Trotz Mietpreisbremse

Immobilienverband: Wohnen in Bayern wird immer teurer

München - Nach Einschätzung des Immobilienverbands Deutschland soll Wohnen in Bayern trotz Mietpreisbremse immer teurer werden, vor allem im Großraum München: Dem Zuzug sei Dank. 

Wohnen in Bayern wird nach Einschätzung des Immobilienverbands Deutschland (IVD) ungeachtet der Mietpreisbremse immer teurer. Insbesondere im Großraum München ist demnach angesichts des anhaltenden Zuzugs keine Entspannung in Sicht, weil weiter zu wenig gebaut wird, um den Bedarf zu decken. „Es ist nicht abzusehen, dass das mal wieder günstiger wird“, sagte Stephan Kippes, Leiter des Marktforschungsinstituts des Verbands, am Donnerstag. Der IVD vertritt vorrangig Makler und Hausverwalter.

Im Schnitt sind die Mieten bayernweit im vergangenen halben Jahr bei Altbauwohnungen mit einem Plus von 1,9 Prozent am stärksten gestiegen. Bei neu gebauten Wohnungen dagegen fiel der Mietanstieg mit 0,7 Prozent vergleichsweise schwach aus. Sehr stark gestiegen ist in den vergangenen Jahren aber auch die „zweite Miete“ - die Nebenkosten. So wurde das Trinkwasser laut IVD seit Beginn des Jahrzehnts im bayernweiten Schnitt um fast ein Viertel teurer.

Die Mietpreisbremse hat nach Einschätzung des Verbands in manchen Münchner Stadtvierteln sogar den gegenteiligen Effekt: Die Mieten stiegen dort schneller als vorher, sagten die IVD-Vertreter bei der Pressekonferenz - der Münchner Mietspiegel stimme nicht.

So viel Miete zahlen die Münchner. Mit dem Vergleichsrechner sehen Sie, wieviel sie eigentlich zahlen sollten. 

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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