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Gold-Diebstahl: Blume spricht von organisierter Kriminalität

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Markus Blume
Markus Blume (CSU), Wissenschaftsminister von Bayern, vor der Presse. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) geht nach dem Diebstahl des Manchinger Goldschatzes von organisierter Kriminalität aus. „Klar ist, Du marschierst nicht einfach in so ein Museum rein und nimmst dann diesen Schatz mit“, sagte er im Interview des Bayerischen Rundfunks. „Das ist hochgradig gesichert und insofern liegt die Vermutung zumindest nahe, dass wir es hier eher mit einem Fall von organisierter Kriminalität zu tun haben.“

Manching - Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde bei dem Einbruch in der Nacht zu Dienstag noch mehr gestohlen als ursprünglich gedacht. Neben der 483 Goldmünzen aus einer Vitrine wurden demnach noch drei weitere aus einer zweiten Vitrine mitgenommen, nachdem das Sicherheitsglas zerstört worden war.

„Es sind tatsächlich sämtliche Sicherungsmaßnahmen - inklusive der gesamten Telefonverbindungen des Ortes Manching - lahmgelegt worden“, sagte Blume. So hätten die Diebe die hohen Sicherheitsvorkehrungen des Museums umgehen können. „In Manching hat man, nach dem was wir wissen, sämtliche Hinweise beachtet, also den aktuellsten und höchstmöglichen denkbaren Schutz zugrunde gelegt“, sagte Blume. Es habe sich aber nun gezeigt, „dass auch dieses Maß an Sicherheitsvorkehrungen offensichtlich dann nicht ausgereicht hat“.

Der Goldschatz sei „von einmaligem kulturhistorischen Wert“, betonte Blume: „Wir reden über den größten keltischen Goldfund des 20. Jahrhunderts.“ Er sage viel aus über die frühe Besiedlungsgeschichte Bayerns. „Vor diesem Hintergrund wiegt der Verlust doppelt schwer und deswegen ist klar, dass alles getan werden muss und alles getan werden wird, dass man versucht, der Täter habhaft zu werden.“ Nach dpa-Informationen wird im gesamten Schengen-Raum nach den Dieben gefahndet. dpa

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