Reparaturen können Tage dauern

Weitere Zugausfälle und Verspätungen zwischen Nürnberg und Fürth

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Nürnberg - Ein Kurzschluss an der Oberleitung mit gravierenden Folgen: Züge zwischen Nürnberg und Fürth können nur eingeschränkt oder gar nicht fahren. Die Reparaturen könnten Tage dauern.

Nach einem Oberleitungsschaden müssen sich Bahnreisende von und nach Nürnberg womöglich auch in den nächsten Tagen auf Verspätungen und Ausfälle einstellen. Auf der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth fahren zunächst keine Regionalzüge oder S-Bahnen, wie Hilmar Laug, der Geschäftsleiter der DB Regio Franken, am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Im Fernverkehr komme es derzeit zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Wann der normale Bahnverkehr wieder anlaufen kann, ist unklar.

Ein Kurzschluss an der Oberleitung am Mittwoch hatte die Kabel der Leit- und Sicherheitstechnik beschädigt, wie Marco Escher von der DB Netz erklärte. Daher können keine Signale geschaltet oder Weichen auf der Strecke umgestellt werden. Die Reparatur dieser Kabel dauert womöglich Tage. Der Grund für den Kurzschluss ist bislang unklar.

Drei der vier Gleise könnten inzwischen wieder befahren werden, sagte Laug. Wegen der fehlenden Leit- und Sicherheitstechnik dürfen allerdings derzeit nur Fernverkehrszüge mit großem Abstand und nur mit maximal 50 Stundenkilometer fahren. Normalerweise fahren Züge auf dieser Strecke bis zu 140 Stundenkilometer. Eine Fernverbindung aus Hamburg wird über Ansbach umgeleitet.

Fahrgäste des Nahverkehrs können auf U-Bahnen umsteigen; die Nürnberger Verkehrsbetriebe (VAG) haben zudem ihre Züge verstärkt. Ab Donnerstagnachmittag war ein stündlicher Pendelverkehr per S-Bahn zwischen Nürnberg und Fürth geplant.

Den materiellen Schaden konnte die Deutsche Bahn zunächst nicht beziffern. „Der viel höhere Schaden ist der für die Kunden“, sagte Laug. Die Deutsche Bahn entschuldige sich bei allen Bahnreisenden. „So einen großen Ausfall hatten wir auf der Strecke in meinen Berufsjahren noch nicht.“

Bereits am Wochenende mussten Reisende in Franken Verspätungen in Kauf nehmen. Am Samstag wurde die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Bamberg wegen eines Oberleitungsschadens im Bahnhof Erlangen gesperrt. Beeinträchtigt waren Regional- und Fernverbindungen sowie eine S-Bahnlinie. Erst am Abend wurde die Strecke wieder freigegeben.

dpa

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