Hoffnungen auf Langzeitstudie

Söder kündigt bayerische Studie zu Corona-„Schlüsselfrage“ an - Ergebnis für viele Menschen wichtig

"COVID Kids Bavaria" in München vorgestellt
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"COVID Kids Bavaria" in München vorgestellt

Wie groß ist die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern? Diese Frage, von der viele Lockerungen abhängig sind, ist nicht geklärt. Eine Studie soll jetzt helfen.

  • Am Montag (6. Juli) verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Masken-Entscheidung für Bayern.
  • Auch die neue flächendeckende Langzeit-Studie „COVID Kids Bavaria“ der bayerischen Universitätskliniken zur Untersuchung der Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV-2 bei Kindern wurde präsentiert.
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-News aus Deutschland*. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Bayern*. Derzeit gibt es die folgenden Empfehlungen zu Corona-Schutzmaßnahmen*.

München - Die Maskenpflicht* in Bayern bleibt. Das hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (6. Juli) verkündet. Wenige Stunden später war Söder gemeinsam mit Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) im Dr. von Hauner’schen Kinderspital in München zu Gast. Thema der Pressekonferenz: Eine neue Langzeitstudie zur Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern.

Corona in Bayern: Ansteckungsgefahr bei Kindern - Langzeitstudie vorgestellt

Sechs Universitätskinderkliniken begleiten bis voraussichtlich Januar 2021 wissenschaftlich die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen im Freistaat.

„Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie setzen wir auf die Strategie der Umsicht und Vorsicht. Die Infektiösität von Kindern ist dabei eine der Schlüsselfragen“, sagte Söder bei der Vorstellung des Forschungsprojekts „COVID Kids Bavaria“.

Der Landkreis Tirschenreuth war ein Corona-Hotspot in Deutschland. Nun hat das Robert-Koch-Institut eine Studie veröffentlicht - und mögliche Gründe für den Ausbruch genannt.

Corona in Bayern: Kinder und Corona - Studie soll Ansteckung herausfinden

Für den Betrieb von Krippen, Schulen und Kitas sei die Klärung der Frage, ob in diesen Einrichtungen die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung, wie zuletzt im Landkreis Starnberg*, des Coronavirus bestehe, von großer Bedeutung, hieß es. 

Außerdem soll die Studie Aufschluss über die Auswirkungen der Pandemie auf die allgemeine Kindergesundheit geben. „Ich erhoffe mir von dieser Studie ein weiteres, großes Puzzlestück im Covid-19-Bild“, sagte Sibler.

Über die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern und ihren Einfluss auf die Ausbreitung des Virus ist noch recht wenig bekannt. Für Aufsehen hatte zuletzt allerdings eine Studie aus Baden-Württemberg gesorgt.

Corona und Kinder: Studie soll Erkenntnisse über Ansteckung liefern

Einige Analysen weisen darauf hin, dass sie das Virus seltener an andere Menschen weitergeben als Erwachsene und nicht zu den Hauptträgern der Ausbreitungswelle gehören. Es gibt aber auch Analysen, die in eine gegenteilige Richtung weisen. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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