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Nach heftiger Explosion in Raffinerie - Anwohner schlagen Alarm: „Wir haben Angst“

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Beschädigungen im Umkreis der Raffinerie.

Auf einem Raffineriegelände nahe Ingolstadt hat sich Anfang September eine schwere Explosion ereignet. Noch Wochen später sind Anwohner besorgt. Alle Ereignisse der Bayernoil-Katastrophe zum Nachlesen.

  • Am 1. September 2018 gegen 5.15 Uhr erschütterte eine schwere Explosion die Region zwischen Vohburg und Ingolstadt im Landkreis Pfaffenhofen an der B16.
  • Ein Großbrand auf einem Raffineriegelände von Bayernoil brach aus. Über 600 Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeikräfte sowie vom THW waren im Einsatz.
  • Der Landrat des Landkreises Pfaffenhofen rief den Katastrophenfall aus.
  • Rund 2000 Menschen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. Zehn Menschen wurden verletzt, vier mussten stationär behandelt werden.

Anwohner schlagen Alarm: „Wir haben Angst“

Update, 12. September, 13.13 Uhr: Etwa zwei Wochen nach der folgenschweren Brand-Katastrophe hat sich ein Anwohner aus der betroffenen Gemeinde Irsching zu Wort gemeldet. Der Donaukurier hat Teile seines „Brandbriefs“ veröffentlicht.

Zwölf Tage nach der Explosion seien viele Irschinger immer noch spürbar angeknackst, berichtet Matthias Kolbe, der den Einsatzkräften zunächst für ihre gute Arbeit dankt. Die „psychischen Schäden, wie etwa die Tatsache, dass viele nachts nicht mehr schlafen aus Angst“, fänden in der öffentlichen Betrachtung jedoch keine Erwähnung. 

Kolbe klagt zudem darüber, dass die Irschinger Grundstücke und Häuser nach der Explosion einem enormen Wertverlust ausgesetzt seien. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch jemand unser Haus kaufen wollte“, schreibt der Anwohner in seinem Brief.

In Irschings Umgebung befindet sich neben der Raffinerie eine weitere industrielle Großanlage. In dem 1969 erbauten Kraftwerk kam es bereits mehrere Male zu Zwischenfällen, die glücklicherweise glimpflich verliefen. Was den Verfasser deutlich mehr umtreibt: In der Nähe des Unglücksortes will die Firma Uniper ab 2019 einen Tank als strategische Ölreserve mit 100.000 Kubikmetern Gasöl befüllen. 

„Der Gedanke, dass dieser Tank, der übrigens von unserem Haus exakt halb so weit entfernt ist wie die Raffinerie auch eine erhebliche Gefahr darstellen kann, ist uns erst im Lichte der Detonation gekommen“, heißt es in Kolbes Schreiben.

„Wir haben Angst vor der Befüllung dieses Tanks. Wir haben Angst, dass wir irgendwann nicht mehr so viel Glück haben, dass unsere Wunder und Schutzengel einmal aufgebraucht sind“, stellt der Irschinger klar.

Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet aktuell: Zuge der Tatbestandsaufnahme durch die Kriminalpolizei Ingolstadt wurden, neben den am Samstag bereits gemeldeten zehn Personen, weitere Verletzte bekannt. Insgesamt wurden nach derzeitigem Kenntnisstand bei dem Schadensereignis somit 16 Personen verletzt. Glücklicherweise handelt es sich überwiegend um Leichtverletzte, die ambulant behandelt werden konnten. Fünf Personen werden mit mittelschweren Verletzungen stationär in umliegenden Krankenhäusern versorgt.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt übernahm die Kripo Ingolstadt die ersten Ermittlungen zur Explosions- bzw. Brandursache. Eine Ermittlungsgruppe wurde eingerichtet. 

Erste Gelände-Begehung am Sonntagnachmittag mit Gutachter

Gestern in den Nachmittagsstunden fand eine erste Brandbegehung in zugänglichen Teilbereichen statt, an der ein Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamtes sowie eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft beteiligt waren. 

Polizei warnt vor: Ermittlungen werden dauern

Aufgrund der weiterhin andauernden Löscharbeiten war ein Betreten des unmittelbaren Brandbereichs auch am heutigen Tage noch nicht möglich. Wegen des vorliegenden erheblichen Zerstörungsgrades und der Komplexität der zu erhebenden innerbetrieblichen Abläufe, ist zu erwarten, dass die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache erhebliche Zeit in Anspruch nehmen werden.

