Doch nicht Bürgermeisterin

Transsexuelle Gray verpasst Mehrheit in Zwiesel

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Wird nicht Bürgermeisterin: Gloria Gray.

Zwiesel - Gloria Gray ist in ihrer niederbayerischen Heimat in der Bürgermeister-Wahl unterlegen - Die transsexuelle Entertainerin hat aber einen Achtungserfolg erzielt.

Jeder fünfte Wahlberechtigte gab der 50-Jährigen am Sonntag in Zwiesel (Landkreis Regen) seine Stimme (20,12 Prozent). Weil auch keiner ihrer beiden Konkurrenten eine Mehrheit erzielen konnte, wird es in zwei Wochen eine Stichwahl geben. Der amtierende Bürgermeister Franz Xaver Steininger (parteilos) erhielt 43,3 Prozent der Stimmen, die CSU-Kandidatin Elisabeth Pfeffer 36,58 Prozent.

Die 50-Jährige ist als Mann geboren und machte in München nach einer Geschlechtsanpassung Karriere im Varietébereich. Zur Wahl in Zwiesel war sie unter ihrem richtigen Namen Gloria Gehring bei der Wahl angetreten. Als Schauspielerin war sie in Joseph Vilsmaiers Film „Marlene“ zu sehen.

In ihrem Wahlprogramm hatte Gray geschrieben, ihre Wahl würde ein positives Licht auf die ganze Region werfen und das Klischee des „Hinterwäldlerischen“ widerlegen. Vor fünf Jahren war die Entertainerin noch gescheitert: Sie hatte nicht ausreichend Unterstützer-Unterschriften erhalten und war nicht zur Wahl zugelassen worden. Stimmeberechtigt bei der Wahl am Sonntag waren 7994 Menschen, die Wahlbeteiligung lag bei rund 66,12 Prozent.

dpa

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