Schneefallgrenze sinkt

„Erhebliche Gefahr“: Viel Schnee zu Weihnachten - eindringliche Warnung für die Alpen

France avalanche kills six climbers near Chamonix
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France avalanche kills six climbers near Chamonix

Auf weiße Weihnachten müssen die meisten Menschen im Freistaat verzichten. In den Bergen wird es dennoch brenzlig: Der Lawinenwarndienst Bayern sieht große Gefahren für die Festtage.

  • Für die bayerischen Alpen gilt stellenweise erhebliche Lawinengefahr. 
  • In einigen Gebieten sollen rund 50 Zentimeter Neuschnee fallen.
  • So stehen die Chancen auf weiße Weihnachten.

München - Viel Neuschnee und Wind lassen in den bayerischen Alpen die Lawinengefahr steigen. Vor allem im Allgäu und oberhalb der Waldgrenze herrsche zum Start der neuen Woche erhebliche Lawinengefahr, teilte der Lawinenwarndienst Bayern am Sonntag mit. Am Montag gelte Gefahrenstufe drei von fünf - obwohl für weite Teile des restlichen Landes keine weiße Weihnacht zu erwarten ist.

Lawinengefahr in Bayern: Experten warnen - schon ein einzelner Skifahrer kann Lawine auslösen

Das Hauptproblem seien dabei umfangreiche Triebschneeansammlungen. Bereits ein einzelner Skifahrer könne diese als Schneebrettlawine auslösen. Außerdem sei im Allgäu mit Gleitschneelawinen zu rechnen, die sich an steilen Wiesenhängen von selbst lösen könnten.

Oberhalb von 900 bis 1000 Metern soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den kommenden Tagen weiter schneien. Die Lawinenlage bleibe angespannt, teilte der Lawinenwarndienst mit. Bis in die Nacht zum Dienstag erwarteten die Meteorologen des DWD in den Alpen und dem Bayerischen Wald oberhalb von 1000 Metern rund zehn Zentimeter Neuschnee. 

Video: Wie verhält man sich richtig bei einem Lawinenabgang?

Lawinengefahr in den Alpen: Viel Schnee - bis auf 700 Meter herab

In mittleren Lagen und Staulagen der Allgäuer und Berchtesgadener Alpen soll es rund 20 Zentimeter, in höheren Lagen rund 50 Zentimeter Neuschnee geben. Am ersten Weihnachtsfeiertag sinkt die Schneefallgrenze den Angaben zufolge auf etwa 700 Meter.

Auch der Lawinenwarndienst Bayern teilte mit, es sei mit weiteren Schneefällen bei steigenden Temperaturen zu rechnen. Die Lawinenlage bleibe vorerst „angespannt“. Bereits Mitte Dezember war im Allgäu ein Mann bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. In Tirol wurde wenige Tage später ein Eiskletterer aus Oberbayern verschüttet. Er konnte lebend geborgen werden, wie Merkur.de* berichtete.

dpa/fn

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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