Nach wie vor kann zum momentanen Zeitpunkt keine seriöse Schätzung zum Ausmaß der Schäden auf dem Betriebsgelände und in den umliegenden Gemeinden getroffen werden. Die Registrierung privater Schäden erfolgt bei den örtlichen Gemeinden oder bei der Raffinerie unmittelbar.

Montag, 10.20 Uhr: Über 100 Gebäude durch Druckwelle beschädigt

Bei der Explosion in der Raffinerie im oberbayerischen Vohburg an der Donau sind nach ersten Erkenntnissen mehr als 100 Gebäude in der Umgebung des Unternehmens beschädigt worden. Dies sagte eine Sprecherin von Bayernoil am Montag. Viele der Geschädigten hätten sich bereits per E-Mail gemeldet. Das Unternehmen hat die Anwohner aufgefordert, die Schäden zu dokumentieren und die Reparaturrechnungen bei Bayernoil einzureichen. Durch die Druckwelle waren unter anderem Fenster und Türen eingedrückt worden.

Explosion in Raffinerie bei Ingolstadt: Das waren die News vom Sonntag

15.36 Uhr: Während die Arbeit der Feuerwehr langsam weniger wird, fängt die Arbeit des THW erst richtig an: Nach Informationen unserer Redaktion werden Einsatztrupps aus ganz Bayern zur Unglücksstelle beordert. Denn nach den Löscharbeiten gilt es nun dort sämtliche einsturzgefährdete Gebäudeteile abzusichern. Allein das THW Freising rückt mit 28 Kräften und acht Einsatzfahrzeugen an.

06.22 Uhr: Die Feuerwehr hatte den Brand unter Kontrolle gebracht, doch bis in die Abendstunden hinein waren die Einsatzkräfte gefragt: Die restlichen Stoffe, die sich in den Leitungen befunden hätten, seien kontrolliert abgebrannt worden, sagte ein Polizeisprecher. Erst dann könnten Brandfahnder den Ort des Feuers begutachten. Mit Befragungen habe die Kripo aber schon begonnen.

Die Schadenshöhe war noch komplett unklar. Auf dem Raffinerie-Gelände bot sich ein Bild der Verwüstung: „Ganze Hauswände sind umgerissen worden“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei einem Besuch in Vohburg. Auch die Bürogebäude auf dem Gelände wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen, beispielsweise begruben Mauerteile ein Auto unter sich. Gebäudeteile waren umhergeflogen.

Das Umweltministerium kündigte eine Prüfung an, ob der Brand und die Löscharbeiten Auswirkungen auf Mensch oder Umwelt haben. Erste Messungen ergaben, dass sich bei den Rauchschwaden keine gesundheitsgefährdenden Stoffe fanden.

Das waren die Meldungen vom Samstag

18.15 Uhr: Nun gab das Polizeipräsidium Oberbayern Nord eine weitere Pressemitteilung heraus. Die Druckwelle nach der Explosion auf dem Raffineriegelände in Vohburg habe die Anlage und umliegende Gebäude massiv beschädigt. Auch das gesamte Ausmaß der Schäden lässt sich noch nicht beziffern. Die Polizei geht jedoch von einem Millionenbetrag aus. 

Insgesamt waren 600 Einsatzkräfte vor Ort, darunter 350 Feuerwehrler, 100 Rettungskräfte, 50 Kräfte des THW und etwa 100 Polizeibeamte. Gegen 16 Uhr wurde der Katastrophenfall aufgehoben, ebenso die großräumige Straßensperrungen, etwa der B16a. Die Löscharbeiten dauern aber weiter an. 

Zur Ursache der Explosion und des Großbrandes gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Brandermittler der Kripo Ingolstadt werden nach Abschluss der Löscharbeiten ihre Untersuchungen vor Ort durchführen. 

Neben dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann machte sich auch Umweltminister Marcel Huber ein Bild von der Lage. Die Staatsminister bedankten sich bei den Einsatzkräften. 

Beschädigungen im Umkreis der Raffinerie.

Die Lage am Nachmittag

16.01 Uhr: Die Feuerwehren befinden sich auf dem Gelände der Raffinerie immer noch im Großeinsatz. Laut Peter Grießer, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, gibt es noch eine Reihe kleinerer Brandherde, die unter Beobachtung stehen. „Zum Teil lassen die Feuerwehrkräfte die Restmengen an brennbaren Flüssigkeiten noch kontrolliert abbrennen.“

Zu Beginn der Brand-Katastrophe wurden freilich alle Leitungen, die unterschiedlichste Gase und Mineralstoffe beförderten abgedreht. Allerdings befinden sich noch Restmengen in den Leitungen.

