Katholische Kirche reagiert

Angebliche Marienerscheinung in Oberbayern: Hunderte Pilger am Samstag erwartet 

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Die Kirche hat sich von angeblichen Marienerscheinungen im oberbayerischen Unterflossing distanziert.

Hunderte Anhänger eines selbsternannten Sehers aus Italien werden am Samstag zu einer angeblichen Erscheinung der Heiligen Maria im oberbayerischen Unterflossing erwartet.

Unterflossing - Das Örtchen mit rund 100 Einwohnern zählt zur Gemeinde Polling im Landkreis Mühldorf am Inn, nicht weit vom Pilgerort Altötting. Nach Gebeten und Gesängen werde die Muttergottes pünktlich um 16.30 Uhr an der dortigen St.-Laurentius-Kapelle erwartet, erläuterte der Verein Förderer und Freunde der Kapelle, der das Treffen organisiert.

Seit 2015 tritt der Italiener Salvatore Caputa bei angeblichen Erscheinungen der Heiligen Maria in Oberbayern auf, zunächst in Walpertskirchen im Landkreis Erding, danach 2017 zwei Mal in Unterflossing. 

Der Italiener Salvatore Caputa, behauptet, ihm sei die Gottesmutter erschienen.

Zuletzt soll Maria im vergangenen September aufgetaucht sein - um 16.30 Uhr, wie auch jetzt wieder angekündigt. An die tausend Menschen kamen damals, einige wollen Maria gerochen haben - sie rieche nach Rosenduft.

Katholische Kirche spricht Verbot aus

Die katholische Kirche hatte sich bereits von der Veranstaltung distanziert. Das Erzbistum München und Freising hatte Ende Februar allen Klerikern verboten, im Zusammenhang mit der Veranstaltung an Gottesdiensten oder Versammlungen teilzunehmen. Caputa dürften keine kirchlichen Räume, Liegenschaften oder Infrastruktur zur Verfügung gestellt oder sonstige Arten der Unterstützung gewährt werden. Wer nun zwei anlässlich der Erscheinung geplante Gottesdienste hält, ist noch offen.

Es gibt allerdings auch von der Kirche anerkannte Marienerscheinungen: im französischen Lourdes, wo aus dem Jahr 1858 eine Serie von Erscheinungen übermittelt ist, und im portugiesischen Fátima, einem der bedeutendsten katholischen Wallfahrtsorte, wo sich die Muttergottes 1917 gezeigt haben soll.

dpa

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