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Früherer Minister Hans Zehetmair gestorben

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Hans Zehetmair
Der ehemalige bayerische Kultus- und Wissenschaftsminister Hans Zehetmair. © picture alliance / dpa/Archivbild

17 Jahre war der Erdinger Hans Zehetmair Minister in Bayern. Die Sprache war eine seiner größten Leidenschaften. Sein Tod löst in der Staatsregierung tiefe Trauer aus.

München - Im Alter von 86 Jahren ist der ehemalige bayerische Kultus- und Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) gestorben. Das teilte ein CSU-Sprecher am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Zuvor hatte der „Münchner Merkur“ darüber berichtet.

Zehetmair galt als einer der profiliertesten Bildungspolitiker in Deutschland. 12 Jahre lang fungierte er als Vorsitzender des Rates für deutsche Rechtschreibung, 17 Jahre war er Minister in Bayern: erst Kultus-, dann Wissenschaftsminister. Zuvor war Zehetmair von 1978 bis 1986 Landrat des Landkreises Erding.

„Mit tiefer Trauer habe ich die Nachricht vom Tod von Hans Zehetmair aufgenommen“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dieser habe das Bildungsland Bayern nachhaltig geprägt und Pate dafür gestanden, dass Bayern heute weltweit einer der stärksten Wissenschaftsstandorte sei. „Besonders die Einrichtung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die er mit vielen Neugründungen in alle Regionen Bayerns brachte, trägt seine Handschrift. Bayern wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“

Geboren wurde der Katholik und Vater von drei Kindern 1936 im oberbayerischen Langengeisling bei Erding in der Nähe von München. 1974 wurde er erstmals in den Landtag gewählt, 1986 wurde er Kultusminister, 1989 auch für Wissenschaft und Kunst. Beide Ministerien wurden 1990 unter seiner Leitung zusammengelegt.

„Hans Zehetmair ist von uns gegangen. Er war DER Kultus- und Wissenschaftsminister schlechthin. Sein Einsatz für den Freistaat #Bayern wirkt über den Tag hinaus. Er wird uns allen fehlen! #RIP“, schrieb Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) im Kurznachrichtendienst Twitter.

Auch Sozialministerin Ulrike Scharf zeigte sich sehr betroffen: „Ich habe Hans Zehetmair viel zu verdanken, er hat mich in die CSU geholt und war über Jahre mein großer Förderer. Er hat unseren Kreisverband Erding über Jahrzehnte erfolgreich aufgebaut und maßgeblich geprägt.“ dpa

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