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Schulstart in Bayern: Masken, Sport- und Musikunterricht - Alle Corona-Regeln für Schüler, Eltern und Lehrer

Ein Schüler meldet sich mit Zeigefinger im Unterricht. Die Lehrerin steht mit dem Blick zu Tafel und schreibt.
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Schulstart in Bayern: Nach den Sommerferien startet für alle Schüler in Bayern der Unterricht - doch es gibt Regeln (Symbolfoto).

Es geht wieder los! In Bayern startet nach den Sommerferien wieder der Unterricht. Erstmals seit sechs Monaten werden wieder alle Schüler in Bayern im Klassenzimmer sitzen. Das sind die Regeln für das neue Schuljahr.

  • In Bayern sind die Sommerferien 2020 vorbei, das neue Schuljahr geht los und das in Corona*-Zeiten.
  • Für 1,64 Millionen Kinder in Bayern startet am Dienstag (8. September) trotz Corona-Pandemie wieder der Unterricht. Dieses Jahr sind 115.300 Abc-Schützen dabei.
  • Alle Infos zum Unterricht - alle Regeln für Schüler, Eltern und Lehrer zum Schulstart in Bayern finden Sie hier.
  • Hier bieten Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Bayern*

Update vom 11. September: Das neue Schuljahr in Bayern hat gerade erst begonnen - doch die Zahlen der Lehrer und Schüler, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, sind nach der ersten Schulwoche bereits hoch.

Schulstart in Bayern: Masken, Sport- und Musikunterricht - Alle Corona-Regeln für Schüler, Eltern und Lehrer

München - Ein Wahnsinn für Kinder, Eltern und Lehrer: Das vergangene Schuljahr hat allen extrem viel abverlangt! Am Freitag, dem 13. März, fand der letzte Schultag mit normalem Unterricht statt. Ab dann war nichts mehr wie vorher. Wochenlang „Lernen zu Hause“, dann nach und nach endlich wieder Schule – aber nur tage- oder wochenweise oder nur zwei Stunden am Tag. Ab Dienstag aber starten die Schüler endlich wieder durch! Für 1,65 Millionen Kinder in Bayern (162.500 in München) beginnt der Unterricht, 115.300 Abc-Schützen sind es heuer (11.450 in München). Wir haben die Regeln für den Start zusammengefasst

Das gilt für die Schüler zum Schulstart 2020/2021

  • Das neue Schuljahr beginnt im Regelbetrieb. Alle Kinder werden an der Schule unterrichtet, es gibt Ganztagesangebote und Mittagsbetreuung – sogar Sport- und Musikunterricht! Aber: unter Hygienevorgaben – lüften, Maske am Pausenhof und in den Gängen, Hände desinfizieren.
  • Sonderregelung bis 18. September: So lange müssen alle Kinder ab der fünften Klasse auch während des Unterrichts Masken tragen.
  • Je nach Infektionsgeschehen gilt ein Drei-Stufen-Plan, der sich an der 7-Tage-Inzidenz* orientiert (Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100. 000 Einwohner in einem Landkreis):
    Stufe 1 (7-Tage-Inzidenz unter 35): Regelbetrieb.
    Stufe 2 (35 bis 50): Alle Schüler ab der fünften Klasse müssen auch am Sitzplatz im Klassenzimmer eine Maske tragen.
    Stufe 3 (ab 50): Der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer wird (wie vor den Ferien) wieder eingeführt. Das heißt, in der Regel werden die Klassen geteilt. Distanz- und Präsenzunterricht wechseln. In der Schule gilt Maskenpflicht für alle.
  • Das gilt außerhalb des Unterrichts: Am Schulhof gilt Maskenpflicht für alle Jahrgangsstufen. Damit der Kontakt unter den Kindern eingeschränkt ist, gibt es zeitversetzte Pausen, einen versetzten Schulbeginn und mehr Schulbusse.
  • Was ist, wenn doch wieder Homeschooling nötig ist: Das Kultusministerium hat dafür pädagogische Leitlinien erarbeitet: Der Stundenplan soll sich am Präsenzunterricht orientieren, es gibt täglich einen „virtuellen Startschuss“, z.B. eine „Guten-Morgen-E-Mail“. Alle Schüler müssen aktiv teilnehmen, Arbeitsaufträge der Lehrer sind verbindlich. Es wird auch mündliche Noten geben. Lehrer halten direkten und regelmäßigen Kontakt zu den Kindern.
  • Mehrtägige Schülerfahrten und Austauschprogramme fallen bis Januar 2021 aus.
  • Förderprogramme: Die wird es (voraussichtlich bis zu den Herbstferien) für Schüler geben, die wegen Corona Wissenslücken haben. Der Schwerpunkt soll auf den Kernfächern Deutsch, Mathe und Fremdsprachen liegen.
Schule in Corona-Zeiten: Auf dem Schulhof gilt in Bayern Maskenpflicht (Symbolfoto).

