Insiderhandel mit Aktien

Keine Ermittlungen gegen Ex-Justizminister Sauter (CSU)

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CSU-Politiker Alfred Sauter (rechts) mit Ministerpräsident Horst Seehofer

Dem früheren Justizminister Alfred Sauter wird Insiderhandel mit Aktien unterstellt. Strafrechtlicher Ärger bleibt ihm nun erspart. Die Hintergründe.

München - Dem früheren Justizminister Alfred Sauter (CSU) bleibt strafrechtlicher Ärger im Dauerkrach der Großaktionäre bei der Münchner Constantin Media AG erspart. Gegen Sauter wird im Zusammenhang mit dem Kauf eines Constantin Aktienpakets nicht wegen Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Augsburger Allgemeinen. Zuvor hatten die am Wochenende publik gemachten Insider-Vorwürfe für Aufsehen gesorgt.

300 000 Aktien der Constantin Medien

Der Günzburger Rechtsanwalt und CSU-Landtagsabgeordnete hatte im März 2015 300 000 Aktien der Constantin Medien zum Stückpreis von 1,35 Euro gekauft. Der Kurs zog wenig später wenig kräftig an, nachdem die Schweizer Constantin-Tochterfirma Highlight die Verlängerung ihres Vermarktungsvertrags für die Uefa Champions League bis 2024 veröffentlichte.

Insiderwissen: Finanzaufsicht Bafin prüft

Sauter war mit dem Aktiengeschäft mittelbar in die Kämpfe des Schweizer Großaktionärs und Highlight-Chefs Bernhard Burgener mit dem Constantin-Aufsichtsratschef Dieter Hahn verwickelt worden. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Unregelmäßigkeiten vor. Die Finanzaufsicht Bafin prüft die Insider-Vorwürfe, laut „Augsburger Allgemeinen“ sind aber keine „Insidertatsachen“ festgestellt worden. Am Mittwoch notierte die Constantin-Aktie bei 2,09 Euro - deutlich höher als Sauters Einstiegspreis 2015, aber ebenso deutlich unter dem Höchststand von 2,80 Euro im Juli 2016. Die Papiere leiden seit langem unter den Streitereien zwischen Hahn und Burgener.

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