaktpersonen selbst informieren

Positiv Getestete sollen sich unverzüglich selbst in Isolation begeben, heißt es in der Mitteilung weiter. „Die Infizierten werden gebeten, Personen, zu denen sie in den letzten beiden Tagen engen Kontakt hatten, selbst zu informieren.“ Enge Kontaktpersonen müssten sich ebenfalls in Quarantäne begeben. Die Dauer beträgt momentan zehn Tage. Wenn nach sieben Tage jedoch keine Symptome aufgetreten sind und man einen negativen Antigentest vorweisen kann, dürfen Betroffene die Quarantäne verkürzen. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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