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Ansturm auf Lifte in Garmisch - für einige Skifahrer kam das böse Erwachen

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Von: Katharina Bromberger

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In einer Sesselbahn am Kreuzeck bei Garmisch-Partenkirchen fahren die ersten Skifahrer der Saison auf den Berg
In Garmisch sind die Skipisten gut gefüllt. © Annette Reuther/dpa

Das Garmischer Skigebiet wurde regelrecht überrannt. Doch nicht jeder durfte die Schneepisten hinunter wedeln. Da half auch keine Corona-Impfung.

Garmisch-Partenkirchen – Parkplatz Hausberg: belegt. Parkplatz Kreuzeck: belegt. Parkplatz Eibsee: belegt. Ticketverkauf für die Zugspitze: eingestellt. Schon am Mittwochvormittag (29. Dezember) lesen das die Gäste in Garmisch-Partenkirchen auf den Hinweistafeln im Ort. Groß ist die Freude, dass die Skilifte wieder laufen.

Allerdings hat das Tauwetter die niedriger gelegenen Skigebiete erwischt. Umso mehr tummeln sich daher auf den Garmischer Pisten. Am Hausberg waren schon früh um 9.30 Uhr alle Parkplätze belegt. Für die begehrte Liftkarte musste man teilweise eine halbe Stunde anstehen.

Grund: Die 2G-Kontrollen. Für die Bergbahnen und Skilifte muss man geimpft oder genesen sein. Warten heißt es dann auch noch mal an den Gondeln: Nur 75 Prozent der Kapazität dürfen wegen der Corona*-Pandemie ausgenutzt werden, sechs statt acht Fahrgäste sind in der Hausbergbahn erlaubt, sieben statt neun am Kreuzeck.

Garmisch-Partenkirchen: Einige Ski-Fans durften nicht auf die Piste

Wer zu spät aufgestanden war, hatte unter Umständen Pech. Denn ab 7000 Besuchern stellt die Bayerische* Zugspitzbahn (BZB) im Skigebiet Garmisch Classic den tagesaktuellen Ticketverkauf ein. So viele erreichte man etwa am Dienstag. Auf der Zugspitze war gestern bereits um 10.30 Uhr Schluss mit dem Ticketverkauf. Hier dürfen maximal 2000 Brettlfans auf die Piste.

Im benachbarten Österreich sind die Pisten übrigens nicht so voll. Das liegt daran, dass man bei der Einreise entweder geboostert sein muss oder einen PCR-Test vorlegen muss, der viel Geld kostet. Noch mehr kostet es ohne. Dann sind Strafen von bis zu 1450 Euro fällig. Das sorgt dafür, dass der Ansturm in Garmisch noch größer ist. Hochsaison ist derzeit wegen der Winterferien sowieso.

„Dass es da vor allem an schönen Tagen ordentlich scheppert, ist ganz normal“, sagt BZB-Sprecherin Verena Altenhofen. Weiter: „Die Leute sind einfach froh, dass sie da sind.“ Das habe sie oft am Berg gehört in diesen Tagen. Dafür nähmen die Gäste auch Wartezeiten in Kauf. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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