Urteil in Schweinfurt

Mann sticht Trinkkumpan in den Bauch - fünfeinhalb Jahre Haft

Schweinfurt - Mit 3,5 Promille hatte ein Unterfranke seinen Trinkkumpel schwer verletzt. Nun muss er für einige Jahre ins Gefängnis.

Weil er im Alkoholrausch einen Trinkkumpel mit einem Messerstich in den Bauch lebensgefährlich verletzt hat, muss ein Mann aus Unterfranken für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Richter des Landgerichtes Schweinfurt ordneten in ihrem Urteil am Donnerstag zudem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Der 61 Jahre alte Mann war wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Er hatte die Tat gestanden und sich mehrfach vor Gericht dafür entschuldigt.

Der Mann aus Sennfeld (Landkreis Schweinfurt) hatte im Mai 2016 mit einem 24 Zentimeter langen Fleischermesser auf den auf dem Sofa liegenden Bekannten eingestochen und dabei eine Arterie verletzt. Hätten nicht die Nachbarn wegen des Lärms die Polizei alarmiert, wäre für den Mann einem Gutachter zufolge wahrscheinlich jede Hilfe zu spät gekommen. Der Täter selbst rief keinen Notarzt, sondern ging erst einmal rauchen.

Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Mann wegen des Rausches zur Tatzeit vermindert schuldfähig war. Bei ihm wurden 3,4 Promille Alkohol im Blut festgestellt, das Opfer hatte einen Wert von 3,5 Promille. Zudem sei der Angeklagte vom Opfer kurz vor dem Angriff verbal stark provoziert worden. „In diesem Fall kam es zu einer unglücklichen Kombination aus Alkohol und Aggression“, sagte der Vorsitzende Richter dazu.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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