Mitten in der Nacht

Wasserwacht rückt aus: Münchner Paar versteigt sich am Königssee - denkt aber an wichtiges Utensil

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Am Kesselsteig am Königssee ist ein Paar aus München verunglückt.

Ein Paar aus München musste am Sonntag am Königssee aus einer misslichen Lage befreit werden. Immerhin: In einer Hinsicht verhielten sich die beiden vorbildlich.

  • Am Sonntag verstieg sich ein Paar aus München beim Wandern am Königssee.
  • Die Wasserwacht rettete die beiden mitten in der Nacht von See aus.
  • Die Wanderer hatte daran gedacht, eine Mund-Nasen-Bedeckung dabeizuhaben und während der Rettung zu tragen.
  • Viele weitere spannende Geschichten aus Bayern und den Regionen gibt es in unserer App.

Berchtesgaden - Das BRK Berchtesgadener Land berichtet: Gegen 22.15 Uhr meldeten sich zwei unverletzte, aber blockierte Münchner vom Kesselsteig am Königssee-Ostufer über Notruf, die dann aber entschieden, selbständig über den verfallenen Steig am Ostufer entlang zur Seelände zurückzugehen. 

Rettung am Königssee: Wasserwacht erreicht Wanderer vom Wasser aus

Gegen 0.45 Uhr riefen sie auf Höhe Malerwinkel nochmal an, da sie nicht mehr weiterkamen. Die BRK-Wasserwacht rückte mit ihrem Rettungsboot aus, fand den 37-jährigen Mann und die 33-jährige Frau rasch, legte an, ging ihnen ein Stück entgegen, brachte sie zum Boot und fuhr sie zur Seelände zurück. 

Am Chiemsee kam es zu einem Großeinsatz der Wasserrettungskräfte. Zuvor hatte es eine Sturmwarnung gegeben - doch zahlreiche Wassersportler waren noch auf dem See.

Wanderer tragen FFP2-Masken während der Rettung am Königssee

Beide hatten selbst FFP2-Masken dabei und trugen sie während des gesamten Einsatzes, um die Retter nicht zu gefährden. Sie fuhren noch in der Nacht nach Hause zurück. 

Kesselsteig am Königssee schwierig zu begehen

Der verfallene Steig ist unter anderem wegen umgefallener Bäume und Kletter-Passagen recht schwierig zu begehen. Die Frau hatte sich leicht am Knie verletzt, begab sich aber am Montag selbst in ärztliche Behandlung. Drei Ehrenamtliche waren rund eineinhalb Stunden lang gefordert.

Während es im Corona-Lockdown für die Retter in Bayern ruhig zuging, nehmen die Unfälle im Freizeitbereich jetzt wieder zu. Im Landkreis Weilheim-Schongau raste ein Mann mit einem Lamborghini herum. Ebenfalls im Berchtesgadener Land gab es ein Drama um einen vermissten Bundeswehrsoldaten. Zugenommen statt zurückgegangen waren hingegen die Unfälle mit Fahrradfahrern - beispielsweise im Landkreis Starnberg.

mm/tz

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