Wie lange der Einsatz noch dauert, lässt sich derzeit immer noch schwer einschätzen.

Indes gibt es gute Nachrichten zu den Verletzten. „Vier befinden sich derzeit noch in stationärer Behandlung“, sagt Grießer. Jedoch schwebe keiner in Lebensgefahr. Der eine schwer Verletzte wurde offenbar bei der Druckwelle von einem umherfliegenden Gegenstand getroffen.

Das Gelände bleibt großräumig abgesperrt, bis alle Feuer gelöscht sind. Was bei einer Raffinerie freilich dauern kann. Danach erst kann die Kripo voll in die Ursachensuche einsteigen. In Anbetracht des Ausmaßes der Zerstörung wird diese wohl auch einige Zeit in Anspruch nehmen.

In der Spitze waren rund 600 Kräfte im Einsatz. Inzwischen konnte die Zahl deutlich reduziert werden. Grießer: „Die Situation ist unter Kontrolle.“

Polizei teilt mit: Fenster und Türen können wieder geöffnet werden

14.22 Uhr: Die Polizei hebt die amtliche Gefahrenmeldung auf. Aktuelle Luftmessungen ergeben keine Schadstoffbelastung. Fenster und Türen dürfen also wieder geöffnet werden.

Auch die Straßensperren sind weitgehend aufgelöst. Die B16 ist wieder befahrbar. Lediglich das Gelände rund um die Raffinerie bleibt weiterhin gesperrt.

Innenminister Herrmann: Es gibt zehn Verletzte

13.42 Uhr: Innenminister Herrmann lobt den schnellen, gründlichen und top organisierten Einsatz der Rettungskräfte und spricht von zehn anstatt neun Verletzten. Es bleibt aber, wie unten berichtet, bei nur einem schwer Verletzten.

13.13 Uhr: Die Situation entspannt sich laut Polizei etwas. Die Evakuierungsanordnung wurde aufgehoben. Die betroffenen Anwohner können in ihre Häuser zurückkehren. Die Polizei bittet aber: Beachten Sie die noch bestehenden Absperrungen.

12.34 Uhr: Ein aktuelles Bild vom Einsatzort:

Der Brand ist unter Kontrolle, meldet die Polizei.

Die Polizei meldet: Der Brand ist unter Kontrolle

12.03: Laut einer aktuellen Meldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord ist der Brand inzwischen unter Kontrolle. Die Löscharbeiten laufen weiterhin auf Hochtouren. 

Von Entwarnung ist allerdings noch nicht zu sprechen: Absperrmaßnahmen und Gefahren-Warnungen bleiben weiterhin in Kraft. Rund 600 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, THW, Rettungsdienst sind im Einsatz.

Aktuell macht sich auch der Innenminister ein Bild der Lage vor Ort.

Großbrand nach Explosion auf Gas-Raffinerie bei Ingolstadt - Bilder

Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgele r
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
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Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
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Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Sebastian Pieknik, News5
Kraftwerk Irsching
Der Vorstandschef des Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen (l), und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU - M) reichen sich am 26.04.2013 in Vohburg an der Donau (Bayern) im Kraftwerk Irsching die Hand. © dpa / Tobias Hase
Kraftwerk Irsching
Ein Schild mit dem Logo des Hauptbetreibers Eon steht am 26.04.2013 in Vohburg an der Donau (Bayern) am Kraftwerk Irsching vor dem Block 5. © dpa / Tobias Hase
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler
Großbrand auf Raffinerie
Großbrand auf Raffinerie © dpa / Lino Mirgeler

11.46 Uhr: Das BRK berichtet:

Insgesamt neun Personen wurden bei dieser Explosion verletzt. Eine Person wurde durch die Nähe zum Explosionsursprung schwerverletzt, hier kam es unter anderem zu Schnittverletzungen und schweren Verbrennungen im Gesicht. 

Drei Personen wurden mittelschwer-, weitere fünf Personen leichtverletzt. Die verletzten Personen waren ausschließlich Mitarbeiter/-innen der Firma oder dort tätige externe Dienstleister. Die zunächst 25 als vermisst gemeldeten Personen wurden im Laufe des Einsatzes ausfindig gemacht. 

Es werden keine weiteren Personen vermisst. Von Seiten der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Hilfsorganisationen, THW) sind 500 Einsatzkräfte im Einsatz. 

