„Oberpeinlich für die Post“

Bayreuth: Post mit kurioser Verwechslung - Hausarbeit eines Studenten landet im Libanon

Ein Briefkasten.
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Die Post schickte ein Einschreiben nach Beirut - statt nach Bayreuth. (Symbolbild)

Er wollte sich an die Corona-Richtlinien halten und schickte seine Hausarbeit per Post an die Hochschule. Der Brief landete statt in Bayreuth aber in Beirut.

  • Kuriose Verwechslung bei der Post.
  • Ein Student schickte seine Hausarbeit per Einschreiben.
  • Statt in Bayreuth landete der Brief in Beirut (Libanon).

Bayreuth/Beirut - Er wollte sich nur an die Corona-Richtlinien halten: Deshalb schickte ein Student der Universität Bayreuth seine Hausarbeit per Post, anstatt sie persönlich abzugeben. Doch bei seiner Universität in Bayreuth kam sie nie an. Sie landete stattdessen in Beirut, im Libanon. 3500 Kilometer entfernt.

Beirut statt Bayreuth: Post schickt Brief eines Studenten in den Libanon

„Oberpeinlich für die Post“, berichtete Student Elias im B3-Interview. Er habe schon damit gerechnet, dass die Post es schafft, einen Brief innerhalb Bayreuths zuzustellen. Bis zuletzt hatte er an seiner Hausarbeit geschrieben und sie kurz vor Abgabeschluss bei der Post aufgegeben - statt sie selbst zur Universität zu bringen. Dies entspricht den Corona*-Richtlinien der Hochschule, wie eine Pressesprecherin der Uni gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR) bestätigte. Studenten sollen dem Campus aufgrund der Corona*-Krise im Moment fernbleiben.

Nach zwei Tagen wollte der Student dann wissen, ob seine Hausarbeit angekommen ist. Er schaute in die Online-Sendungsnachverfolgung und bemerkte, dass sein Einschreiben zur internationalen Weiterversendung im Logistikzentrum der Post in Frankfurt (Main) lag. Bei den Informationen standen dann noch arabische Schriftzeichen, die er aber nicht verstand. Nur „Liban Post“ konnte er entziffern, wie der BR weiter berichtete.

Post eines Studenten landet in Beirut statt Bayreuth: Hochschule akzeptiert Poststempel

Letztendlich landete der Brief statt in Bayreuth in Beirut. Klingt vielleicht sogar etwas ähnlich, schreibt sich aber doch ganz anders. Dass es an seiner Handschrift gelegen habe, glaubt Student Elias nicht. „Ich finde sie schon gut lesbar, und ich habe ‚Bayreuth‘ auch noch sehr groß draufgeschrieben“, sagte er dem BR.

Konsequenzen hat die weite Reise seiner Hausarbeit für den jungen Mann aber nicht. Die Hochschule akzeptierte den Poststempel, die Abgabefrist gilt als eingehalten, wie die Sprecherin weiter bestätigte. Elias hatte den Einlieferungsbeleg fotografiert, eingescannt und an die Hochschule geschickt. Mittlerweile hat er seine Hausarbeit persönlich abgegeben. „Mit Maske und 1,5 Metern Abstand,“ wie er dem BR sagte. (kam) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Für viele Kinder in Bayern ist diese Nachricht wohl schlimmer als die Maskenpflicht an Schulen. Die Weihnachtspostfiliale in Himmelstadt lässt wegen Corona keine Besucher zu.

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