Corona im Freistaat

Söder-Minister verrät: Bayern ändert Impf-Zeitraum bedeutend

Klaus Holetschek neben Markus Söder
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Gesundheitsminister Holetschek verkündete eine Impf-Anpassung in Bayern. (Archivbild)

Klaus Holetschek verriet, dass der Corona-Impf-Zeitraum in Bayern bedeutend geändert wurde. Schon seit Wochen setzt der Freistaat dies um.

München - Um schneller mehr Menschen gegen das Coronavirus* impfen zu können, setzt der Freistaat auf einen größeren Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung. Bereits seit drei Wochen, also seit dem 12. März, setze Bayern die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zum Abstand zwischen den Impfungen* um, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek der Augsburger Allgemeinen (Dienstagsausgabe) sagte. Bei Impfungen* mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer* und Moderna* betrage der Abstand nunmehr sechs Wochen, bei Astrazeneca* zwölf Wochen.

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte im Gespräch mit Merkur.de letzte Woche mit Blick auf die Impfintervalle gesagt: „Zum einen unbedingt die Erstimpfungen vorziehen und zum anderen prüfen, ob wir das Impfintervall zwischen Erstimpfung und Zweitimpfung beim Biontech-Impfstoff* weiter ausdehnen können.“

Corona-Impfungen in Bayern: Reserve wird deutlich reduziert

Mit einem größeren Abstand zwischen den Impfungen* verzichtet der Freistaat auch weitgehend auf eine Zurückstellung von Impfdosen für die Zweitimpfung. „Wir haben beim Impfgipfel unter anderem auch beschlossen, die Reserve an Impfstoff für Astrazeneca aufzuheben und für Biontech auf 10.000 Impfdosen zu reduzieren“, sagte der CSU*-Politiker der Augsburger Allgemeinen weiter. „Damit haben wir kurzfristig rund 50.000 Impfdosen zur Verfügung, die wir bei Bedarf einsetzen können.“

Holetschek betonte gegenüber der Zeitung aber den hohen Stellenwert der Zweitimpfungen in Bayern: „Wir werden alles dafür tun, dass jeder fristgerecht seine Zweitimpfung bekommt.“

Schneller impfen: Lauterbach fordert Strategiewechsel der Stiko

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Holetschek zu Astrazeneca-Impfstoff: „Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen“

Bayerns Gesundheitsminister zeigte sich mit Blick auf die ausstehenden Zweitimpfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca zufrieden über das „rasche Handeln der Impfkommission.“ Holetschek betonte im Interview mit der Augsburger Allgemeinen, dass es ihm wichtig gewesen sei, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen, „um verlorenes Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen.“ Gemeinsam mit Ärzten, Apothekern, Betriebsärzten und Verbänden solle der Freistaat beim Impfen* nun noch schneller und besser werden, heißt es. (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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