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Mutter der toten zweijährigen Lea vor Gericht

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Blumen liegen am Grab der kleinen Lea. Die Zweijährige war verhungert und verdurstet. © dpa

Weiden - Vor dem Landgericht Weiden hat am heutigen Montag der Prozess um den Tod der zweijährigen Lea aus Tirschenreuth begonnen. Die Mutter des Mädchens hat die Vorwürfe bereits eingeräumt.

Mit einem Geständnis hat am Montag vor dem Landgericht Weiden der Prozess um den Tod der zweijährigen Lea aus Tirschenreuth begonnen. Die 22-jährige Mutter muss sich wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Verletzung der Fürsorgepflicht, gefährlicher Körperverletzung und Urkundenfälschung vor der Jugendkammer verantworten.

Die 22 Jahre alte Mutter des Mädchens ließ über ihre Anwältin erklären, sie habe den schlechten Gesundheitszustand ihrer Tochter aus Gleichgültigkeit verharmlost. Ihren Tod habe sie aber nicht gewollt.

Als Folge einer nicht erkannten und nicht behandelten Hirnhautentzündung litt Lea an erhöhtem Hirndruck, einem Wasserkopf und Mangelernährung. Zuletzt wog das fast dreijährige Mädchen nur noch 8,2 Kilogramm. Auch als das Kind eine beidseitige schmerzhafte Mittelohrentzündung bekam, hatte es die Mutter den Ermittlungen zufolge unterlassen, einen Arzt zu konsultieren.

Lea starb in der Nacht zum 27. März an einer schweren Lungenentzündung. Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter Misshandlung von Schutzbefohlenen, Verletzung der Fürsorgepflicht, gefährliche Körperverletzung und Urkundenfälschung vor. Oberstaatsanwalt Gerhard Heindl sprach von böswilliger Vernachlässigung.

Die 22-Jährige hatte ihre Tochter demnach zuletzt im Herbst 2008 zu einer Vorsorgeuntersuchung gebracht. Damit ihr Sohn im September 2009 in den Kindergarten gehen sollte, soll sie die Unterschrift des Arztes im Untersuchungsheft gefälscht haben.

Die 22-jährige Mutter muss sich wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Verletzung der Fürsorgepflicht, gefährlicher Körperverletzung und Urkundenfälschung vor der Jugendkammer verantworten.

dpa

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