Davon über 80 ehrenamtliche Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes. 2200 Bewohner/-innen mussten sicherheitshalber evakuiert werden. 

140 Personen betreute das Bayerische Rote Kreuz in Turnhallen, die übrigen Evakuierten kamen anderweitig, beispielsweise bei Bekannten im Umland, unter. Bei Betreuungseinsätzen stellt das BRK den zu betreuenden Personen Getränke und kleinere Speisen, wie Suppen oder Eintöpfe, zur Verfügung. Insgesamt wurden bisher ca. 2000 warme und kalte Essensportionen ausgegeben.

11.33 Uhr: Die Bilder, die derzeit vom Inneren des Raffinerie-Geländes auf Twitter und Facebook kursieren, zeigen, wie groß die Wucht der Explosion gewesen sein muss. Wände der Bürogebäude rund um das explodierte Raffinerie-Gebäude sind eingedrückt. Die Fenster existieren nicht mehr. Schwere Regale im Inneren sind umgeworfen. Die gesamte Einrichtung wurde einmal durch den Raum geschleudert.

Ein Twitter-User hat außerdem ein Video direkt von der Explosion ins Netz gestellt:

11.28 Uhr: Laut dem Bayerischen Rundfunk gibt es neue Informationen zu den Verletzten. Demnach wurden insgesamt neun Menschen verletzt. Dabei handelt es sich um Personen, die sich zum Zeitpunkt der Explosion auf dem Werksgelände aufhielten. Ein Betroffener wurde schwer verletzt, drei mittelschwer und fünf leicht.

11.19 Uhr: Laut dpa meldet das Landratsamt Pfaffenhofen, dass die Rauchwolke der Raffinerie keine gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalte. Gleichzeitig bleibt die Warnung, Türen und Fenster geschlossen zu halten, sowie sämtliche Klima- und Belüftungsanlagen auszuschalten, weiterhin bestehen, sieh unten:

11.13 Uhr: Die Polizei warnt die Bevölkerung:

Die Warnung, dass Fenster und Türen geschlossen bleiben müssen, richtet sich auch an die Orte südwestlich von Vohburg und Irsching. Insbesondere an die Gemeinden Langebruck, Reichtershofen und Manching.

Ferner bittet die Polizei, sich mit kleineren Schadensmeldungen, wie durch die Druckwelle geplatzte Scheiben, noch zurückzuhalten. Die Behörden haben gerade mit dem Großbrand noch gut zu tun. Der Einsatz läuft nach wie vor auf Hochtouren. Über 400 Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind im Einsatz.

10.52 Uhr: Die Polizei stellt klar: Die evakuierten Personen können noch nicht zurück in ihre Häuser. Die dpa zitierte gegen 9 Uhr einen Polizei-Sprecher mit einer gegenteiligen Aussage.

10.39 Uhr: Hier auf Merkur.de* finden Sie eine große Auswahl an aktuellen Bildern von der Brand-Katastrophe nahe Ingolstadt.

10.17 Uhr: Die Evakuierungen sind laut Polizei Oberbayern Nord abgeschlossen. Weitere Evakuierungen sind derzeit nicht nötig. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann macht sich aktuell auf den Weg, um die Unglücksstelle zu besuchen.

10.05 Uhr:  „Die Feuerbekämpfung läuft auf vollen Touren“, so der Sprecher weiter. „Die Lage hat sich nur insofern entspannt, dass die Evakuierung der Anwohner nicht mehr nötig ist.“ Weiter gab es demnach mehrere Brandstellen auf dem Gelände, die Flammen waren nicht unter Kontrolle. 

Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von etwa 400 Kräften vor Ort.

9.53 Uhr: Radio IN hat aktuellere Bilder von den Löscharbeiten an der Raffinerie gepostet:

09.30 Uhr: Behörde ruft Katastrophenalarm aus

Das Landratsamt Pfaffenhofen an der Ilm löste laut Polizei Katastrophenalarm aus. Dies sei eine Entscheidung der Einsatzleitung gewesen, damit die Kräfte optimal zusammenarbeiten können, sagt Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord.

Der Löscheinsatz läuft nach wie vor weiter auf Hochtouren.

