„An Omikron anzupassen“

Corona-Hammer in Bayern: Lockerung für Hotspots kommt - und Holetschek kündigt auch Gastro-Änderung an

Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine Regel-Änderung für den Freistaat verkündet.
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Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine Regel-Änderung für den Freistaat verkündet.

Die Inzidenzen in Bayern steigen rasant an. Gesundheitsminister Klaus Holetschek kündigte eine Regellockerung für den Freistaat an: Die Hotspot-Regel wird ausgesetzt.

München - Landkreise und kreisfreie Städte, die in den kommenden Tagen gegebenenfalls eine Sieben-Tage-Inzidenz* von 1000 übersteigen, müssen das öffentliche Leben nicht automatisch herunterfahren: Die sogenannte Hotspot-Regelung wird bis zur geplanten Überarbeitung im Kabinett ausgesetzt. Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag (13. Januar) an. „Ich denke, es ist richtig und angemessen, die momentan in Bayern geltenden Hotspot-Regelungen, die an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 gebunden sind, an Omikron anzupassen“, sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur in München*.

Corona in Bayern: Holetschek verkündet Regeländerung

Jeder Tag bringe zusätzliches Wissen und zähle für eine möglichst sachgerechte Anpassung der Hotspot-Regelung. „Solange wird die bestehende Hotspot-Regelung nicht angewendet“, erklärte der Minister. „Ansonsten käme es wohl bereits in wenigen Tagen in Bayern wieder zu regionalen Lockdowns.“

Video: Holetschek über mögliche Lockerungen in Bayern

Die Corona-Zahlen steigen auch in Bayern derzeit rasant an, mehrere Regionen lagen am Donnerstag bereits über der Inzidenz-Marke 600. Die höchsten Inzidenzen weisen am heutigen Donnerstag der Landkreis Ebersberg* (671,8) und die Stadt München (645,3) auf. Danach folgen die Landkreise Erding (635), Lindau (632,3) und die Stadt Rosenheim (632,2). In den nächsten Tagen könnte hier bereits die 1000-Grenze überschritten werden.

Nach der aktuellen Corona*-Verordnung, die das Kabinett am Dienstag verlängerte, müsste in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 das öffentliche Leben drastisch heruntergefahren werden. Unter anderem müssten die Gastronomie sowie Beherbergungsbetriebe, Sport- und Kulturstätten schließen. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hatte bereits eine Erhöhung des Schwellenwerts angedeutet - darüber und über weitere Details will das Kabinett kommende Woche beraten.

Statt Lockdown-Regel nun doch 2G-plus in der Gastronomie?

Dabei ist auch im Gespräch, ab einem bestimmten Wert - eventuell 1000 - die 2G-plus-Regel dann doch auch in der Gastronomie anzuwenden. „Man werde sicher auch noch einmal einen kritischen Blick auf die Regelungen zu 2G/2G plus werfen und wo diese angemessen und notwendig sind, auch in Bezug auf unterschiedliche Lebensbereiche von der Gastronomie bis zur Beherbergung“, erklärte der Gesundheitsminister.

„Wir werden in der kommenden Woche im Ministerrat über das weitere Vorgehen sprechen. Dem will ich auch nicht zu sehr vorweggreifen“, sagte Holetschek. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass wir den heutigen Grenzwert für einen regionalen Hotspot von 1000 anheben werden.“ Dabei sollte die aktuelle Infektionsdynamik einbezogen werden. „Das würde der veränderten Bedrohungslage durch Omikron gerecht werden, die anders ist als bei Delta.“ Man sehe etwa in ersten Studien aus den USA, dass die Wahrscheinlichkeit eines Krankenhausaufenthalts jedenfalls nur etwa halb so groß oder sogar niedriger sei. Dem stünden aber auf der anderen Seite höhere Fallzahlen und ein dynamischeres Infektionsgeschehen gegenüber.

„Hohe Belastungen des Gesundheitssystems sind künftig erst bei höheren Inzidenzen als bisher zu erwarten“, sagte Holetschek. „Klar ist aber, dass wir auch weiterhin die Belegung der Krankenhäuser sehr engmaschig im Blick behalten werden, um gegebenenfalls kurzfristig wieder reagieren zu können.“ Er warnte: „Omikron rollt weiter auf Bayern zu.“ Die Inzidenzen stiegen, und das werde auch weitergehen. (dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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