Das gilt für die Eltern

  • Sie müssen sich darauf einstellen: Homeschooling droht auch in diesem Schuljahr wieder – ab Stufe 3 (siehe oben). Bei einzelnen Corona-Verdachtsfällen und bestätigten Fällen in einer Klasse oder an einer Schule kann das Gesundheitsamt einen zeitlich befristeten Distanzunterricht anordnen – je nach Situation in den betroffenen Klassen.
  • Wann weiß ich, welche Stufe gilt? Die oben genannten Schwellenwerte lösen nicht automatisch die nächsthöhere Stufe aus. Die Entscheidung trifft das Gesundheitsamt mit der Schulaufsicht.
  • Was ist, wenn mein Kind krank ist: Bei leichten, neu auftretenden Symptomen (gelegentlicher Husten, Schnupfen) ist ein Schulbesuch erst erlaubt, wenn nach mindestens 24 Stunden kein Fieber entwickelt wurde. Grund- oder Förderschüler dürfen auch mit milden Krankheitsanzeichen in die Schule. Schüler mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall dürfen erst wieder in die Schule, wenn sie nach 24 Stunden wieder symptomfrei sind. Der fieberfreie Zeitraum sollte übrigens 36 Stunden betragen.
Schulstart in Bayern: Nach den Sommerferien startet für alle Schüler in Bayern der Unterricht - doch es gibt Regeln (Symbolfoto).

Das gilt für Lehrer

  • Alle Lehrer sind auch in Corona-Zeiten im Dienst, auch Lehrer aus Risikogruppen. Diese müssen nicht unterrichten, können aber Korrektur- und Verwaltungsarbeiten übernehmen und so die Lehrer im Präsenzunterricht entlasten. Dort müssen alle eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen – Grundschullehrer aber nicht.
  • Die Schulen erhalten personelle Unterstützung: Bayernweit sollen 800 „Teamlehrkräfte“ eingesetzt werden. Das können Lehramtsstudenten höherer Fachsemester sein, zudem können sich Quereinsteiger mit abgeschlossenem Hochschulstudium bewerben (www.km.bayern.de).

Schulstart in München: Mehr Platz in Bussen und Klassen

Damit zum Schulstart kein Verkehrschaos droht und die Kinder genügend Abstand zueinander halten können, setzt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ab Dienstag Verstärkerbusse ein: 70 zusätzliche und teils größere Busse. Das gilt nun auch für die StadtBuslinie 189, die das Gymnasium Unterföhring ansteuert – und die Buslinien 57 und 143 in Freiham. Bei der U-Bahn kommt es noch zu Einschränkungen: Die U4 fährt nur alle zehn statt fünf Minuten, dafür mit längeren Zügen, die U7 verkehrt noch bis 18. September nur zwischen Oly-Einkaufszentrum und Sendlinger Tor. Grund sei die „angespannte Personalsituation“.

Dank des Städtischen Schulbauprogramms können viele Münchner Schüler ab Dienstag neue Räume beziehen. So wurden z.B. die Grundschulen am Pfanzeltplatz und an der Haimhauser Straße erweitert. Die Pavillonanlage an der Georg-Zech-Allee ist Interimsquartier des Gymnasiums Feldmoching. Diese wird auch von der Mittelschule an der Eduard-Spranger-Straße genutzt. Auch das Thomas-Mann-Gymnasium an der Drygalski-Allee und das Rupprecht-Gymnasium an der Albrechtstraße sind nun fertig. (ast, wö, aki, thy) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

In Bayern sollen die Schulen trotz der Corona-Krise öffnen. Ministerpräsident Markus Söder verkündete vor dem Schulstart im September (9. September) weitreichende Neuerungen inklusive einer Maskenpflicht. In unserem News-Ticker halten wir Sie über die Corona-Lage in Bayern auf dem Laufenden. Eine andere Nachricht erschüttert kurz vor dem Schulbeginn: Jedes vierte deutsche Kind unglücklich. Kinder in Deutschland sind laut einer Unicef-Studie nicht so zufrieden wie in Nachbarländern. Ändert sich in der Bundesrepublik nichts, droht ein Fiasko.

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