9.26 Uhr: Ein Video des Großbrands kurz nach der Explosion:

Die Flammen sind weit übers Land sichtbar und leuchten gleißend hell - wie schrecklicher Sonnenaufgang:

09.13 Uhr: Aktuelle Bilder vom Einsatzort:

Bilder vom Großbrand nach Explosion auf Raffinerie bei Ingolstadt

Die Polizei teilt außerdem aktuell mit: Wegen des Großbrands ist auch die B16 komplett gesperrt. Das Gebiet sollte am besten weiträumig umfahren werden. Es kommt zu Behinderungen.

08.49 Uhr: Das berichtet die Polizei aktuell:

Heute in den frühen Morgenstunden kam es auf einem Raffineriegelände in Vohburg zu einer Detonation in einem Anlagenteil und anschließendem Großbrand auf dem Gelände.

Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei sind derzeit vor Ort im Einsatz. Bisher sind 8 verletzte Personen bekannt, davon wurden 3 mit mittelschweren bis schweren Verletzungen ins Krankenhaus verbracht.

Derzeit werden alle Anwohner gebeten weiterhin die Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Bewohner aus Irsching und Teilen Vohburgs, rund 1800 Personen, evakuiert. Sie werden in der Turnhalle in Vohburg untergebracht und versorgt.

Die Löscharbeiten dauern an. Die Straßen rund um das Einsatzgebiet sind weiträumig durch die Feuerwehr abgesperrt.

08.45 Uhr: Das Gebiet, in dem die Anwohner evakuiert werden, bezieht sich auf den gesamten Ort Irsching sowie Teile der Stadt Vohburg.

08.38 Uhr: Nach aktuellen Informationen kam es gegen 05.15 Uhr in einem Anlagenteil der Raffinerie aus bisher zu der folgenschweren Detonation. Die Ursache ist nach wie vor unklar. Der Großeinsatz inklusive Löscharbeiten läuft nach wie vor auf Hochtouren. Die Polizei forderte alle Anwohner in einem Umkreis von 20 Kilometern dazu auf, wegen der Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Firma Bayernoil betreibt laut Website seit 1967 in Vohburg eine Erdölraffinerie auf einem 127 Hektar großen Gelände.

08.01 Uhr: Nach einer Explosion und einem Großbrand auf dem Gelände der Firma Bayernoil müssen 1800 Menschen aus Vohburg an der Donau ihre Wohnungen verlassen. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme wegen der starken Rauchentwicklung, sagte ein Polizeisprecher. Acht Menschen seien verletzt worden. Drei wurden mit mittelschweren bis schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Auf dem Betriebsgelände östlich der Großstadt Ingolstadt gab es nach Polizeiangaben am frühen Samstagmorgen aus bislang ungeklärter Ursache eine Explosion, dann entwickelte sich ein Großbrand in der Flüssiggas- und Flüssigbenzinanlage des Gaskraftwerks. Mehr als 200 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Die Löscharbeiten dauerten am Samstagmorgen noch an.

Erstmeldung, 6.33 Uhr

Vohburg an der Donau - Ein Großbrand auf dem Gelände einer Raffinerie der Firma Bayernoil hat nahe Ingolstadt einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Die Polizei sperrte das rund 130 Hektar große Gelände weiträumig ab, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Samstagmorgen sagte. 

Damit solle auch verhindert werden, dass Schaulustige dem Geschehen zu nahe kommen und womöglich in Gefahr geraten. Mehr als 200 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Über verletzte Menschen war dem Sprecher noch nichts berichtet worden.

Auf dem Betriebsgelände östlich der Großstadt Ingolstadt liegen ein Gaskraftwerk und die Raffinerie von Bayernoil. Der Bayerische Rundfunk berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben, dass die Flüssiggas- und Flüssigbenzinanlage des Gaskraftwerks brenne. Ein Teil der Bundesstraße 16 in der Nähe des Gaskraftwerks sei von der Polizei-Absperrung betroffen - der Verkehr werde umgeleitet.

Der Großbrand auf dem Raffineriegelände bei Ingolstadt hat einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst.

Was das Feuer ausgelöst hat, war zunächst unklar. Für Anwohner bestehe nach ersten Erkenntnissen derzeit keine Gefahr, sagte der Sprecher weiter. Die Menschen sollten aber Fenster und Türen geschlossen halten.

Auf Videos, die Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter im Internet verbreiteten, waren lodernde Flammen zu sehen. Eine Sprecherin der örtlichen Polizei hatte in einem ersten Statement von einer Explosion in einer Raffinerie gesprochen.

Die Firma Bayernoil betreibt laut Website seit 1967 in Vohburg eine Erdölraffinerie auf einem 127 Hektar großen Gelände.

kmm/dpa

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