Sie gewannen ihr Vertrauen

Üble Betrüger-Masche: Vermeintliche Polizisten rauben 83-jährige Frau aus 

Männer gaben sich vor einer 83-jährigen Frau als Polizisten aus, warnten sie vor Kriminellen und brachten sie dann mit ihrer Betrüger-Masche um viel Geld. 

Günzburg - Eine 83 Jahre alte Frau aus Schwaben ist von Betrügern um 130 000 Euro und Schmuck im Wert von 35 000 Euro gebracht worden. Die Männer hätten sich als Polizeibeamte ausgegeben und die Seniorin aus dem Landkreis Günzburg zunächst vor einer Einbrecherbande und später vor diebischen Bankmitarbeitern gewarnt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Dabei hätten sie über eine technische Manipulation der Frau vorgaukelt, dass sie mit der Rufnummer „110“ anrufen.

Frau fiel auf fiese Betrüger-Masche rein

In mehreren Telefonaten seit Anfang März hätten die Täter das Vertrauen der alten Dame erlangt und ihr geraten, ihren Schmuck und ihr Vermögen vorsichtshalber in die Obhut der Polizei zu geben. Dazu solle sie für eine versteckte Übergabe alles in eine Papiertonne vor dem Haus legen, damit die Täter nicht gewarnt würden. Die leichtgläubige Frau tat dies und wurde erst stutzig, als sich die Beamten plötzlich nicht mehr meldeten. Ein Anruf bei der echten Polizei zeigte, dass sie auf dreiste Betrüger hereingefallen war.

Die Polizei warnte in dem Zusammenhang vor Anrufen mit der Nummer „110“. Diese Nummer werde generell nicht für Anrufe von der Polizei verwendet. Mit dem sogenannten Call-ID-Spoofing werde von den Betrügern über eine Software die auf dem Endgerät anzeigte Rufnummer vorgetäuscht.

Lesen Sie auch: „Seniorin wirft falschen Polizisten Schmuck und Bankkarte vom Balkon zu

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild / dpa / Rolf Vennenbernd

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Radfahrer von Zug erfasst: 46-Jähriger tot
Radfahrer von Zug erfasst: 46-Jähriger tot
Autohaus mit Oldtimern in Flammen - hoher Schaden
Autohaus mit Oldtimern in Flammen - hoher Schaden
Junger Motorradfahrer verunglückt tödlich
Junger Motorradfahrer verunglückt tödlich

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.