Trauer in Schnaittach

Eingemauerte Leichen: Gemeinde gedenkt getötetem Ehepaar

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Zahlreiche Menschen stehen nach dem Trauergottesdienst vor der Christuskirche von Schnaittach.

Sie wurden erschlagen und anschließend eingemauert. Nun gedachte die Gemeinde Schnaittach dem ermordeten Ehepaar.

Schnaittach - In der mittelfränkischen Gemeinde Schnaittach bei Nürnberg haben am Freitagabend zahlreiche Bürger des in dem Ort ermordeten Ehepaars gedacht. Die Polizei hatte die Leichen Anfang der Woche auf dem Grundstück des Paars gefunden. Sie waren in einem Nebengebäude der Garage eingemauert worden. Der Tat verdächtig sind der Sohn der Eheleute sowie dessen Ehefrau.

Unter dem Geläut der Glocken füllte sich die örtliche Christuskirche am Abend sehr schnell bis zum letzten Platz für den Gedenkgottesdienst. Die Kirchengemeinde hatte zuvor erklärt, dass es keine Predigt geben sollte, sondern nur Lieder und ein stilles Gebet. Der Schnaittacher Bürgermeister Frank Pitterlein wollte kurz zu den Trauergästen sprechen.

Der 70 Jahre alte Mann und die 66 Jahre alte Frau waren den Ermittlungen zufolge erschlagen und dann eingemauert worden. Die beiden Tatverdächtigen, der 25 Jahre alte Sohn sowie dessen 22-jährige Ehefrau, sitzen in Untersuchungshaft. Der Sohn hatte seine Eltern Ende Dezember als vermisst gemeldet und danach sowohl auf Facebook als auch über einen regionalen Fernsehsender einen Suchaufruf gestartet.

Gerätselt wird weiterhin über das Motiv für die Tat. Der mittelfränkische Polizeipräsident Johann Rast hatte angedeutet, dass die 66-Jährige mit der Beziehung ihres Sohnes zu der 22-Jährigen nicht einverstanden war. Die Hochzeit der beiden fand Ende Dezember ohne die Eltern des 25-Jährigen statt.

dpa

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