Richter geht über Forderung des Staatsanwaltes hinaus

Gericht verurteilt „Po-Grapscher“

Nürnberg - Zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung wurde der Nürnberger „Po-Grapscher verurteilt. Der Täter lieferte vor Gericht die Erklärung für sein Verhalten.

Der sogenannte Po-Grapscher vom Wöhrder See in Nürnberg ist zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der 32-Jährige im vergangenen Sommer immer wieder Joggerinnen unsittlich am Gesäß berührt hat. Er fuhr dabei auf dem Fahrrad an ihnen vorbei.

Der Mann gab die Übergriffe im Prozess zu und entschuldigte sich bei den Frauen. Er habe damals zu viel Alkohol getrunken. Eine andere Erklärung habe er nicht. Das Gericht verurteilte ihn zu acht Monaten Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung. Außerdem muss er eine Geldauflage an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Frauen seien für den 32-Jährigen „nur eine Wichsvorlage“ gewesen, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Auch mit Blick auf die Übergriffe auf Frauen an Silvester 2015/2016 solle das Urteil eine Art Signalwirkung haben - nach dem Motto: „Wehret den Anfängen.“ Auf den Jogginghosen von allen sieben Frauen hatten sich genetische Spuren des Mannes gefunden.

Angeklagt war der Mann wegen tätlicher Beleidigung in sieben Fällen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten nur eine Geldstrafe in Höhe von fünf Monatsgehältern gefordert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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