Schweine nicht ordnungsgemäß betäubt

Erneut verstößt Schlachthof gegen Tierschutzgesetz

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Ein bayerischer Schlachthof soll Schweine vor der Schlachtung nicht ordnungsgemäß betäubt haben.

Erlangen - Erneut hat ein bayerischer Schlachthof gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. In einem Betrieb wurden Mängel bei der Betäubung von Schweinen festgestellt.

Erneut hat ein Schlachthof in Bayern gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Bei einer ersten Sonderkontrolle in diesem Jahr im Januar stellten Prüfer auf einem nicht genannten Betrieb „erhebliche Mängel bei der Betäubung von Schweinen fest“, wie eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen mitteilte. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet. Hauptgrund sei ein „unsachgemäßer Umgang des Betriebspersonals“ gewesen. Die Mitarbeiter hätten nicht erkannt, dass die Betäubung der Tiere nicht ausreichte und „dementsprechend keine Nachbetäubung durchgeführt“. „Schmerzen der Tiere können nicht sicher ausgeschlossen werden“, hieß es vom LGL.

Zum Teil weder mit Wasser noch mit Futter versorgt

Zudem seien die Tiere teilweise nicht mit Futter und Wasser versorgt worden. „Beeinträchtigte Tiere wurden nicht in allen Fällen erkannt und nicht bevorzugt geschlachtet.“ Bei der Nachkontrolle sei dann ein großer Teil der Mängel abgestellt worden.

Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf (CSU) sagte: „Verstöße gegen den Tierschutz sind nicht hinnehmbar.“ Sie erwarte von den Schlachthofbetreibern, dass sie das geltende Recht konsequent einhalten. Bereits im vergangenen Jahr hatten gravierende Tierschutzmängel in bayerischen Schlachthöfen für Aufsehen gesorgt. Bei Nachkontrollen im Herbst wurden dann erneut in zehn Betrieben Mängel festgestellt.

Bei zwei weiteren Sonderkontrollen in diesem Jahr seien dann jeweils nur geringfügige Mängel festgestellt worden, teilte das LGL mit. Dazu gehörten kleinere bauliche Mängel oder eine unnötige Lärmbelastung. Bei der Betäubung an sich habe es an diesen beiden Schlachthöfen keine Probleme gegeben. Das LGL und die anderen beteiligten Behörden planen in diesem Jahr mehr als 30 solcher unangekündigter Sonderkontrollen.

Im nächsten Jahr soll dann eine neue Lebensmittelüberwachungsbehörde für größere Schlachthöfe zuständig sein. Für die neue Behörde sind 70 Stellen geplant plus 20 Stellen vom LGL.

dpa

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