Sucht

Bankangestellter verspielt 320.000 Euro von Kunden

Dem Bank-Kundenbetreuer kann man vertrauen - davon gehen zumindest die meisten Menschen aus. Kunden einer Bank in Haßfurt erlebten jedoch eine böse Überraschung.

Haßfurt - Ein Kundenbetreuer einer Bank in Haßfurt (Landkreis Haßberge) hat 320 000 Euro veruntreut. Der 28-Jährige flog auf, weil ein Kunde im Januar bemerkte, dass ein Teil seines angelegten Geldes fehlte. Er benachrichtigte die Bank, die ihren Mitarbeiter überführte. Der Angestellte gestand, kündigte und begab sich in Therapie, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Bamberg ist der Mann spielsüchtig und verlor das Geld bei Online-Sportwetten. Über vier Jahre hinweg veruntreute er Geld von drei Kunden. Die Bank hat ihnen das Geld erstattet. Den ehemaligen Angestellten erwartet ein Strafverfahren.

Spielsucht ist eine ernst zu nehmende Krankheit, die schlimme Folgen haben kann. Ein Mann in Grafing (Landkreis Ebersberg) ging zum Beispiel so weit, dass er seine eigenen Kinder beklaute.

Hilfe bei Süchten leistet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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