Naturschützer wollen gegen Abschuss des Wolfes klagen

Wolf
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Ein Wolf läuft durch ein Freigehege im Wildpark Alte Fasanerie in Hessen.

Der Bund Naturschutz (BN) will gegen den von Behörden beschlossenen Abschuss eines Wolfes in Oberbayern klagen. Der Wolf stelle keine Gefahr für Menschen dar, erläuterten die Naturschützer am Dienstag. Eine Tötung wäre nicht rechtmäßig.

München - Das Tier hatte Genanalysen zufolge in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land mehrfach in der Nähe von Siedlungen Tiere gerissen. Der BN argumentiert, anstatt eines Abschusses müsse das Tier vergrämt werden - also mit Maßnahmen von Ortschaften ferngehalten.

Die Regierung von Oberbayern hatte den Abschuss genehmigt und am Montagabend eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht. Zur Vermeidung einer Gefährdung von Menschen sei die „zielgerichtete letale Entnahme“ - so das Behördendeutsch - des Tieres zugelassen. Es handelt sich um ein männliches mit dem genetischen Code GW2425m.

Unter anderem Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hatte sich für den Abschuss stark gemacht. dpa

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